Digitalisierung: Mainfranken 4.0
In unserer neuesten Ausgabe von B4B WIRTSCHAFTSLEBEN MAINFRANKEN WISSEN dreht sich alles um Digitalisierung.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN MAINFRANKEN WISSEN

Mainfranken digital: Revolution zwischen Weindorf und 3D-Druck

Digitalisierung: Mainfranken 4.0 | 30.11.2017

Illustration: vmm wirtschaftsverlag
Illustration: vmm wirtschaftsverlag

Der digitale Wandel hat den Alltag ergriffen. Aus dem technischen Fortschritt entstehen veränderte Lebens- und Arbeitsstrukturen. Neue Geschäftsmodelle rütteln an Traditionen, neue Ideen lassen junge Firmen aufblühen. Ein Blick über die Hotspots in Mainfranken macht sichtbar, welch umwälzende Dynamik in dieser Entwicklung steckt.

Mit einem Zentrum für digitale Innovationen Mainfranken (ZDI) entsteht derzeit in Würzburg ein Netzknoten für die Schlüsseltechnologie dieser Zeit. Getragen von der Würzburger Universität, der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, der IHK Würzburg-Schweinfurt, dem Rhön-Saale Gründer- und Innovationszentrum, dem Gründer-, Innovations- und Beratungszentrum Schweinfurt sowie dem TGZ und IGZ in Würzburg, ist es die Aufgabe des Zentrums „unsere Wirtschaft zukunftsfähig zu machen und den Begriff Industrie 4.0 mit konkreten Praxisbeispielen zu füllen“, wie Oberbürgermeister Christian Schuchardt beim virtuellen ersten Spatenstich für das Gebäude bekräftigte. „Wenn ich mir die Dichte dieses Netzwerks aus Gründerzentren und wichtigen Firmen ansehe, dann sind bei uns schon heute die Distanzen zwischen den Projektpartnern kleiner als in der Hauptstadt Berlin.“ An Bord des ehrgeizigen Leuchtturmprojekts sind auch die Region Mainfranken GmbH sowie 34 Partnerfirmen der mainfränkischen Wirtschaft als Sponsoren. Klaus Walther, Projektkoordinator vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing, macht klar, warum das Zentrum ein bedeutender Gewinn für Würzburg und den gesamten Wirtschaftsraum Mainfranken sein wird: „Das ZDI ist nicht mit den bestehenden Gründerzentren zu vergleichen. Vielmehr zielt das neue Zentrum darauf ab, den Firmennachschub für die schon vorhandenen Einrichtungen zu generieren. So schließt das ZDI von seiner Struktur her die derzeit noch bestehende Lücke zwischen (noch) ,gründungsuninteressierten‘ Studierenden und den Start-up-Jungunternehmern, die schon klare Geschäftsziele haben.“

Neue Berufsbilder entstehen, etwa in der Kunststoffindustrie

Der „Geprüfte Industrietechniker in der Fachrichtung Additive Fertigung“ wird ab September 2017 das umfangreiche Weiterbildungsangebot am Süddeutschen Kunststoff Zentrum SKZ bereichern. Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der additiven Fertigungsverfahren sowie die betriebliche Umsetzung im Zuge der zunehmenden Digitalisierung fordern in der Zukunft hochqualifiziertes Fachpersonal in den Bereichen Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung. In der bundesweit einzigartigen Aufstiegsfortbildung zum „Geprüften Industrie­techniker Additive Fertigung“ stehen genau diese Themen im Mittelpunkt. Ziel der SKZ-Aufstiegsfortbildung ist es, die Teilnehmer so auszubilden, dass sie in der Lage sind, eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette, angefangen von der Produkt­entstehung bis hin zur Herstellung und Qualitäts­sicherung, vorzunehmen.

