Der Steuer-Mann

Jürgen Jankowski

101 Köpfe | 20.07.2010

101 Köpfe: #6: Jürgen Jankowski
101 Köpfe: #6: Jürgen Jankowski

Geschäftsführer und Gesellschafter von Dr. Kley Steuerberater in Würzburg, Schweinfurt und Kitzingen. Obwohl - oder vielleicht weil - er beruflich in nahezu allen Ecken Deutschlands unterwegs war, freut er sich besonders, wieder ganz in seiner Heimat Unterfranken angekommen zu sein.

Herr Jankowski, Sie waren mehr als zehn Jahre für die Ausbildung zukünftiger Steuerberater bei einem der größten, diesbezüglichen Fortbildungsinstitute in Deutschland tätig...

Jankowski: …ja, ich war beim Lehrgangswerk Haas als Referatsleiter in der Fortbildung zum Steuerberaterexamen tätig. Diese Aufgabe war eine große Herausforderung, die ich nur erfolgreich bewältigen konnte, indem ich selbst kontinuierlich auf dem höchsten Stand des Wissens im Steuerrecht war.

Es hat mir große Freude gemacht, mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten, die viel Elan und Fleiß mitbrachten und neben ihrer Berufstätigkeit Steuerberater werden wollten. Ich hoffe, dass mich das selbst ein wenig jung gehalten hat.

Haben Sie dabei in allen Bereichen des Steuerrechts unterrichtet?

Jankowski: Nein, das kann heute wohl keiner mehr alleine abdecken. Dafür ist unsere Gesetzgebung viel zu „einfallsreich“. Ich war allerdings mit dem Einkommensteuer-, dem Körperschaftsteuer- oder auch dem Bilanz- und Umwandlungssteuerrecht für sehr wirtschaftsnahe und sehr breit angelegte Steuergebiete verantwortlich. Die betreffen wirklich jeden Steuerzahler in unserem Land.

Aber warum sind Sie dann seit ein paar Jahren wieder als Steuerberater in Würzburg quasi sesshaft geworden?

Jankowski: Das ist ganz einfach. Ich war immer auch als Steuerberater tätig. Als ich vor drei Jahren aber entschieden habe, dies wieder zu meinem einzigen Beruf zu machen, kam für mich nur Würzburg in Frage. Hier ist meine Heimat, hier lebt meine Familie und hier bin ich sogar zur Bundeswehr gegangen. Wussten Sie, dass es in Unterfranken wesentlich mehr Sonnentage als in anderen Regionen Deutschlands gibt?

Ich glaube aber auch, dass meine Verbundenheit und die meiner Partner mit der Stadt und der Region wichtig für viele unserer Mandanten sind. Es ist viel leichter auf der Basis einer gemeinsamen Herkunft, ein besonderes Maß an Vertrauen aufzubauen. Dieses gegenseitige Vertrauen ist für uns als Steuerberater überlebenswichtig. Unsere Mandanten können voll und ganz darauf setzen.

Sie sagen dies, obwohl Ihre Kanzlei eine der schnellst wachsenden und größten Steuerberaterkanzleien in Unterfranken sein soll - wie verträgt sich das mit der Nähe, die Sie zu Ihren Mandanten haben wollen?

Jankowski: Die Kanzlei Kley Reich Jankowski, die seit ein paar Monaten Dr. Kley Steuerberater heißt, ist in der Tat in den letzten fünf Jahren in besonderem Maße gewachsen. Wir haben uns erst vor zwei Monaten in Schweinfurt und Kitzingen weiter verstärkt und sind nun die größte Steuerberaterkanzlei in Würzburg und wahrscheinlich sogar in Unterfranken.

Allerdings arbeiten wir für unsere Mandanten genauso weiter, wie Sie es gewohnt sind. Jeder Mandant hat seine persönlichen und gleichbleibenden Ansprechpartner für die verschiedenen Bereiche unserer Tätigkeit. Unseren unveränderten Qualitätsanspruch belegen wir auch damit, dass wir nach wie vor im Verhältnis 1 zu fünf arbeiten. D.h. auf jeden Steuerberater kommen fünf Mitarbeiter. Da kann der Berater noch alles persönlich im Auge behalten. Das ist für uns unverzichtbar.

Wenn Sie an Ihrer Heimatstadt Würzburg so hängen, gibt es auch Dinge, die sie gerne anders hätten?

Jankowski: Meine Frau, meine drei Kinder und ich sind hier fest verankert und engagieren uns gerne in und für die Region - etwa beim FV 04 oder auch beim Trägerverein des Kindergartens Heilig Geist.

Ich glaube aber dennoch, dass Würzburg seine Chancen noch besser nutzen könnte. Manchmal würde ich mir mehr Mut und mehr frischen Wind in der Stadt wünschen. Ich bin zum Beispiel sehr gespannt, wie die Diskussion in der Hofstraße beim Mozartareal ausgehen wird. Ich denke wir brauchen als Stadt und als Region solche Impulse.

 

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