Flash Download 3D-Zeitschrift benötigt das Flash 10.1 Plugin von Adobe.
Download von adobe.com

Bitte Stellen Sie sicher dass Javascript
in Ihrem Browser aktiviert und erlaubt ist.


Content:
1
UmwelT & energie innovaTion effizienz DiensTleisTUng  Ausgabe2013.2014 www.B4BMAINFRANKEN.de KompaKte experten-Infos In prInt, onlIne und VIdeo Ew Ausg dERR t er nBiegIoN a E ähltE Harter markt Dynamische Umsetzung der Energiewende Dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung Solarstrom selbst verbrauchen BlockHeizkraftwerke BetrieBskosten BUSINESSFORBUSINESS. Das Wirtschaftsleben unserer Region. MAINFRANKEN

2
Netze für neue Energien. Der Anteil der regenerativ erzeugten Energie im Netz des Bayernwerks liegt bei nahezu 50 Prozent. Bis heute haben wir über 230.000 Photovoltaikanlagen in unser Netz integriert. Damit betreiben wir eines der ökologischsten Netze in Deutschland. www.bayernwerk.de

3
www.B4BMAINFRANKEN.de/umwelt EdItoRIAl Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser! Ulrich Pfaffenberger Chefredakteur Wer hätte gedacht, dass sich das einst wohlfeile politische Wortspiel von der „Ökonomie und Ökologie, die sich Hand in Hand bewegen“ doch noch irgendwann auf seine Tragfähigkeit hin würde beweisen müssen. Oder dass der beliebte Hinweis seine Tragfähigkeit zeigen muss, dass die einzige Ressource, die dem rohstoffarmen Deutschland zur Verfügung steht, Köpfe und das darin enthaltene Wissen seien. Oder dass die Energiewende mehr Chancen biete, als sie Risiken berge. Das war alles beruhigend gemeint. Und was ist passiert? Mit beunruhigender Geschwindigkeit und Intensität fordert die Lebenswirklichkeit den praktischen Beweis auf diese theoretischen Aussagen. Und natürlich sind es die Unternehmen, die ihn als erste antreten müssen. Allen voran der Mittelstand, im Clinch mit Vorschriften und Gesetzen, den Forderungen des Marktes und dem Druck des Wettbewerbs. Eines allerdings ist anders als in ähnlichen, früheren Situationen: Die bewährten Rezepte greifen nur eingeschränkt oder gar nicht. Völlig neue Wege und Konzepte sind gefragt, um brauchbare Antworten zu finden: Innovation also. Und da beweist sich in der Tat der unschlagbare Wert der Ressource „Wissen“. Vor allem dann, wenn es ein Wirtschaftsraum wie Mainfranken verstanden hat, frühzeitig und umfassend Netzwerke aufzubauen, die den Austausch dieses Wissens vorantreiben und erleichtern. Einer Region, die seit jeher eng miteinander verbunden ist, der das moderne „Networking“ eine Intensivierung des „Wir reden miteinander“ gebracht hat. Das spiegelt sich in den Nachrichten und Hintergrundinformationen, die B4B MAINFRANKEN seit nunmehr über 11 Jahren in die Wirtschaft zwischen Rhön-Grabfeld und Kitzingen einspeist. Und das spiegelt sich in den kompetenzstarken Beiträgen, die wir mit unseren Partnern in diesem B4B MAINFRANKEN CROSSMEDIA GUIDE „Energie & Umwelt“ für Sie zusammengestellt haben. Erfahrungsaustausch aus erster Hand, Informationskreislauf der wertvollsten Art, Ressourceneffizienz, wie sie im Buche steht – bei den neuen Herausforderungen kann die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben ihre Erfahrung und ihr Anwendungswissen perfekt ins Spiel bringen. Auf kurzem Weg, auf Augenhöhe und im unmittelbaren Zugriff ist das auch ein schönes Beispiel für effizient genutzte (Syn)Energie. VIdeo Rolf Freudenberger, Bayernwerk AG, im Interview www.B4BMAINFRANKEN. de/umwelt Mit den besten Wünschen für eine ertragreiche Lektüre VIdeo Thomas Merker, Gasversorgung Unterfranken GmbH, im Interview www.B4BMAINFRANKEN. de/umwelt Ulrich Pfaffenberger Chefredakteur

4
INhAlt III V VI IX EdItoRIAl BAyERNwERKAg E.ON Bayern ist Bayernwerk Sparen allein genügt nicht Bsh Zukunftsweisend: BSH – Zentrum für erneuerbare Energien Blockheizkraftwerke: Die effizienten Heizungen, die auch Strom liefern uNtERFRäNKIschEÜBERlANdzENtRAlElÜlsFEldEg Saubere Energie zu fairen Preisen Betriebskosten senken – Solarstrom selbst verbrauchen für Unterfranken VIII Harter Markt X XI XII VIII XIII gAsvERsoRguNguNtERFRANKENgMBh Moderne Wärme XIV Weltweit größte CEO-Studie zur Nachhaltigkeit XV dAslEtztE; Firmenregister; Impressum