KBA: Wo sich Print und Digital treffen

Dort, wo sich traditionelle, analoge Technik mit dem digitalen Fortschritt trifft, ist der Wandel am deutlichsten sichtbar. Zum Beispiel beim Druckmaschinenhersteller KBA in Würzburg, mit seinen Wurzeln als „Koenig & Bauer“ ein Urgestein des deutschen Maschinenbaus – und seit jeher ein Quell ständiger Innovation. Dort arbeitet man seit geraumer Zeit daran, die Druckproduktion im Wettbewerb mit den digitalen Medien durch optimierte Prozesse und Verfahren wettbewerbsfähig zu halten. Die Leistungsfähigkeit der Technik voll ausschöpfen, den „Nutzen“ im Druck zu maximieren: Eine Aufgabe, die das Unternehmen seit seinen Anfängen begleitet. Vieles dazu ist bereits passiert – Jobwechselzeiten haben sich drastisch verkürzt, es gibt Closed-Loop-Prozesse für den Druckerei-Workflow, datenbasierte Services wie Performance Reports und Benchmarking werden von ersten Anwendern intensiv genutzt. Mit ErgoTronic AutoRun hat der Druckmaschinenhersteller die nächste Stufe der Prozessautomatisierung für die industrielle Druckproduktion präsentiert. Haupteinsatzgebiet für ErgoTronic AutoRun ist der autonome Druck im Akzidenzbereich – etwa bei kleinauflagigen Produktionen oder mehreren Signaturen bei umfangreicheren Produkten. Sprachwechsel sind eine weitere Anwendung. Auch die boomende Teilbranche der Online-Druckbetriebe mit ihren hoch standardisierten und automatisierten Abläufen profitiert vom autonomen Drucken.

Flyeralarm: Wo digital Druck macht

Das Unternehmen mit dem 2002 höchst fortschrittlichen Geschäftsmodell zählt im 15. Jahr seines Bestehens zu den führenden Online-Druckereien Europas im B2B-Bereich und ist eines der größten deutschen E-Commerce-Unternehmen. Der Firmenname „Flyeralarm“ steht inzwischen als Synonym für eine clevere Umsetzung des digitalen Wandels in einer traditionellen Branche und als Warn­signal an alle, die sich diesem Wandel verschließen wollen. Trotz des flotten Wachstums bewahrten sich die Würzburger nach eigenen Worten ihre „Macher-Mentalität und damit den ganz besonderen Spirit eines Start-ups“. Täglich werden rund 15.000 Aufträge bearbeitet und über 22.000 Sendungen so koordiniert, dass sie in möglichst kurzer Zeit den Weg zum Kunden finden. Ergänzt wird das Service-­Konzept, das mittlerweile über 1,5 Millionen Kunden zu schätzen wissen, durch die Vor-Ort-Betreuung mit eigenen Niederlassungen in Deutschland und Europa. Heute beschäftigt Flyeralarm knapp 2.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von mehr als 330 Millionen Euro. Im gleichen Jahr errang das Unternehmen Preise für die Digitalisierung von Prozessen („Digital Champions Award“, vergeben von WirtschaftsWoche und der Deutschen Telekom) sowie für die Modernisierung der Druckbranche (Mittelstandspreis „Hidden Champion“, vergeben von n-tv).

Optibit GmbH: Stresstest für Digitalisierung

„Wir sind Denker, Macher, Kreative, Ordnungsliebhaber, Chaoten, Träumer und Realisten. Wir machen Kaffee zu Code und Ideen zu Dingen. Wir lieben es, Kompliziertes einfach und Gutes besser zu machen. Wir erfinden das Rad nicht neu, wir bauen auf dem passenden Rad auf. Wir können das, was Große können, aber lieber mit beiden Beinen auf festem Boden und nicht vom hohen Ross herunter. Und wenn es einmal nichts gibt, was uns genügt, dann bauen wir es selbst. Wir lassen Kunden die Freiheit, die sie brauchen, und wir beraten ohne zu verraten.“ Wer sich als Unternehmen und Dienstleister selbst so unkompliziert und entspannt versteht, dem ist auch vor Herausforderungen wie der Digitalisierung nicht bange. Ausgehend von ihrem umfassenden Anwendungswissen hat die Optibit GmbH in Urspringen einen „Stresstest für Digitalisierung“ entwickelt, der anderen Firmen den Weg in die digitale Zukunft weist: „Sie erhalten Tipps und Tricks, mit denen Sie sicher und kinderleicht mit der Zeit gehen können und so Ihren Unternehmensalltag erleichtern“, versprechen die IT-Spezialisten auf ihrer Homepage, von wo aus der Test direkt zugänglich ist.

