101 Köpfe | 01.10.2010
Im aktuellen Interview: Udo Vonderlinden (42). Er ist Marketingberater und leitet die Agentur Medioton in Giebelstadt. Seine Lieblingsthemen: Beruf, Berufung, Leidenschaften.
Herr Vonderlinden, beschreiben Sie uns doch mal Ihren Beruf, dass ein Sechsjähriger verstehen würde, was Sie tun.
Vonderlinden: Wenn die Mami Dir Spielsachen kaufen will, dann sucht sie erstmal im Internet danach, richtig? Ich helfe den Spielwarengeschäften dabei, dass Deine Mami genau die und keine anderen findet. Und dass Mami dann auch dort kauft.
Nennen Sie drei Eigenschaften, die am wichtigsten sind.
Vonderlinden: Guter Wille, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit.
Was lesen Sie gerade?
Vonderlinden: Viele Fachbücher. Als „aktuell private Lektüre“ würde ich Ferdinand von Schirachs „Schuld“ nennen, ein sehr beeindruckendes kleines Buch. Und Jim Collins „Der Weg zu den Besten“, Managementliteratur vom Feinsten.
Können Sie da noch einige andere Bücher empfehlen?
Vonderlinden: Ja, sehr viele. Definitiv David Ogilvys „Geständnisse eines Werbemannes“. Dann natürlich Edward Bernays „Propaganda …“. Und etwas moderner Alexander Christianis „Magnet Marketing“. Bezogen auf Internetmarketing empfehle ich eher Blogs und Web-Portale.
Haben Sie ein Hobby?
Vonderlinden: Mein Sport ist das Body Building. In meinem Alter nicht mehr auf Gedeih und Verderb, aber doch intensiv und konsequent. Und ich lese eigentlich in jeder freien Minute von der Toilette bis zur Bahnschranke Gerade entdecke ich Hörbücher und Podcasts für das Auto.
Was tun Sie am liebsten?
Vonderlinden: Da gibt es vieles. Ganz klar mein Beruf. Große, blutige Steaks mit frischem Fassbier. Gute Fachbücher lesen. Das alles verlöre aber an Bedeutung ohne das Wichtigste: meine Familie.
Hatten Sie in Ihrer Jugend Idole?
Vonderlinden: Idol ist zuviel gesagt, aber meinen Vater fand ich gut.
Wen bewundern Sie heute?
Vonderlinden: Bis vor zwei Jahren niemanden. Heute Alleinerziehende.
Haben Sie mal etwas total Verrücktes getan und wenn ja, was?
Vonderlinden: Oh ja, mehrfach. Aber das ist definitiv nichts für die Öffentlichkeit.
Gibt es ein Zitat, an Sie Sich nachhaltig erinnern?
Vonderlinden: Gut gefällt mir ein Wort von Victor Richards, einem Bodybuilder: „Bevor Du gegen andere konkurrierst, musst Du erst einmal erfolgreich gegen Dich selbst angetreten sein.“ Und Ex „Mister Tagesthemen“ Uli Wickert sagte mal "Die Welt braucht gute Nachrichten. Sorgen Sie für eine."
Welchen Film würden Sie spontan empfehlen?
Vonderlinden: „Wall Street“, erster Teil von 1985, Orson Welles „Citizen Kane“ und wer mal richtig lachen will „Hang Over“.

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mainfranken kennen!
Aktuell: Susanna Khoury. Seit zehn Jahren gestaltet sie als eine der Chefredakteurinnen Monat für Monat das Kulturmagazin Leporello unter dem Dach des eigenen kunstvoll Verlages in Würzburg. Leporello ist heute das regionale Kulturmagazin, das mit Charme und jeder Menge Kultur-Know-how das Kulturgeschehen in einer bislang einzigartigen Mixtur bündelt.