5
www.B4BMAINFRANKEN.de/umwelt schwERpuNKt ENERgIEvERsoRguNg bayernwerK ag Bayernwerk REGIONALER NETZBETREIBER äNDERT AUFGRUND GESETZLICHER VORGABEN MARKE – UNTERNEHMEN INVESTIERT IN 2013 RUND 365 MILLIONEN EURO IN REGIONALES VERTEILNETZ E.ON Bayern ist KontAKt Bayernwerk AG Bismarckstraße 9 –11 97080 Würzburg Tel.: 0931 300­0 Fax: 0931 300­2563 www.bayernwerk.de schwerpunKte • Sicherung der Energie­ versorgung • Betrieb, Ausbau und technologische Wei­ terentwicklung eines rund 180.000 Kilometer langen Stromnetzes und eines über 5.500 Kilo­ meter langen Gasnetzes • Mitgestaltung der Energiewende • Unterschiedliche Energiedienstleistungen er regionale Netzbetreiber E.ON Bayern AG heißt seit 1. Juli 2013 Bayernwerk AG. Hintergrund der Namensänderung sind Anforderungen des Gesetzgebers und der Bundesnetzagentur, um Netzbetrieb und Energievertrieb noch klarer voneinander zu trennen. Die Bayernwerk AG ist weiterhin für das Netz verantwortlich, nicht jedoch für die Belieferung mit Strom und Gas. Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit rund 2.500 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten sichert das Unternehmen die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zu den Kernaufgaben zählen neben der sicheren Versorgung mit Energie der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur, die dezentrale Erzeugung und das Angebot unterschiedlicher Energiedienstleistungen. Energiezukunft in Bayern als unternehmerisches Handlungsfeld nern aus der Wissenschaft erforsche und entwickle man in unterschiedlichen Projekten die Netztechnik von morgen. Neben der Infrastruktur zähle die dezentrale, regenerative und effiziente Energieerzeugung zu den Standbeinen des Unternehmens. „Unsere Tochter Bayernwerk Natur betreibt rund 120 dezentrale Anlagen“ so der Vorstandsvorsitzende weiter. , Hohe Investition in regionales Verteilnetz 365 Millionen Euro investiert das Bayernwerk im Jahr 2013 in seine Netze. Der Großteil davon ist notwendig, um die Versorgungssicherheit auf hohem Niveau zu halten. Rund 90 Millionen Euro fließen ausschließlich in Maßnahmen, die durch die Energiewende bedingt sind. Energiedienstleistungen „Unseren Auftrag sehen wir darin, die Energiezukunft in Bayern maßgeblich mitzugestalten“ erklärt Rolf , Freudenberger, Leiter Kommunen und Kooperationen bei der Bayernwerk AG. Gemeinsam mit Part- Die unternehmerischen Handlungsfelder werden durch unterschiedliche Energiedienstleistungen – vorwiegend für Kommunen – ergänzt, die für die Energiezukunft in Bayern eine entscheidende Rolle spielen. Ein Beispiel für eine Dienstleistung für Privatpersonen ist die energetische Gebäudeenergieberatung für Sanierer und Renovierer.  ■ rolf freudenberger Leiter Kommunen und Kooperationen ist das „Gesicht“ des Bayernwerks in der Region cRossMEdIAguIdEpARtNERINMAINFRANKEN

6
BlIcKpuNKt ENERgIEMANAgEMENt n genügt araelein Sp l cht ni EXPERTEN SEHEN IN EINEM AUSGEFEILTEN ENERGIEMANAGEMENT DERZEIT EINE DER GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN FüR DEUTSCHE UNTERNEHMEN. EINE EXZELLENZINITIATIVE MARKIERT BEISPIELHAFT IN DER PRAXIS UMGESETZTE KONZEPTE. von Ulrich Pfaffenberger ie Tagung „Anlagenbau der Zukunft“ ist bei den führenden Köpfen der Chemie- und Prozessindustrie sowie der Energietechnik und der damit verbundenen Forschungseinrichtungen ein Pflichttermin im Kalender. über Partnerschaftskonzepte haben sie dort firmen- und fakultätsübergreifend schon genauso diskutiert wie über „Virtual Engineering“. Und diesen März nun in Magdeburg, bei der siebten Auflage des im Jahr 2000 gestarteten Fachdialogs, gaben sie sich auf Initiative des Fraunhofer IFF „Ressourceneffiziente Anlagen“ als Thema. Wobei ziemlich schnell klar wurde, dass die Ressource Energie das meiste Potenzial bietet, um einen Effizienzhebel anzusetzen. Einig waren sie sich, dass Ressourceneffizienz beim Planen, Bau und Betrieb von Anlagen riesige Potenziale birgt. „Planer, Hersteller und Betreiber von Anlagen müssen diese Potenziale identifizieren und nutzen. Neue Methoden, Werkzeuge und BestPractice-Beispiele stehen im Mittelpunkt der Tagung“, beschrieb Prof. Michael Schenk, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung, IFF, den Grundgedanken dessen, was Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Kongress zusammenführt. Neben den steigenden Rohstoffpreisen und dem für 2022 terminierten Abschalten der letzten deut-

