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Klinikum Main-Spessart

Minimalinvasive Hüftendoprothetik

Gesundheit | 03.11.2016

Andreas Dr. Fleischmann. Foto: Dr. Fleischmann
Andreas Dr. Fleischmann. Foto: Dr. Fleischmann

AMIS - Anterior Minimally Invasive Surgery: AMIS bedeutet, eine Hüfttotalendoprothese über einen direkten vorderen Zugang zum Hüftgelenk auf äusserst schonende Art und Weise zu implantieren.

Im Klinikum Main-Spessart hat diese neue Technik der minimal-invasiven Implantation der Hüftendoprothesen seit Jahresbeginn mit dem neuen Chefarzt Dr. Andreas Fleischmann und seinem Team Einzug gehalten.

Es gibt verschiedene Zugangswege zum Hüftgelenk. In Europa scheint zurzeit eher der laterale Zugang, der selbstverständlich im Hause ebenso angewandt wird, doch der weit Verbreiteste zu sein. Der wesentliche Vorteil des vorderen Zuganges in AMISTechnik jedoch ist, dass die Hüft-Muskeln nicht mehr durchtrennt oder abgelöst werden müssen. Diese Methode berücksichtigt außerdem die Innervierungsregionen und scheint das Risiko der teilweisen erheblichen Gewebezerstörung beträchtlich zu vermindern.

Eingesetzt werden können die typischen lange haltbaren Standardprothesen sowohl in zementfreier als auch in zementierter Technik. Der vordere Zugang folgt somit den geforderten Prinzipien von MIS (minimal invasive Surgery). Andere als ebenfalls minimal-invasiv angepriesene Zugänge zeichnen sich nur durch kleine Hautschnitte aus, beeinträchtigen aber Muskeln und Sehnen wie die üblichen konventionellen Zugänge zum Hüftgelenk. Der besondere vordere Zugangsweg zur Hüfte ist die einzige Technik, welcher zwischen den einzelnen Muskeln hindurch verläuft und das Risiko einer Verletzung von Muskeln, Sehnen, Blutgefäßen und Nerven erheblich reduziert. Dies wird erreicht durch einerseits einen besonderen Positionier(- Operations)-tisch und ein spezielles Instrumentarium.

Die strenge Rückenlagerung des Patienten bietet einen erheblichen Vorteil die konstante Lagerung und für die korrekte Positionierung der Hüftpfanne. Durch die besonders gewebsschonende Operationstechnik und den dadurch deutlich verminderten Blutverlust sind die Patienten nach der Operation wesentlich schneller mobilisierbar als mit konventionellen Techniken. Oftmals kann inzwischen sogar auf eine stationäre Anschlussrehabilitation verzichtet werden. Aufgrund der intakten Muskulatur kann auch frühzeitig das Gehen ohne Gehstützen erfolgen. Die deutlich kürzere Operationsnarbe ist lediglich ein erfreulicher Nebeneffekt. 

Zusammenfassend bringt die neue Operationstechnik folgende Vorteile mit sich:

• Geringerer postoperativer Schmerz
• Verminderter Blutverlust
• Reduziertes Luxationsrisiko
• Kürzerer Krankenhausaufenthalt
• Schnellere Rehabilitation
• Schnellere Rückkehr zu den täglichen Aktivitäten

 

Kontakt: 

Klinikum Main-Spessart
www.klinikum-msp.de

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