Siemens: Industrie 4.0 live erleben

Siemens zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Automatisierungs-, Steuerungs- und elektrischer Antriebstechnik für die Industrie. Am Standort Bad Neustadt an der Saale werden seit 80 Jahren Elektromotoren für den industriellen Einsatz gefertigt. Digitalisierung spielt an diesem Standort eine immer größere Rolle. Deshalb soll das Werk zur Vorzeigefabrik für Digitalisierung in der Metallbearbeitung ausgebaut werden. In der neuen „Arena der Digitalisierung“ zeigt Siemens nun auf über 800 Quadratmetern Kunden und Partnern, wie Digitalisierung in der Metallbearbeitung und Motorenproduktion eingesetzt wird und welche Ergebnisse damit erzielt werden können. Darüber hinaus demonstriert die Vorzeigefabrik am Beispiel ihrer eigenen Entwicklung und einer über viele Jahre gewachsenen Fertigung, wie die Digitalisierung heute schon Vorteile bei Produktivität und Effizienz für die diskrete Fertigungsindustrie bietet. „Die Industrie steht angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und der daraus entstehenden Anforderungen vor ganz neuen Chancen und Möglichkeiten“, sagte zur Eröffnung Klaus Helmrich, Vorstandsmitglied der Siemens AG. „Im Zentrum stehen eine immer stärkere Individualisierung von Produkten sowie Qualität, Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität.“

Schäffler: Mehrwert durch Digitalisierung

In den letzten Jahren und Jahrzehnten waren die vorwiegenden Ziele der „Mechatronisierung“ von Subsystemen und auch von Wälzlagern eine hohe Funktionsintegration, eine große Leistungsdichte, das Downsizing und die Reduzierung der Anzahl an Bauteilen und Schnittstellen. Mit Industrie 4.0 hat sich der Fokus erweitert: Kommunikative Produkte und die Digitalisierung der Komponenten sind stark in den Vordergrund getreten und ermöglichen ganz neue zusätzliche Funktionen. Ein Echtzeitabbild der Produktion ist unter anderem das Ziel. „Lagerungen sind maßgeblich und grundsätzlich für die Performance und die Qualität von Produktionsmaschinen verantwortlich. Daten, die auf den aktuellen Zustand, aber auch auf das zukünftige Verhalten der gelagerten Subsysteme, wie Spindeln, Führungen, Dreh- und Schwenkachsen und weiteres, schließen lassen, bilden eine sehr wichtige Grundlage für das gewünschte Echtzeitabbild“, heißt es bei Schäffler in Schweinfurt. Als Zulieferer und Entwicklungspartner für antriebstechnische Komponenten verfolgt das Unternehmen eine Digitalisierungsstrategie über alle Produktgruppen hinweg, mit dem Ziel, mittels Sensorik, Vernetzung und Analyse die erhobenen Daten für unterschiedlichste Prozesse verfügbar zu machen und so seinen Kunden einen ­klaren Mehrwert zu bieten.

Knauf baut auf gebündelte Kompetenz

In der Bauwirtschaft ändert sich das Informationsverhalten und entsprechend wandelt sich der Bedarf an Unterstützung bei allen Baubeteiligten. Informationen müssen aktuell und permanent in den geforderten Formaten abrufbar zur Verfügung stehen. „Deshalb spielt der Ausbau der Digitalisierung von Knauf Systemen künftig eine zentrale Rolle. Als Backup unseres Vertriebs stellen wir unseren Marktpartnern stets alle Informationen in der neuesten Version zur Verfügung“, erläutert Klaus Salhoff den Anspruch der von ihm verantworteten Abteilung Bautechnik, in die Knauf Gips KG mit Jahresbeginn 2016 die bestehenden Einheiten Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement, Technischer Auskunftsservice und technische Digitalisierung zusammengefasst hat. Ziel ist es, „Knauf Lösungen und Systeme“ noch enger auf die Bedürfnisse und Herausforderungen des Marktes abzustimmen und zukunftsgerichtet voranzutreiben.