7
www.B4BMAINFRANKEN.de/umwelt BlIcKpuNKt ENERgIEMANAgEMENt könnten dann als Rohstoffquelle für andere, dort anschen Kernkraftwerke verlange auch die Volatilität sässige oder sich ansiedelnde Unternehmen dieder erneuerbaren Energien zudem neue innovative nen. Schon bei der Entwicklung von Industrie- und Ansätze und Lösungen für die Energiespeicherung Gewerbegebieten sollte auf solche Synergien verund -nutzung aller Art. Schenk verfolgt einen ganzstärkt geachtet werden. heitlichen Ansatz: „Beispiel Elektroenergie: Die bisEin weiterer Lösungsansatz besteht nach Ansicht herigen Einsparungen reichen nicht aus. Wir müsdes Forums darin, Anlagen modular zu konzipieren. sen uns mittelfristig von der verbrauchsorientierten Damit wird sichergestellt, dass Anlagen trotz volatiler Erzeugung verabschieden Marktsituation immer im optimalen und einen erzeugungsorienRessource Betriebspunkt gefahren werden. tierten Verbrauch erreichen.“ neffizienz bringt meh wenn man r, Potenziale Diese Herausforderung besteht Für die Praxis könne das beiim großen Kontext su cht: Scho n bei der nicht nur für Standorte auf der grüspielsweise bedeuten, dass wicklung Entvon Indus trieparks Synergien nen Wiese, sondern gleichermaßen nicht mehr nur die Einzelsollte auf verstärkt geachtet Abproduk werden: für Tausende von Anlagen im weltanlage betrachtet wird, te einer A nlage könn Rohstoffq ten als uelle für an weiten Bestand von Konzernen. sondern das gesamte Undere Unter men diene nehn. Bild: Dirk Der Weg zur ressourceneffizienten ternehmen bis hin zum Mahler/F raunhofe r IFF Anlage führt für jede Anlage und jedes kompletten Industriepark. Unternehmen zu individuellen LöAbprodukte einer Anlage sungen. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber eine neue strategische und operative Aufgabe im Unternehmen: Energiemanagement. Denn jetzt kommt es darauf an, allgemein nutzbare Methoden, Werkzeuge und Vorgehensmodelle zu identifizieren, mit denen die individuellen Ziele und Arbeiten jedes Unternehmens auch künftig zuverlässig umsetzbar sind. Jetzt sind überall ressourcensparende Technologien gefragt. „Für Deutschlands Unternehmen ergeben sich daraus große Chancen für den Export“ ist Sa, scha Hermann, Geschäftsführer der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH in Berlin, überzeugt. Eine Ansicht, die auch Dr. Volker Breisig, Partner im Bereich Utilities&Regulation bei PwC Deutschland, teilt, der gerade eine Studie seines Hauses zum Thema Energiemanagement präsentiert hat: „Neben dem Energiehunger der asiatischen Staaten wird sich auch die atomare Katastrophe in Fukushima und der damit in Verbindung stehende Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie bei der Entwicklung der inländischen Strompreise weiterhin bemerkbar machen. Dies kann mittelfristig zu Wettbewerbsnachteilen für Unternehmen in Deutschland führen.“ Denn hier würden rund 44 Prozent der Umsätze von Branchen erwirtschaftet, in denen Energie von strategischer Bedeutung ist, mehr als in allen anderen westlichen Industrienationen.  ■ Ausgezeichnete Ideen Wie Energiemanagement in der Praxis aussieht, kann man dort beobachten, wo die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft seit ein paar Jahren das Prädikat „Klimaschutz-Unternehmen“ vergibt. Dahinter steckt eine Exzellenzinitiative der Bundesregierung und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) für beispielhafte Umsetzung des Themas in Unternehmen. Die dort präsentierten Firmen haben sich anspruchsvolle Klimaschutzziele gesetzt und herausragende Leistungen der betrieblichen Energieeffizienz bei Produkten und Produktion erbracht. www.klimaschutz-unternehmen.de

8
VIII BlIcKpuNKt ENERgIEMANAgEMENt Harter Markt SEIT DER LIBERALISIERUNG DES STROMMARKTES IST ENERGIEVERSORGUNG EIN HART UMKäMPFTER MARKT GEWORDEN. VORBEI DIE ZEITEN, IN DENEN SICH STROMVERSORGER IM GEBIETSGESCHüTZTEN MONOPOL EINRICHTEN KONNTEN. DIE BUNDESREGIERUNG WILL DEN WETTBEWERB ZUM VORTEIL FüR DIE VERBRAUCHER. von Gerd Bock gerd bock Geschäftsführender Vorstand, Unterfränkische Überlandzentrale Lülsfeld eG ie angestrebte Energiewende setzt darüber hinaus weitere, ganz erhebliche Akzente, die tief in die Geschäftspolitik der Energieversorger eingreifen. Die Unterfränkische überlandzentrale Lülsfeld eG. meistert diese Herausforderungen erfolgreich, mit Nachdruck und großem Verantwortungsbewusstsein für unsere Umwelt. Wir haben den Wettbewerb angenommen und setzen die Energiewende dynamisch um. Unsere Kunden können schon heute Strom aus 100-Prozent bayerischer Wasserkraft beziehen. Unser Versorgungsnetz bewältigt mit die höchste Einspeisequote aus Photovoltaikanlagen in ganz Deutschland. Um diese technische Herausforderung zu bewältigen, inves- tieren wir 2013 über 9 Millionen Euro in den Bau von zwei Umspannwerken. Weitere 8 Millionen Euro geben wir für die Ertüchtigung unseres Versorgungsnetzes aus. Die Vorgaben der Bundesregierung zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien für das Jahr 2045 erfüllen wir schon heute, 32 Jahre früher als verlangt: 75% unseres Stromes wird aus erneuerbaren Energien – unter anderem mit einem eigenen Windpark im Landkreis Schweinfurt produziert Trotz dieser enormen Investitionen haben wir unsere traditionelle Verbraucherfreundlichkeit nie aufgegeben. Die Unterfränkische überlandzentrale Lülsfeld eG gehört nach wie vor bundesweit in die Spitzengruppe der günstigsten Stromanbieter. Eine Position, von der wir auch in der Zukunft nicht abrücken werden. Die Gründe für unsere günstigen Preise, die persönliche Nähe zu unseren Kunden, die Nachhaltigkeit unserer Geschäftspolitik und die Verantwortung für Region und Umwelt liegen in unserer Rechtsform als wirtschaftlich unabhängige Genossenschaft. Seit unserer Gründung im Jahr 1910 werden alle Entscheidungen unseres Unternehmens nicht in einer fernen Konzernzentrale, sondern im Rahmen unserer genossenschaftlichen Strukturen, von den Verantwortlichen vor Ort getroffen. Das schafft Bodenhaftung und ist Verpflichtung für Menschen und Umwelt dieser Region. ■ Trotz enormer Investition haben wir unsere traditionelle Verbraucherfreundlichkeit nie aufgegeben.“ Gerd Bock

