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Businessplan

Herausragende Geschäftsideen ausgezeichnet

Würzburg/Nürnberg, 27.07.10

Im Beisein von Wirtschaftsminister Martin Zeil wurden die Sieger des Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN) 2010 in Nürnberg gekürt. Zusammen mit der

LfA Förderbank Bayern zeichnete das netzwerk nordbayern drei Preisträger aus. Diese haben sich unter 42 Gründerteams in der dritten und letzten Phase des Wettbewerbs durchgesetzt.

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gründ

Einer wahren Herkulesaufgabe sahen sich die 192 Juroren des BPWN in den letzten Wochen gegenüber. Die erfahrenen Unternehmer und Kapitalgeber trafen nach Sichtung der eingereichten Businesspläne zunächst eine Vorentscheidung: Sie wählten sieben der 42 Teilnehmer für die Finalrunde aus. In der Endausscheidung am 21. Juli mussten sich die sieben Teams nochmals persönlich vor einer Jury präsentieren.

Das Team CoBaLT von der Universität Würzburg ist der Sieger des Businessplan-Wettbewerb Nordbayern 2010. Mit der Idee, neuartige Implantate auf biologischer Basis für den orthopädischen Bereich zu entwickeln, überzeugten die Teilnehmer die Jury. Auf den zweiten Platz kam die Böhner-EH GmbH aus Burghaslach, die einen elektro-hydrostatischen Einzelantrieb entwickelt hat. Der dritte Rang ging an die TM3 Software GmbH aus Regensburg. Das Unternehmen bietet ein optimiertes Warenwirtschaftssystem speziell für kleinere Handelsbetriebe an.

Michael Schneider, Vorstandsvorsitzender der LfA Förderbank Bayern, war angetan vom hohen Niveau der eingereichten Businesspläne: „Wir haben in diesem Jahr besonders viele überzeugende Bewerbungen erhalten. Erfreulich ist die Tatsache, dass wir 98 Prozent der abgegebenen Businesspläne Finanzierungspotenzial bescheinigen konnten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich viele Teilnehmer mit ihren Ideen im Unternehmensalltag durchsetzen können.“

Insgesamt erhielten die Siegerteams ein Preisgeld von 22.500 Euro aus den Händen des netzwerk nordbayern. „Durch die erfolgreiche Teilnahme am BPWN haben sich die Preisträger zudem eine ausgezeichnete Position im Markt verschafft: Zukünftige Kapitalgeber oder Partner wissen durch den BPWN um die Qualität der geprüften Geschäftskonzepte“, so Dr. Benedikte Hatz und Arne-G. Hostrup, die Geschäftsführer des netzwerk nordbayern. „Jetzt gilt es für die Teilnehmer, ihre Geschäftsideen in die Realität umzusetzen. Das umfangreiche Feedback der BPWN-Juroren ist dabei sicherlich sehr hilfreich.“

Der Startschuss in den nächsten Businessplan-Wettbewerb Nordbayern erfolgt am 12. Oktober 2010. Ab dann können angehende Unternehmer aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Science, Technologie sowie Service ihre Geschäftsideen auf Herz und Nieren prüfen lassen. Zudem profitieren alle Teilnehmer von Workshops und vielfältigen Kontakten zu Beratern und Kapitalgebern.

Weitere Informationen zum BPWN und zum netzwerk nord­bayern sind im Internet unter www.netzwerk-nordbayern.de erhältlich.

 

Die Sieger des BPWN 2010:

 

1. Platz, 10.000 Euro Preisgeld

CoBaLT, Unterfranken/Würzburg, Life Science

Implantate auf biologischer Basis

Das CoBaLT-Team entwickelt neuartige Implantate auf biologischer Basis, die im orthopädischen Bereich Anwendung finden. Die innovativen Implantate stellen eine Basistechnologie zur Behandlung von Sehnen- und Bandverletzungen zum Beispiel an Schulter, Knie oder Fuß dar. Dieser neue Therapieansatz zeichnet sich durch eine hohe Stabilität und eine schnelle Einheilung aus. Desweiteren werden Komplikationen der bisherigen Standardverfahren vermieden.

