Der SAP-Spezialist für Intralogistik

101 Köpfe: Stefan Popp im Interview

101 Köpfe | 09.09.2014

Stefan Popp
Stefan Popp

Stefan Popp ist der Vorstandsvorsitzende der Würzburger Flexus AG, die für prozessorientierte Implementierung von SAP-Lösungen der Intralogistik steht.

Das Portfolio setzt sich zusammen aus dem FLX-SLS Staplerleitsystem, einem umfassenden Angebot für mobile SAP® Datenerfassung, dem FLX Yard Management und der Integration des Versandhandels in die Logistik. Die innovativen SAP-Addons basieren auf langfristig aufgebautem Expertenwissen. Für den Projekterfolg sind mehr als 40 Mitarbeiter im Einsatz.


Herr Popp, was war die Initialzündung für die Gründung der Flexus AG vor 20 Jahren?

Stefan Popp: Ich war neun Jahre bei Siemens, sechs Jahre in der IT-Abteilung im Werk und habe die SAP-Software in der Zentrale betreut. Dann habe ich festgestellt, dass man mehr erreichen kann, wenn man selbstständig ist. Mann kann mit mehr Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität die Projekte realisieren und den Vorteil kurzer Entscheidungswege nutzen.


Wenn Sie auf die letzten 20 Jahre zurückblicken, welche Ereignisse oder Maßnahmen waren im Nachhinein die großen Meilensteine für Flexus AG?

Nach der Gründung der GmbH 1995 stellten wir sogleich die ersten Mitarbeiter ein. Zuvor waren wir ein Zusammenschluss von vielen freien Beratern, die SAP-Applikationen bei Kunden eingeführt haben. Im Jahr 2000 wurde dann die Flexus AG gegründet. Ein weiterer großer Schritt war die Zertifizierung unserer ersten SAP-Addons direkt bei SAP. Danach wurden wir SAP-Partner. 2009 haben wir aufgrund des starken Mitarbeiterzuwachses unser eigenes Firmengebäude in Lengfeld bezogen.

Zu Ihrem Produktportfolio gehören das Transport-/Staplerleitsystem und zahlreiche Lösungen für die mobile Datenerfassung in SAP. Was ist das eigentliche Steckenpferd?

Das sind unsere innovativen Technologien. Wir orientieren uns stets an den Neuigkeiten am Markt. Somit sind wir in den Bereichen Logistik für Staplerleitsysteme und der mobilen Datenerfassung stets am Puls der Zeit. Von dieser Erfahrung profitieren wir auch bei der Implementierung von Multi-Channel-Strategien im Online-Handel.

Auf was kommt es bei der Entwicklung solch komplexer Software besonders an?

Was ich mit meinem Team gerne mache, ist Ideenfindung und „ungehemmtes Spinnen“. Durch die vielfältigen Logistikprojekte können wir unsere Ideen zur Optimierung gemeinsam mit unseren Kunden umsetzen. Um die SAP-Addons dann im weiteren Verlauf am Markt zu positionieren, ist ein langer Atem nötig. Grundvoraussetzungen dafür sind Eigenkapital und Zeit.

Wo möchten Sie mit Flexus in fünf Jahren stehen?

Wir möchten in fünf Jahren der Marktführer im Bereich der Transport-/Staplerleitsystem sein, 80 Mitarbeiter beschäftigen und unser neues Bürogebäude beziehen.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für Flexus in den nächsten zwei Jahren?

Aufgrund des Wachstums des Unternehmens wird es eine Herausforderung sein, auch zukünftig den hohen Qualitätsstandard weiter anzuheben. Unser internes Schulungskonzept fördert das Know-How der Mitarbeiter kontinuierlich und orientiert sich an der Umsetzung neuer Ideen. Die stetig steigenden Anforderungen der Kunden werden auch künftig im Mittelpunkt unseres Support-Teams stehen.

…und wo sehen Sie die größten Chancen?

Wir werden weiterhin pfiffige Lösungen und Add-ons entwickeln und unsere Stärke im Bereich der SAP-Logistik weiter ausbauen. Wir sehen verstärkt weiteres Wachstumspotenzial in der übergreifenden und der mobilen Logistik. Ein weiterer wachsender Markt ist die Zusammenarbeit mit anderen Consulting-Unternehmen, die an unseren Lösungen interessiert sind.

Der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen ein aktuelles Thema. Trifft dies auch bei Flexus AG zu?

Wir pflegen seit Jahren eine gute Zusammenarbeit mit regionalen Ausbildungsstätten, wie der Universität Würzburg und dem Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft und Datenverarbeitung. Für unsere Berufseinsteiger führen wir ein Trainee-Programm durch. Derzeit haben wir Bedarf an erfahrenen SAP-Beratern mit Logistik Know-how.

Gibt es etwas, was Sie an Ihrem Beruf nicht mögen? Und was tun Sie besonders gerne?

Ich stelle sehr gerne junge Mitarbeiter ein, die im Team innovative Ideen und Lösungen entwickeln, die außerhalb des Normalen liegen. Teamfähigkeit und Engagement sind dabei wichtige Schlüsselfaktoren, die eine gute Zusammenarbeit ermöglichen. Fehlen diese Kompetenzen, gestaltet sich die Zusammenarbeit meist schwierig.

Gibt es etwas, auf das Sie besonders stolz sind….?

Dass wir es geschafft haben, viele junge Mitarbeiter über Jahre hinweg zu guten Technikern auszubilden! Diese sind mittlerweile Leistungsträger bei uns, und interessanterweise auch in der Gesellschaft, sprich bei der Feuerwehr oder in Vereinen engagiert. Sie haben ihren Weg gefunden und sind mit 19 oder 20 Jahren zu uns gekommen. Ich bin stolz, dass wir sie mit Geduld gefördert haben.

Über welche Ihrer Eigenschaften schmunzeln Sie am meisten?

Meine Ungeduld. Mit Ungeduld meine ich, dass ein Unternehmen stets vorangetrieben werden muss. Meine größte Tugend ist die Neugierde auf neue Projekte. Außerdem bin ich jemand, der lange an das Gute im Menschen glaubt.

Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Ich lese pro Woche ein bis zwei Bücher. Es gibt für mich nur ganz wenige Bänder, die so gut sind, dass sie mir ganz besonders in Erinnerung bleiben.

Mit was erfreuen Sie Ihre Freunde ganz besonders?

Mit lustigen Geschichten und Sprüchen aus dem Büroalltag.

Mit was kann man Ihnen eine große Freude machen?

Mit Ideen und Initiativen, gutem Essen und einem guten Frankenwein. Ich koche auch gerne selbst für Freunde.

Wenn Sie gerne kochen, wenn würden Sie gerne zum Essen einladen?

Ich würde sehr gerne Bill Gates einladen. Dieser ist ein Vorbild für die Gesellschaft, da er sich nicht nur um seinen Weltkonzern kümmert, sondern auch sehr viele soziale Projekte mit sehr großem Engagement unterstützt.

http://www.flexus.de/de/

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