9
www.B4BMAINFRANKEN.de/umwelt schwERpuNKt ENERgIEMANAgEMENt Zukunftsweisend: BSH – Zentrum für erneuerbare Energien KontAKt BSH GmbH & Co. KG Bamberger Straße 44 97631 Bad Königshofen Tel.: 09761/395670 Fax: 09761/3956711 E­Mail: info@ bsh­energie.de www.bsh­energie.de INTELLIGENTE LÖSUNGEN FüR STROMERZEUGUNG, WARMWASSER UND HEIZUNG as „BSH – Zentrum für erneuerbare Energien GmbH & Co. KG“ in der unterfränkischen Stadt Bad Königshofen ist einer der führenden Anbieter von Photovoltaikanlagen für Privatund Geschäftsgebäude in der Region und darüber hinaus. Rainer und Michaela Bötsch gründeten 2004 zunächst einen Betrieb für Heizungsbau und Klempnerei, wendeten sich aber angesichts der Notwendigkeit die Energiewende fachlich kompetent zu begleiten, dem Schwerpunkt erneuerbare Energien zu. Das Ehepaar investierte in einen großzügigen Neubau in Bad Königshofen und erweiterte das Angebot. So entstand ein Gebäude, in dem ab 2009 Büro-, Konferenz- und Lagerräume unter einem Dach mit der größten PV-Anlage der Stadt Platz fanden. 2012 wurde der Neubau eines zusätzlichen Zentrallagers notwendig. 30 Mitarbeiter sind derzeit zuständig für Beratung, Verkauf, Projektierung, Montage und Wartung. Neben Rainer Bötsch sorgt ein zusätzlicher Geschäftsführer, Christian Grünberg, für den reibungslosen Ablauf. In Thüringen wurde wegen der besseren Servicemöglichkeiten ein zweites Büro eingerichtet. Für das Kerngeschäft, die Photovoltaik, wird ein Komplettservice geboten mit Beratung, Planung, Beschaffung aller Anlagenteile, Antragstellung, Montage, überwachung und Service. Finanziell immer interessanter wird der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms, besonders bei Betrieben mit hohen Energiekosten. Zum Angebotsspektrum von BSH – Zentrum für erneuerbare Energien gehören außerdem effektiv arbeitende Mikro-Blockheizkraftwerke, Infrarot- Heizungen, Speichersysteme mit PowerRouter, Elektro-Bikes, Brauchwasserwärmepumpen und LED-Leuchten. Auf mehr als 1200 Dächern aller Art hat die Firma BSH bisher PV-Anlagen installiert. Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft, hier werden Fachleute mit Visionen, Weitblick und Know How benötigt, damit die Energiewende gelingt.  ■ schwerpunKte • Planung, Beratung, Vertrieb und Installa­ tion von PV­Anlagen • Reinigung und War­ tung von PV­Anlagen • Stromspeicherlösungen • Wärmepumpen • Infrarotheizungen • Blockheizkraftwerke • LED­ Leuchtmittel rainer und michaela bötsch Lesen Sie mehr zum Thema „Betriebskosten senken“ auf SEITE XII. fachaufsatz cRossMEdIAguIdEpARtNERINMAINFRANKEN

10
BlIcKpuNKt ENERgIEMANAgEMENt Blockheizkraftwerke: BLOCKHEIZKRAFTWERKE BILDEN EINEN PFEILER DER ENERGIEWENDE. DIE ANLAGEN GEWäHRLEISTEN EINE DEZENTRALE STROM- UND WäRMEERZEUGUNG, WERDEN MEIST MIT ERDGAS ODER BIO-ERDGAS BETRIEBEN UND SIND DURCH DAS PRINZIP DER KRAFT-WäRME-KOPPLUNG HOCHEFFIZIENT UND BESONDERS UMWELTSCHONEND. von Dipl.-Ing. (FH) Thomas Merker, Geschäftsführer der Gasversorgung Unterfranken GmbH Die effizienten Heizungen, die auch Strom liefern lockheizkraftwerke (BHKW) arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugen gekoppelt Strom und Wärme. Die elektrische Energie wird über einen Generator produziert, den ein Verbrennungsmotor antreibt. Die dabei entstehende Abwärme, die im Motorblock anfällt und die im Abgas enthaltene Energie wird über einen Wärmetauscher entzogen und als Heizwärme genutzt. Hinsichtlich ihrer Energiebilanz belegen BHKW im Vergleich zu anderen Heizsystemen den Spitzenplatz. Denn sie verbrauchen nur einmal Energie, um sowohl Strom als auch Wärme zu liefern. Stellt man diese Arbeitsweise der herkömmlichen Arbeitsaufteilung gegenüber, bei der ein Heizgerät die Wärme liefert und der Strom von einem zentralen Kraftwerk bezogen wird, so reduziert ein BHKW den Energieverbrauch um circa ein Drittel und senkt den CO2-Ausstoß um rund die Hälfte. In der Regel werden Blockheizkraftwerke mit Erdgas betrieben. Wird der bereits emissionsärmste fossile Brennstoff durch Bio-Methan ersetzt, verbessert sich die CO2Bilanz nochmals deutlich. BHKW findet man in verschiedenen Leistungsgrößen von 1 kW bis zu 70 kW elektrischer Leistung und darüber hinaus. Die Nano- oder Mikro–Blockheizkraftwerke mit kleinen Leistungszahlen eignen sich für den Einsatz in Ein- oder Zweifamilienhäusern. BHKW mit hoher Leistung können Wärme und Strom für große Industriebetriebe oder ganze Wohngebiete liefern. Für einen wirtschaftlich sinnvollen Einsatz eines BHKW sollten lange Laufzeiten realisiert werden, damit sich die Investitions- und Betriebskosten amortisieren. Für Betriebe und öffentliche Einrichtungen, aber auch private Haushalte, die auf die moderne Energieversorgung zurückgreifen möchten, ohne die hohen Anschaffungskosten zu tragen, stellt Contracting eine interessante Alternative dar. Auch die Gasversorgung Unterfranken GmbH bietet Wärmecontracting an. Erst vor Kurzem wurde auf diese Weise am Standort Friedrich-Bergius-Ring des Kunststoff-Zentrum SKZ Würzburg ein BHKW realisiert. Die Anlage produziert mit einer elektrischen Leistung von 70 kW und einer thermischen Leistung von 115 kW jährlich rund 410.000 kWh Strom und 690.000 kWh Wärme. Mit der anfallenden thermischen Energie wird geheizt und im Sommer die feuchte Luft für die Klimatisierung der Laborräume getrocknet. Der Strom wird unter anderem für die vielen energieintensiven Langzeitprüfungen genutzt. Damit setzt das größte deutsche Kunststoff-Institut nicht nur im Bereich Kunststoff auf zukunftsweisende Lösungen, sondern geht auch bei der Energieversorgung mit gutem Beispiel voran.  ■ Dipl.-Ing. (FH) Thomas Merker Geschäftsführer der Gasversorgung Unterfranken GmbH Für einen wirtschaftlich sinnvollen Einsatz sollten lange Laufzeiten realisiert werden.“ Thomas Merker

