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Ritterturnier Kaltenberg

Kampf um`s Königreich

Expertentipps | 25.06.2010

Kampf um`s Königreich
Kampf um`s Königreich

Im vollen Galopp rasen die Kontrahenten und ihre Streitrösser aufeinander zu. Römische Rüstungen und Lanzen sind auf ihr Ziel gerichtet.

Mit einem lauten Krachen zersplittert die Waffe des schwarzen Ritters an der Brust seines Gegners. Dieser verliert sein Gleichgewicht und fällt zu Boden. Die Anhänger des schwarzen Ritters toben auf den Rängen der Arena. Wird es einem Ritter gelingen, das Böse zu besiegen?

Bereits im 4. Jahrzehnt veranstaltet Prinz Luitpold mit seiner Gemahlin Prinzessin Beatrix von Bayern das Ritterturnier zu Kaltenberg. In diesem Jahr verzaubert der erste Teil der Trilogie von König Artus Tafelrunde die Besucher. Erstmalig wird das Publikum sogar direkten Kontakt mit den Protagonisten haben. Auf dem Gelände von Schloss Kaltenberg können die Besucher nun also auf Tuchfühlung mit dem schwarzen Ritter gehen. Doch zu nahe kommen sollte man dem bewaffneten Bösewicht nicht. Es sei denn, man verfügt über schützende Zauberkräfte. Doch die hat nur einer in dieser ritterlichen Runde: Zauberer Merlin.

Der bekannte TV- und Radiomoderator Roman Roell wird in der Rolle des sagenumwobenen Zauberers durch den Dreiteiler führen und die Ritter der Tafelrunde präsentieren.

Der Auftakt des Spektakels „Kampf um das Königreich“ dreht sich um die Liebesgeschichte des Ritters Lancelot und Königin Guinevra.

Aufwendige neue Kostüme, Wappen und Figuren werden zu sehen sein. Da die Turniergeschichte erstmalig mit dem Markt- und Lagerleben verwoben wird, residieren die Helden des Turniers mitten im Volk. Die aus sieben europäischen Ländern rekrutierten Ritter werden in mehreren Lagern auf dem im vergangenen Jahr vergrößerten Gelände in Kaltenberg ihr Quartier nehmen.

Das bunte Spektakel von Gauklern, Händlern und Künstlern ist neben dem Turnier selbst zum Publikumsmagneten geworden. Bei der Auswahl der Händler legt seine königliche Hoheit Prinz Luitpold höchstpersönlich größten Wert auf Authentizität – sowohl was die Ware als auch die Stände angeht. „Wir haben für manche Stände die besten Theaterbühnenbilder engagiert, damit das Erscheinungsbild so perfekt wie möglich wird“, erinnert sich der Veranstalter. Inhaltlich wird es natürlich romantisch, aber auch sehr spannend werden …

Die Geschichte
Direkt nach seiner Hochzeit mit der wunderschönen Guinevra muss sich König Artus Übergriffen in Burgund erwehren, während seiner Abwesenheit verlieben sich Ritter Lancelot und Königin Guinevra ineinander. Dramatische Wendungen nehmen ihren Lauf, als Ritter Mordred von der Tafelrunde ausgeschlossen wird und mit der Zauberin Morgana ein Bündnis schmiedet, die für ihre nicht erwiderte Liebe zu ihrem Halbbruder Artus Genugtuung sucht. Gemeinsam trachten sie, die Affäre zwischen Lancelot und Guinevra zu ihrer Machtergreifung zu nutzen. Als Guinevras Leben auf dem Spiel steht, sieht sich Merlin gezwungen, gegen Morgana zu kämpfen. Ein großes traditionelles Ritterturnier soll über Leben und Tod der Königin entscheiden, über Treue und Verrat unter den Rittern der Tafelrunde, über Recht und Wahrheit um den Thron.

Die Idee
Dass Seine Königliche Hoheit nach über 30 Jahren des Turniers noch mit derartigem Herzblut bei der Sache ist, erklärt sich mit seiner absoluten Leidenschaft und Überzeugung für das Ritterspektakel. Der Zauber des Mittelalters wirkte früh im Leben des bayerischen Prinzen.

Luitpold von Bayern wuchs im Schloss Leutstetten auf, das 1875 von König Ludwig III. erworben wurde. Dort stand die schwere Rüstung Christof des Starken, kein Wunder also, dass die Kinderspiele des Prinzen vom Ritterleben bestimmt wurden. „Wir haben als Kinder mit Begeisterung Ritter gespielt. Mit Schwertern aus Holz und Lanzen aus langen Stecken haben wir heroische Kämpfe ausgetragen ...” Und so beschloss Prinz Luitpold, anlässlich eines nahenden, großen Familienjubiläums seinen Kindheitstraum, ein Mittelalterfest zu veranstalten, „mit Poesie und Magie“ wahr werden zu lassen.

Dass aus diesem Traum eine Veranstaltung von Weltruhm werden würde, hat er sich damals sicherlich nicht träumen lassen.

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