Mehr Hautkrebs-Patienten in Bayern
KKH-Allianz rät: Im Sommer auf Sonnenschutz achten
„Der Tag im Freien sollte nicht mit einem Sonnenbrand enden“, warnt Stefan Amendt, Leiter des KKH-Allianz Servicezentrums in Würzburg. „Je öfter die Haut durch die gefährlichen UV-Strahlen geschädigt wird, desto größer ist das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.“
In Bayern wurden im Jahr 2008 mehr als 3.300 KKH-Allianz Versicherte aufgrund der Diagnose „Hautkrebs“ behandelt – 46 Prozent mehr als noch 2006. Jeder Fünfte (21 Prozent) litt darunter sogar an dem besonders gefährlichen „schwarzen Hautkrebs“. „Bei dieser aggressiven Form kann der Tumor rasch größer werden und Metastasen in Lymphknoten und inneren Organen bilden“, erklärt Stefan Amendt.
Auch bundesweit hat die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Zwischen 2006 und 2008 stieg die Zahl der stationären Fälle von 58 auf 67 pro 100.000 Versicherte. Das entspricht einer Zunahme von 15,5 Prozent. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen: 74 Männer im Vergleich zu 62 Frauen je 100.000 Versicherte im Jahr 2008.
Um Hautkrebs vorzubeugen, rät Stefan Amendt, auf Besuche im Solarium zu verzichten und beim Gang ins Freie auf ausreichend Sonnenschutz zu achten. „Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und ein schützender Sonnenhut sind an einem Tag am Strand unverzichtbar“, so Stefan Amendt. Dies gelte besonders für Personen, die zu den Risikogruppen zählen: helle Haut, rötliche oder blonde Haare, hohe Anzahl vererbter Pigmentmale. Wer angebrochene Sonnenmilch vom Vorjahr aufbrauchen möchte, sollte lieber vorher einmal aufs Verfallsdatum schauen.
Wichtig für Eltern und Großeltern: Vor allem Kinderhaut ist sehr empfindlich und sollte nie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. „Ein Platz zum Spielen unter einem Baum, das Planschbecken unter einem Sonnenschirm oder ein schützendes Verdeck am Kinderwagen – Kinder sollten den Sommer besser im Schatten genießen“, rät Stefan Amendt.
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