11
www.B4BMAINFRANKEN.de/umwelt schwERpuNKt ENERgIEMANAgEMENt unterfränKIsche Überlandzentrale lÜlsfeld eg fairen Preisen DIE UNTERFRäNKISCHE üBERLANDZENTRALE LüLSFELD EG IM SüDLICHEN LANDKREIS SCHWEINFURT IST EINE IM JAHR 1910 GEGRüNDETE GENOSSENSCHAFT DEREN ZIEL ES URSPRüNGLICH WAR, DIE REGIONALE STROMVERSORGUNG IN EIGENER REGIE ZU ORGANISIEREN. DIESES ZIEL VERFOLGEN WIR BIS HEUTE IN EIGENER VERANTWORTUNG, KONZERNUNABHäNGIG UND WIRTSCHAFTLICH SELBSTSTäNDIG. Saubere Energie zu KontAKt Unterfränkische Überlandzentrale eG Schallfelder Str. 11 97511 Lülsfeld Tel.: 09382/604­0 Fax: 09382/604­104 email: uez@uez.de www.uez.de schwerpunKte • Stromversorgung • Stromerzeugung • Energiedienstleistungen und Beratung ehr als 55.000 Haushalte in fünf Landkreisen versorgen wir seit über 100 Jahren zuverlässig mit elektrischer Energie. Zu unseren Kunden zählt die heimische Wirtschaft ebenso wie die Kommunen. Unser Dienstleistungsangebot haben wir ständig erweitert und den Bedürfnissen unserer Kunden angepasst. Wir sind zum Energiedienstleister geworden und beraten kompetent in allen Fragen des Energiesparens, bei der Installation von Wärmepumpen und in der Haustechnik. Unsere Bauherrenberatung ist vielseitig und bietet Informationen zu Wärmeschutz, Warmwassermanagement oder Fotovoltaik. Heute gehören der Aufbau von Wärmenetzen, der Betrieb von Biogas- und Windkraftanlagen ebenso zu unseren Dienstleistungen wie die Bereitstellung von Daten aus geografischen Informationssystemen und die Wartung von Kundenanlagen. Wir betreiben ein Glasfasernetz und schaffen so unseren Kunden den Zugang zum schnellsten Inter- net, das heute verfügbar ist. Die Ziele der Energiewende für Deutschland im Jahr 2045 haben wir für unser Unternehmen schon heute erreicht. 75% unserer eigenen Energieerzeugung schöpfen wir aus erneuerbaren Energien. Wir sind gleichermaßen traditionsgebunden wie modern. Unsere dynamische Entwicklung beruht auf Nachhaltigkeit. Wir nehmen unsere soziale Verantwortung in der Region mit Leidenschaft wahr. Wir gehören seit vielen Jahren in die Spitzengruppe der preisgünstigsten Stromanbieter bundesweit und bieten nachts, an den Wochenenden und an Feiertagen überdurchschnittlich lange Strombezugs-Zeiten zum Niedrigpreis an. Wir setzen auf persönliche Erreichbarkeit für unsere Kunden. Callcenter sind uns fremd. Jüngste Umfragen bestätigen uns die Richtigkeit dieser Geschäftspolitik: Wir erhalten Bestnoten für Erreichbarkeit, Kompetenz und Zuverlässigkeit als der regionale Energieversorger dieser Region. Dafür arbeiten wir auch in der Zukunft. ■ gerd bock Geschäftsführender Vorstand Lesen Sie mehr zum Thema „Energieversorger“ auf SEITE VIII. fachaufsatz cRossMEdIAguIdEpARtNERINMAINFRANKEN