2. Platz, 7.500 Euro Preisgeld

Böhner-EH GmbH, Mittelfranken/Burghaslach, Technologie

Elektro-hydrostatischer Einzelantrieb kombiniert Vorteile

Lineare Bewegungen bei industriellen Fertigungsprozessen werden bisher entweder elektromechanisch, hydraulisch oder pneumatisch ausgeführt. Der elektro-hydrostatische Einzelantrieb der Böhner-EH GmbH vereint die Vorteile elektromechanischer Einzelantriebe mit einer hydraulischen Arbeitsweise. Der Nutzen für Maschinen- und Anlagenbauer: kompaktere Antriebe für mehr konstruktive Bewegungsfreiheit, Energieeinsparungen bis zu 90 Prozent, Wartungsfreiheit, geringer Geräuschpegel und eine hohe Lebensdauer. Darüber hinaus ermöglichen elektro-hydrostatische Einzelantriebe den Einsatz von Hydraulikkräften an bewegten Roboterarmen. www.b-eh.de

3. Platz, 5.000 Euro Preisgeld

TM3 Software GmbH, Oberpfalz/Regensburg, luK*

Optimiertes Warenwirtschaftssystem für kleinere Handelsbetriebe

Gerade viele kleine und mittelgroße Handelsbetriebe arbeiten mit veralteten Warenwirtschaftssystemen. Die TM3 Software GmbH hat deswegen speziell für diese Zielgruppe ein System entwickelt, wie es bislang nur von Konzernen verwendet wurde. Auf diese Weise können kleine und mittlere Unternehmen ihre Warenlager und Geschäftsprozesse optimieren. Dabei legt das TM3-System, das vollständig neu entwickelt wurde, seinen Schwerpunkt auf Echtzeit-Lagerlogistik. 

Die weiteren Finalisten (in alphabetischer Reihenfolge):

 

Agrolytix, Mittelfranken/Erlangen, Life Science

Mit mikroverkapselten Viren gegen Pflanzenschädlinge

Agrolytix entwickelt und produziert biologische Pflanzenschutzmittel für den ökologischen und integrierten Landbau. Basis sind insektenpathogene Viren, die in Mikrokapseln geschleust und so zu einem wirksamen und dennoch giftfreien Pflanzenschutzmittel werden. Die Kapsel schützt das Virus vor UV-Strahlung und ist außerdem mit einem Fraßlockstoff für die Schädlinge versehen. Das erste Produkt – GranuCaps Cp – richtet sich gegen einen weltweit verbreiteten Schädling im Apfelanbau. www.agrolytix.de

Eyesight & Vision GmbH i.Gr., Mittelfranken/Nürnberg, Life Science

Assistent für Augen-OPs

Die Eyesight & Vision GmbH i.Gr. hat ein intraoperatives Wellenfrontmessgerät entwickelt, das die lokale Brechkraft des menschlichen Auges flächendeckend misst – und das innerhalb der Rekordzeit von 20 Millisekunden. Das Gerät liefert dem Chirurgen zum Beispiel während einer Operation des Grauen Star unmittelbare Informationen zur Lage, Zentrierung und Brechkraft der Intraokularlinse. Damit kann der Chirurg dem Patienten erstmalig die Zielrefraktion garantieren.

IPM AG, Oberpfalz/Neumarkt i.d.Opf., Technologie

Die Materialtuner

Die IPM AG bezeichnet sich selbst als „Materialtuner“ und hat sich darauf spezialisiert, die Eigenschaften von Kunststoffgranulaten und -pulvern gezielt zu verbessern. Auf Basis langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Strahlenvernetzung von Kunststoffen hat das Unternehmen ein neuartiges und mehrstufiges Verfahren zur gezielten Modifikation von Polymeren entwickelt. Das Verfahren bietet Verarbeitern von Kunststoff vielfältigere Möglichkeiten beim Materialeinsatz und hilft gleichzeitig Kosten einzusparen. www.ipm.ag

TecnoSun Solar Systems AG, Oberpfalz/Neumarkt i.d. Oberpfalz, Technologie

Bewegliche Solarmodule für Flachdächer

Sonnenenergie noch effizienter nutzen: Die TecnoSun Solar Systems AG hat ein patentiertes 2-achs Nachführsystem für Photovoltaikmodule entwickelt. Der „EcoChamp ST 3000 Suntracker“ eignet sich besonders auch für den Einsatz auf Flachdächern. Das war bisher nicht möglich. Die Solarmodule werden beweglich und ändern je nach Sonnenstand ihre Schräglage. Der Vorteil: ein Mehrertrag von 25 bis 40 Prozent im Vergleich zu konventionellen Modulen und eine dementsprechend höhere Rendite. www.tecnosunsolar.com


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