Markenkonstrukt brütet über digitalen Ideen

Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt das Strategiebüro für digitale Markenführung „Markenkonstrukt“ disruptive Konzepte in der Funktion eines Inkubators. Auf diese Weise entstehen innovative Lösungen und Geschäftsmodelle, die es den Kunden ermöglichen, proaktiv den digitalen Wandel zu gestalten. Das kreative Team um die geschäftsführenden Gesellschafter Norman Glaser und Yannic Tremmel greift dabei nicht nur auf branchenübergreifende Erfahrungen zurück, sondern auch auf den Mix aus essentiellen Kompetenzen wie Strategie, Technik, Design, Projektmanagement und Enthusiasmus. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Möglichkeiten der digitalen Technik die Konsum- und Lebensgewohnheiten der Menschen grundlegend verändern. Neue, technisch versierte Player drängen auf das Feld und schaffen disruptive Fakten. Das heißt, sie zerstören Branchen in ihrer althergebrachten Weise und kreieren Lösungen, die nicht auf eine Verbesserung des Bestehenden, sondern auf eine komplette Neustrukturierung hinauslaufen. Viele Unternehmen sind nach Einschätzung von Markenkonstrukt mit der digitalen Transformation überfordert und handeln eher planlos. Gleichzeitig sind der Apparat und die Unternehmensstruktur oft zu statisch, um konsequent innovative Lösungen zu entwickeln. „Der Bedarf wird zwar erkannt, aber es gelingt oft nicht, das Thema ganzheitlich im Unternehmen zu verankern, oder sinnvolle strategische Vorgehensweisen zu entwickeln“, erklärt Norman Glaser.

Drive & Control Academy: Vorsprung durch Digital-Wissen

Die Digitalisierung und Vernetzung der Industrie­automation stellt Unternehmen und Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen. Auch in der „digitalen Revolution“ ist der Mensch unverzichtbar und mit seinen Fähigkeiten ein wesentlicher Baustein für die Realisierung der digitalen Fabrik. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im gezielten Qualifizierungsausbau. Ein umfangreiches Bildungsangebot zu Industrie 4.0 bietet die Drive & Control Academy, in der Bosch Rexroth und die Robert Bosch GmbH ihre Erfahrung und Kompetenz auf diesem Gebiet zusammenfassen. Das praxisorientierte Portfolio an Wissensprodukten enthält neben neuen Trainings, Trainingssystemen und modernen Medien nun auch Consulting-Maßnahmen sowie Werksführungen. Bosch Rexroth ist neben seiner Rolle als Leitanbieter im Bereich der Weiterbildung auch Leitanwender von Industrie-4.0-Lösungen mit Praxiserfahrung an vielen eigenen Produktionslinien.

3D Betrieb GmbH macht die dritte Dimension sichtbar

Gegründet im Jahr 2004 aus dem Gedanken heraus, Architektur und Produkte noch vor ihrer Entstehung virtuell in drei Dimensionen erlebbar zu machen, hat die 3D Betrieb GmbH einen breiten Kundenstamm aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen gewinnen können. Die dort angefertigten Visualisierungen, Renderings, Animationen und Echtzeitanwendungen werden von Architekten, Werbeagenturen und Industriekunden für die Präsentation ihrer Produkte genutzt. Vor allem die Trend-Technik „3D Druck“ setzt neue Maßstäbe bei der Visualisierung. Als anschauliche und optisch einladende Unterstützung bei der Umsetzung und Vermarktung von Ideen vereinfachen die digitalen Produkte der Firma „die Suche nach Investoren, sie klären die Akzeptanz des Designs ab und helfen die Nachfrage sicher einzuschätzen“, erläutert 3D Betrieb auf seiner Website.

Volksbank Raiffeisenbank Würzburg: Finanzierung des Fortschritts erkannt

Die Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG will Unternehmen bei ihren Investitionen in die digitale Zukunft unterstützen. Welcher Aufwand dafür erforderlich ist, sieht das Kreditinstitut am eigenen Geschäft und den Konsequenzen daraus: „Die Digitalisierung hat das Kundenverhalten dramatisch verändert. Damit der digitale Wandel in Unternehmen möglich ist, sind auch im Mittelstand Investitionen erforderlich“, heißt es auf der Website. Dort ist auch Dr. Markus Klintworth zitiert, Vertriebsleiter der genossenschaftlichen VR Leasing Gruppe. Er empfiehlt Firmenkunden, die die Prozesse im Unternehmen noch nicht digitalisiert haben, ihre Geschäftsmodelle auf die Chancen der Digitalisierung hin zu durchleuchten. Häufig seien vorab entscheidende Investitionen in die IT und die Digitalisierung der Datenverarbeitung notwendig. Unter dieser Voraussetzung könnten Unternehmen mit den schnellen Entwicklungen der Digitalisierung und dem dadurch veränderten Kundenverhalten Schritt halten. Digitalisierung könne nur funktionieren, „wenn technologische Weiterentwicklung und kulturelle Veränderung dabei im Vordergrund stehen“, so Klintworth. Eine innovative, kreative und vernetzte Unternehmenskultur sei ratsam.