12
BlIcKpuNKt ENERgIEMANAgEMENt NETZPARITäT: SO WERDEN UNTERNEHMEN ZUM ENERGIEERZEUGER Solarstrom selbst verbrauchen von Rainer Bötsch, BSH-Zentrum für erneuerbare Energien Betriebskosten senken – Netzparität – drei Finanzierungsmodelle Rainer Bötsch Inhaber/Geschäftsführer as Einspeisen des Stroms von der eigenen Photovoltaikanlage ins Netz und die Inanspruchnahme der EEG-Vergütung (Erneuerbare Energien – Gesetz) sind sinnvoll, solange die Strombezugspreise niedriger sind als die Vergütung. Seit die Bundesregierung diese jedoch regelmäßig senkt (momentan 1,8 Prozent pro Monat) wird der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms immer attraktiver, besonders für Betriebe mit hohem Energieverbrauch. Ob und in welchem Umfang sich die Investition in eine großflächige PV-Anlage lohnt, kann man sich von einem fachkundigen Anbieter ausrechnen lassen. Beim Rechenexempel geht man von der Lebensdauer der PV-Anlage von 25 Jahren aus. Berücksichtigt werden auch eventuelle Kreditzinsen, Versicherung und Wartung. Wer Energieautarkie anstrebt, verzichtet auf die Einspeisevergütung.“ Rainer Bötsch Drei Möglichkeiten bieten sich den Gewebetreibenden: Sie können alle Investitionen und den Betrieb der PV-Anlage selbst übernehmen, nutzen den Solarstrom auch selbst und speisen den Rest ins Netz gegen die festgelegte Vergütung ein. Variante Nummer zwei wäre eine Fremdinvestition, das bedeutet, der Gewerbetreibende lässt die PV-Anlage von einem Investor installieren, übernimmt aber selbst den Betrieb und die ganze oder teilweise Nutzung. Dritte Möglichkeit wäre, sowohl die Investition als auch den Betrieb in andere Hände zu geben und nur die Nutzung zu behalten. Wer Energieautarkie anstrebt, verzichtet auf die Einspeisevergütung und nutzt die auf dem Markt angebotenen Speichermöglichkeiten, sodass der Betrieb von Tiefkühltruhe und Kühlschrank auch in der Nacht gewährleistet ist. Die Energieautarkie senkt außerdem die Netzschwankungen, mit denen die Stromanbieter zu kämpfen haben. Solarstrom dezentral erzeugt und direkt vom Dach zum Verbraucher – so sieht eine innovative und umweltschonende Lösung aus.  ■

13
www.B4BMAINFRANKEN.de/umwelt schwERpuNKt ENERgIEMANAgEMENt XIII gasVersorgung unterfranKen gmbh Moderne Wärme für Unterfranken ENERGIEWENDE MIT REGIONALER WERTSCHÖPFUNG ie Gasversorgung Unterfranken GmbH (gasuf) versteht sich als Energieversorger aus der Region für die Region: „Wir wollen die Energiewende hier in Unterfranken aktiv mitgestalten und achten bei unseren Projekten besonders auf eine regionale Wertschöpfung“, sagt Thomas Merker, der Geschäftsführer von gasuf. So baut gasuf beispielsweise Fernwärmenetze und Heizkraftwerke, die mit Wärme aus regenerativen Energien betrieben werden, und fördert über Wärmecontracting auch den Einbau von effizienten Heizsystemen in jeder Art von Gebäuden. Moderne Wärme für die Region Contracting-Vertrages, bei dem die gasuf die einmaligen Kosten für Anschaffung und Inbetriebnahme komplett übernimmt. Das SKZ zahlt im Gegenzug eine monatlich Wärmepauschale. Tanken mit gutem Gewissen KontAKt Gasversorgung Unterfranken GmbH Nürnberger Straße 125 97076 Würzburg Tel.: 09 31 / 27 94 ­ 3 Fax: 09 31 / 27 94 ­ 4 44 E­Mail: info@gasuf.de www.gasuf.de Eines der größeren Energieprojekte der letzten Jahre setzte gasuf in Partnerschaft mit der Stadt Ebern um. Hier wurde 2010 ein Fernwärmenetz realisiert, dessen zentrales Heizwerk mit Biomasse aus der Region betrieben wird und Wärme für mehrere Gewerbebetriebe liefert. Auch in Schwebheim und Gerolzhofen wurden in den letzten Monaten zwei Fernwärmeprojekte umgesetzt. Hier liefern die Energie zwei moderne Blockheizkraftwerke (BHKW), die ausschließlich mit CO2-neutralem Bio-Methan betrieben werden. Dadurch fällt die Umweltbilanz besonders günstig aus. Im Süddeutschen Kunststoff Zentrum (SKZ) in Würzburg ging ebenfalls vor Kurzem ein BHKW in Betrieb. Das Institut bezog die effiziente Anlage im Rahmen eines Gasversorgung Unterfranken GmbH Auch im Bereich der Erdgasmobilität ist gasuf engagiert. Nicht nur die meisten Fahrzeuge des Firmenfuhrparkes werden mit Erdgas betankt, sondern das Unternehmen betreibt zusammen mit seinen Beteiligungen zudem fünf Erdgastankstellen im Versorgungsgebiet. Dass erdgasbetriebene Autos rund 20 Prozent weniger CO2 ausstoßen als ihre benzinbetriebenen Pendants reicht gasuf nicht: „Wir möchten, dass das Erdgas an unseren Tankstellen 100 Prozent klimaneutral ist“, sagt Merker. gasuf sorgt deshalb dafür, dass Emissionen an anderer Stelle gebunden werden und investiert in ein Projekt zur Aufforstung von Wäldern in Neuseeland. gasuf ist vor Ort schwerpunKte • Energie (Erdgas) • Wärme Neben Investitionen in der Region und ökologischem Engagement zeichnet sich gasuf auch durch fair kalkulierte Preise und einen kundenfreundlichen Service mit Ansprechpartnern direkt vor Ort aus. Darauf ist Merker stolz: „Wir sind ein Unternehmen zum Anfassen, denn eine moderne Energieversorgung funktioniert nur, wenn auf alle Kundenwünsche individuell eingegangen werden kann.“ ■ Die 1964 gegründete Gasversorgung Unterfranken GmbH (gasuf) mit Hauptsitz in Würzburg ist heute in rund 70 Städten und Gemeinden in Unterfranken als Grundversorger aktiv und beliefert circa 29.000 Kunden verlässlich mit Erdgas. Seit 2011 bietet der regionale Versorger auch für Haushalte in Würzburg Stadt und Land und seit 2013 für die Stadt Aschaffenburg einen günstigen regio-Tarif an. Daneben ist das Unternehmen seit Langem auch in den Bereichen Wärme und regenerative Energien tätig und setzt sich für eine umweltfreundliche Mobilität ein. Dipl.-Ing. (FH) Thomas Merker Geschäftsführer der Gasversorgung Unterfranken GmbH Lesen Sie mehr zum Thema „Blockheizkraftwerke“ auf SEITE X. fachaufsatz cRossMEdIAguIdEpARtNERINMAINFRANKEN

