Digitalisierungspartner: Unterfränkische Überlandzentrale

Digitalisierung in ländlicher Region

Foto: Unterfränkische Überlandzentrale

Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet of Things, alles Schlagworte die eine moderne und zukunftsfähige Industrie-, Wirtschaftskultur und Infrastruktur suggerieren. Doch wie steht es damit in der ländlichen Region?

Voraussetzung für die Digitalisierung in sämtlichen Wirtschaftszweigen ist eine moderne und fortschrittliche Breitbandinfrastruktur. Denn eine schnelle Internetverbindung wird in Zukunft Standortfaktor Nummer eins sein. Ohne einen entsprechend breitbandigen Glasfaseranschluss ist es für moderne Betriebe kaum mehr möglich ihre Geschäfte zu erledigen und am Markt konkurrenzfähige Angebote platzieren zu können. Immer mehr Datenmengen müssen für Projektabwicklungen, Fernwartungen von Industrieanlagen, oder Videokonferenzen übertragen werden. In deutschen Ballungsgebieten ist die Infrastruktur bereits darauf ausgelegt. Auch die Großindustrie hat entsprechende Breitbandversorgungen bereits erhalten. Wer allerdings dem Ganzen hinten ansteht ist der in Deutschland tragende Wirtschaftsmotor, der Mittelstand. In ländlichen Gebieten ist eine breitbandige Internetversorgung nach wie vor nicht flächendeckend ausgebaut. Mit dem Bayerischen Förderprogramm wird zwar Glaserfaser in die Ortschaften gebracht, allerdings greift man ab dem Ortsnetzverteiler nach wie vor auf die bestehende Kupferinfrastruktur zurück. Hier gibt es immer noch starke Einbußen in der Performance. Die Unterfränkische Überlandzentrale „ÜZ“ hat sich hier in den letzten Jahren mit verschiedenen Partnern stark dafür eingesetzt, dass die Gemeinden in der Region an solchen Förderprogrammen teilnehmen können und sie hierbei tatkräftig unterstützt.

Bereits vor über 20 Jahren hat die ÜZ damit begonnen Ihr Glasfasernetz aufzubauen. Damals vorranging um die Steuerleitungen aus Kupfer zu ersetzen. Nach und nach hat man das Netz immer weiter ausgebaut und auch eine spätere Nutzung mit Telekommunikationsdiensten ins Auge gefasst.

„Inzwischen können wir in unserer Region auf über 600 km verlegte Glasfaserinfrastruktur zurückgreifen. Darunter wurden auch bereits zahlreiche Gewerbe- und Industriegebiete sowie Siedlungsgebiete mit FTTH-Netzen (Fibre to the Home, also Glasfaser bis ins Haus) erschlossen bzw. vorbereitet. Hierdurch ist es möglich den Gewerbe- und Industriekunden sowie deren Mitarbeitern zu Hause schon heute hohe Bandbreiten mit bis zu 200 Mbit/s in Standardprodukten und bis zu 1000 Mbit/s in Businessprodukten zu ermöglichen. Höhere Bandbreiten werden bald möglich sein. Stand der Technik ist derzeit VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s. Mit einem FTTH-Netz kann also jetzt schon mehr als die vierfache Geschwindigkeit im Vergleich zur VDSL-Technik erreicht werden. Unser Ziel ist es an dieser Stelle die Wirtschaftskraft im ländlichen Gebiet weiter zu stärken und einer Abwanderung in die Ballungszentren und somit dem Aussterben von ländlichen Gemeinden entgegenzuwirken.

Als starker Partner versuchen wir unseren Kunden hochqualitative Breitbandanschlüsse zu bieten. Genauso sind wir Partner vieler Kommunen und haben mit dem Bau eines modernen Rechenzentrums die Möglichkeit geschaffen, Gemeinden und Kommunen eine Direktanbindung anbieten zu können und somit unser Dienstleistungsportfolio um Serverhousing und –hosting erweitert. Über dieses Rechenzentrum stellen wir bereits heute digitale Dienstleistungen im Bereich der Geoinformation zur Verfügung. Mit unserem leistungsstarken GIS-System (geographisches Informationssystem) erleichtern wir vielen Gemeinden in der Umgebung aber auch in anderen bayerischen Regierungsbezirken die Arbeit.“, so Christian Schraut von der Unterfränkischen Überlandzentrale.

Nicht nur die ansässigen Unternehmen und Eigenheime haben auf Grund der zunehmenden Digitalisierung einen Bedarf an höherer Bandbreite und Glasfaseranbindungen, auch die ÜZ selbst ist mitten im Digitalisierungsprozess. Schlagwörter wie Smart Grid oder Smart Meter (intelligente Stromnetze und Zähler), sind in den Medien ständig präsent. Was hat es damit auf sich? Mit der Energiewende hat sich, wie der Begriff schon sagt, die Energieversorgung grundlegend gedreht. Konnte man in der Vergangenheit an recht einfachen Modellen bestimmen wie sich der Energiefluss im Netz verhält, ist es im Gegensatz heute deutlich komplizierter. Ein Einblick in die Lastsituation ist nur noch über Monitoringsysteme möglich. Messdaten müssen im Netz in Echtzeit erfasst werden und mit hoher Bandbreite in das Leitsystem übertragen werden. Für diese Aufgabe ist ein Glasfasernetz bestens geeignet. Auch die Zeiten des Zählerablesers sind, wenn es nach den Messstellenbetriebsgesetz geht, gezählt. 

Die ÜZ hat die Zeichen der Zeit erkannt und sieht sich nicht mehr nur als Dienstleister für Strom sondern auch als Vorreiter für Telekommunikationsdienste. 

Das Glasfasernetz der ÜZ genügt schon heute höchsten Ansprüchen. In Zukunft sind Übertragungsraten im Gigabitbereich möglich. Somit sorgt die ÜZ dafür, dass ihre Kunden im ländlichen Raum, den digitalen Anschluss an die Zukunft nicht verpassen.

Mehr Informationen:

Unterfränkische Überlandzentrale eG
Schallfelder Str. 11
97511 Lülsfeld

Tel.: 09382 604-0
Fax: 09382 604-163

uez(at)uez.de
www.uez.de

Schwerpunkte

  • Energieversorgung
  • Netzbetrieb
  • Telekommunikationsdienstleistungen
Artikel teilen
nach oben