Universität Würzburg als Dienstleister für digitale Reproduktion

Aus einem Service für Lehrende, Forschende und Studierende hat die Uni Würzburg einen Service für alle entwickelt: Das Digital-Humanities-Zentrum bietet reprografische Dienstleistungen vom Standard-Reproscan bis zur farbprofilierten Sonderreproduktion für Veröffentlichungszwecke an. Diese Reproduktionsdienstleistungen stehen auch für sonstige private oder kommerzielle Zwecke zur Verfügung, wenn die Urheberrechte geklärt sind. Zur apparativen Ausstattung gehören Aufsicht-Systeme mit speziellen Buchwippen, Stapelscanner für schnelle Einzelblattdigitalisierung, Mikrofilmscanner und Fachkameras mit digitalen Rückteilen für höchste Ansprüche. Zu den Kernaufgaben zählen Scandienste für Elektronische Semesterapparate, Buchdigitalisierung im Rahmen des Portals „Virtuelle Bibliothek“ sowie Repro-Dienste für universitäre und wissenschaftliche Zwecke.

Bechtle: Digitaler Lockruf des „Skyline Hill“

Seit zehn Jahren ist der IT-Spezialist Bechtle im Gewerbegebiet Würzburg Ost in einem Mietobjekt ansässig. Das Unternehmen erwarb unlängst im Quartier VII/„Skyline Hill“ am Hubland von der WVV-Immobilienvermarktungstochter IMG ein Grundstück, um dort ein eigenes Gebäude zu errichten. Ausschlaggebend für die Wahl des Standorts war laut Bechtle-Geschäftsführer Rainer Pecher die unmittelbare Nähe zur Universität. „An unserem neuen Firmensitz können wir in idealer Weise ­Synergien für den Aufbruch in die digitale Zukunft schaffen“, so Pecher. Die Lage des künftigen Firmensitzes sei zudem für das Unternehmen besonders ideal zur Gewinnung von Nachwuchskräften im IT-Bereich. Mit der räumlich erweiterbaren Fläche ist man gerüstet für künftige Anforderungen im Bereich der Digitalisierung 4.0. Das Areal „Skyline Hill“ wurde von der Stadt Würzburg übernommen. Die Vermarktung der Flächen findet in enger Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Würzburg statt. „Ziel ist auch aus Sicht der Stadt die Ansiedlung von wissenschafts- und hochschulnahen Unternehmen zur Weiterentwicklung der Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft“, so Dirk Jung, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing der Stadt Würzburg.

Würzburger Stadtwerke bringen ­Standortqualität digital auf Vordermann

Damit Bürger und Verbraucher die liebgewordene Nutzung ihrer digitalen Wegbegleiter allenthalben genießen können, sind insbesondere Versorgungsunternehmen wie die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) gefordert, eine leistungsfähige Infrastruktur bereitzustellen. Dazu gehören auch Services bei Festen und Events: Wie schon beim Weihnachtsmarkt im Dezember hatten daher auch die Besucherinnen und Besucher des Würzburger Weindorfs in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, kostenfrei im Internet zu surfen und bei Wein und Brotzeit Grüße vom Würzburger Weindorf an ihre Freunde und Bekannten zu verschicken. Aber auch bei der alltäglichen Lebens- und Standortqualität werden die Stadtwerke aktiv: Die Bereitstellung von leistungsfähigen Datennetzen mit hoher Bandbreite wirkt sich in hohem Maße positiv für die Lebensqualität eines Stadtteils oder einer Gemeinde aus – und damit indirekt auch auf die Attraktivität von Arbeitgebern, die neue Mitarbeiter gewinnen und ansiedeln wollen. Im neuen Würzburger Stadtteil Hubland wurde dies bereits bei der Planung des Neubaugebietes mitbedacht: Die WVV hat in Kooperation mit der Münchner M-net Telekommunikations GmbH den neuen Stadtteil mit modernen Highspeed-Datenleitungen erschlossen. Davon profitieren Grundstückseigentümer und Mieter gleichermaßen.

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