14
BlIcKpuNKt ENERgIEMANAgEMENt Weltweit größte CEO-Studie zur Nachhaltigkeit ZWEI VON DREI VORSTANDSCHEFS (67 PROZENT) SIND DER MEINUNG, DASS UNTERNEHMEN NICHT GENüGEND TUN, UM GLOBAL NACHHALTIGER ZU WIRTSCHAFTEN. DIE GROSSE MEHRHEIT DER TOP-MANAGER STEHT WEITER HINTER DEM KONZEPT DER NACHHALTIGKEIT, WüNSCHT SICH ABER MEHR UNTERSTüTZUNG DURCH DIE POLITIK. as sind die wichtigsten Ergebnisse der CEO-Nachhaltigkeitsstudie des United Nations Global Compact und des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture. Deutsche Vorstände sind besonders skeptisch, was den Fortschritt in Sachen Nachhaltigkeit angeht. Neun von zehn Unternehmenslenkern (87 Prozent) halten die bisherigen Anstrengungen für unzureichend. Für die Befragung bewerteten insgesamt 1.000 Vorstandschefs in 103 Ländern den Fortschritt der globalen Wirtschaft im Bereich der Nachhaltigkeit. Die Studie erscheint alle drei Jahre und ist die weltweit größte Befragung von CEOs zu diesem Thema. Sie umfasst außerdem ausführliche Interviews mit 75 Top-Managern und analysiert, wie es Unternehmen gelingt, Nachhaltigkeit und Geschäftserfolg miteinander zu verbinden. Große Zustimmung für Idee aber viele Hindernisse bei Umsetzung Demnach verstehen immer mehr Firmenlenker Nachhaltigkeit als Chance. 78 Prozent sehen darin eine Möglichkeit, weiter zu wachsen und innovativer zu werden, und 79 Prozent glauben, dass sie durch nachhaltigeres Wirtschaften künftig einen Wettbewerbsvorteil in ihrer Branche haben werden. Jedoch hindern die momentane wirtschaftliche Lage und widerstreitende Prioritäten die Firmenchefs daran, Nachhaltigkeit in ihren Unternehmen zu verankern. Wie schon 2010 erachten 93 Prozent der Befragten Umweltbelange, soziale Fragen und verantwortungsvolle Unternehmensführung als wichtig für die geschäftliche Zukunft ihrer Firmen. Allerdings ist die Zahl derjenigen, die Nachhaltigkeit für sehr wichtig halten von 54 Prozent vor drei Jahren auf jetzt 45 Prozent gesunken. In Europa sind es sogar nur noch 34 Prozent. Andererseits ist die große Mehrheit (84 Prozent) der Meinung, dass die Wirtschaft Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit sein sollte, verweist aber auf eine Reihe von Hindernissen: • Größte Hürde ist demnach der Mangel an Kapital (51 Prozent). Für 40 Prozent der Unternehmensführer erschwert die derzeitige wirtschaftliche Lage die Einbettung entsprechender Maßnahmen in ihr Kerngeschäft. • Die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Geschäftserfolg herzustellen, wird zunehmend als Problem erkannt. Sahen im Jahr 2007 nicht einmal jeder Fünfte (18 Prozent) diesen Punkt als kritisch, so sind es in diesem Jahr bereits mehr als ein Drittel (37 Prozent). Genauso viele Firmenchefs (38 Prozent) glauben, den Wertbetrag von Nachhaltigkeit tatsächlich angemessen quantifizieren zu können. In Deutschland sind es deutlich weniger (18 Prozent). Und während 43 Prozent der deutschen Vorstände angeben, über eine dezidierte Strategie für zukunftsgerichtetes Handeln zu verfügen, sind es weltweit mit 56 Prozent erheblich mehr. • Nur wenige CEOs (15 Prozent) sind der Ansicht, dass sich Nachhaltigkeit als unverzichtbares Kaufkriterium durchgesetzt hat. Die große Mehrheit (82 Prozent) hält aber genau das für entscheidend, damit das Konzept seine verändernden Wirkung voll enfalten kann. Fast jeder Zweite (46 Prozent) glaubt allerdings, dass für Konsumenten der Preis, die Qualität und die Verfügbarkeit immer wichtiger sein werden als die Nachhaltigkeit eines Produktes. • Für 52 Prozent aller Befragten ist das Interesse von Investoren an Nachhaltigkeit ein Anreiz, um entsprechende Maßnahmen in ihrem Unternehmen anzustoßen. Jedoch gaben nur 12 Prozent Druck von Investoren als entscheidende Motivation für ihr Handeln an. 69 Prozent glauben, dass die Interessen der Finanziers ihr Handeln in Zukunft mehr in Richtung Nachhaltigkeit beeinflussen wird. • Die Studie zeigt auch unterschiedliche Prioritäten: Während im Rest der Welt vor allem Bildung und Ausbildung als wichtig für den zukünftigen Geschäftserfolg identifiziert werden, nennen besonders viele deutsche CEOs Energie (62 vs. 39 Prozent global) und den Klimawandel (44 vs. 29 Prozent global) als die größten Herausforderungen. „Die große Schwierigkeit liegt darin, das volle Potenzial von Unternehmen zu entfalten, um Märkte und Gesellschaften rund um den Globus nachhaltiger zu gestalten. Das zeigt die Studie deutlich“, so Georg Kell, Executive Director von UN Global Compact. „Vom Marktführer bis zum Kleinunternehmen haben sich tausende von Unternehmen auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung verpflichtet – diesen Schwung gilt es zu nutzen.“ ■

15
www.B4BMAINFRANKEN.de/umwelt zugutERlEtzt B4BMAINFRANKEN cRossMEdIAguIdEpARtNER Bayernwerk AG Region Unterfranken Bismarckstraße 9 –11 97080 Würzburg Tel.: 0931 300-0 Fax: 0931 300-2563 www.bayernwerk.de BSH GmbH & Co. KG Bamberger Straße 44 97631 Bad Königshofen Tel.: 09761/395670 Fax: 09761/3956711 E-Mail: info@ bsh-energie.de www.bsh-energie.de Unterfränkische Überlandzentrale eG Schallfelder Str. 11 97511 Lülsfeld Tel.: 09382/604-0 Fax: 09382/604-104 email: uez@uez.de www.uez.de Gasversorgung Unterfranken GmbH Nürnberger Straße 125 97076 Würzburg Tel.: 09 31 / 27 94 - 3 Fax: 09 31 / 27 94 - 4 44 E-Mail: info@gasuf.de www.gasuf.de Impressum Herausgeber: vmm wirtschaftsverlag gmbh & co. KG Berner Str. 2, 97084 Würzburg Tel.: 0931 6001-1800 Fax: 0931 6001-1804 www.vmm-wirtschaftsverlag.de www.B4BMAINFRANKEN.de Chefredaktion: Ulrich Pfaffenberger Redaktion: Elmar Behringer Autoren: Gerd Bock, Rainer Bötsch, Rolf Freudenberger, Thomas Merker Anzeigenleitung: Daniela Dobresko, E-Mail: daniela.dobresko@ vmm-wirtschaftsverlag.de Grafik: Cornelia Anders, Peter Besel (Bild), Adnan Badnjevic (Anzeigen) Art Director: Markus Ableitner Bilder: vmm-Archiv; fotolia.com Vermarktung: Main-Post GmbH & Co. KG Berner Str. 2, 97084 Würzburg Angelika Fuchs, Tel.: 09721 548-8737 angelika.fuchs@mainpost.de Annette Hoferer, Tel.: 09364 815195 hoferer@hoferer-media.de Vertrieb: Main-Post Logistik GmbH Berner Str. 2, 97084 Würzburg Verbreitungsgebiet: Region Mainfranken Haftung: Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig erarbeitet, Dennoch übernehmen Herausgeber, Autoren, Redaktion und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Druckfehler keine Haftung Geschäftsführer: Urheberrecht: Andres Santiago, Renate Dempfle Alle abgedruckten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Heftbestellung und Adressänderungen: Birgit Eckenweber, Nachdruck oder anderweitige Verwendung sind nur mit vorheTel.: 0931 6001-1803, riger schriftlicher Genehmigung E-Mail: birgit.eckenweber@ vmm-wirtschaftsverlag.de des Herausgebers erlaubt.

16
stermin: Erscheinung November nnerstag, 28. Do IT & COMPUTER 2013 Präsentieren Sie sich in unserem neuen hochwertigen Magazin »IT & Computer« als kompetentes und sympathisches Unternehmen. Profitieren Sie von einem interessanten redaktionellen Umfeld mit spannenden Themen rund um Software, Kommunikation und Service. In diesem Magazin stellen wir unseren Leserinnen und Lesern Unternehmen und Ihre Dienstleistungen in Form eines Firmenporträts vor. Seien auch Sie mit dabei! Anzeigenschluss: Donnerstag, 17. Oktober 2013 Zusätzliche Durchschlagskraft Ihrer Werbebotschaft erzielen Sie durch: + Einen von Ihnen verfassten Fachbeitrag im Magazin + Veröffentlichung Ihres Firmenporträts auf www.B4BMAINFRANKEN.de + Ein für Sie produziertes Video auf www.B4BMAINFRANKEN.de über Ihr Unternehmen Und das ohne weitere Kosten für Sie! Gerne vereinbaren wir einen persönlichen Beratungstermin mit Ihnen. Verbreitungsgebiet Schweinfurt Angelika Fuchs Telefon (0 97 21) 548 - 87 37 angelika.fuchs@mainpost.de Verbreitungsgebiet Würzburg Annette Hoferer Telefon (0 93 64) 81- 51 95 hoferer@hoferer-media.de