Hassberge | 02.07.2010
lux
Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel und der Landrat des Landkreises Haßberge, Rudolf Handwerker, besuchten das Werk des Leuchtenspezialisten Regiolux in Königsberg.
Hier informierten sie sich über die aktuelle wirtschaftliche Lage und die neusten technischen Entwicklungen des Unternehmens. Regiolux-Geschäftsführer Peter Fischer berichtete den Gästen, dass das Unternehmen die Wirtschaftskrise zwar zu spüren bekommen habe, aber dank einer guten Aufstellung – im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern – bisher keine Kurzarbeit anmelden musste. Staatssekretärin Katja Hessel betonte: „Der Mittelstand ist durch seine besondere Leistungsfähigkeit, seine persönlichen Kontakte und eine enge Kundenbindung ein Garant für sichere Arbeitsplätze. Dies hat gerade für den ländlichen Raum eine sehr große Bedeutung.“
Derzeit sind im Regiolux-Firmenverbund in Königsberg etwa 250 Mitarbeiter beschäftigt und das Unternehmen setzt auch in Zukunft auf Qualität "Made in Germany". So investiert Regiolux in den Standort Königsberg in diesem Jahr rund 1,4 Mio. Euro, die in eine neue Pulver-Lackieranlage, einen Verdrahtungsroboter und in die Modernisierung der Laborausstattung fließen. Der Jahresumsatz liegt bei ca. 38 Millionen Euro mit einem Exportanteil von ca. 25 Prozent. Schwerpunkte sind hier das europäische Ausland, Osteuropa sowie der Mittlere Osten. Wichtige Bausteine des Produktportfolios sind das Schnellmontagesystem SDT, Einbau-, Anbau- und Pendelleuchten, Lichtleisten und Möbelleuchten sowie Sportstätten- und Feuchtraumleuchten.
„Energieeffizienz und Energieeinsparung durch innovative Lichttechnik ist derzeit das beherrschende Thema der Branche“, berichtet Peter Fischer, „und das wird es wohl auch die nächsten Jahre bleiben. Deshalb sind wir froh, dass wir uns schon seit mehr als sechs Jahren in dieser Richtung spezialisiert haben und über das entsprechende Know-how auch in der LED-Technik verfügen“.
Staatssekretärin Katja Hessel und Landrat Rudolf Handwerker zeigten sich sehr interessiert an der großen Nachfrage nach energie-effizienter Licht- und Gebäudetechnik sowie den Produktinnovationen, die Regiolux in diesem Jahr auf der Light+Building, der Weltleitmesse für Architektur und Technik in Frankfurt, präsentiert hat. Durch den Einsatz dieser modernen Lichttechnik lassen sich bis zu 70 Prozent der Beleuchtungsenergie einsparen.
Energieeffizienz in der Beleuchtung kann darüber hinaus durch bedarfsabhängige Steuerung bzw. Regelung deutlich gesteigert werden. Regiolux erleichtert daher Planern und Elektroinstallateuren den Einsatz von Lichtmanagementsystemen, indem Leuchten gleich ab Werk mit Sensor und eingebauter Steuerung geliefert werden. Geschäftsführer Peter Fischer: „Wir machen komplexe Technik einfach anwendbar.“ So hat Regiolux bereits mit Schulmodernisierungen nachgewiesen, dass Energieeinsparungen von über 50 Prozent erzielt werden und im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert werden. In Deutschland könnten jährlich bis zu 11 Milliarden kWh an Energie eingespart werden, wenn die 50 Prozent veraltete Beleuchtungsanlagen mit moderner Lichttechnik und bedarfsabhängiger Steuerung ersetzt würden.
Bei den Leuchten geht der Trend zur Miniaturisierung. Kunden wünschen zudem neue Leuchtmittel wie z. B. LED, neue Lichtlenker und Optiken sowie dynamisches Licht. Farbiges Licht ist der Trend im Wellness- und Beautybereich. Selbstverständlich soll bei allen Produkten Energie optimal genutzt werden. Deswegen bietet Regiolux auch spezielle Lichtseminare zu Energieeffizienz an, die sich an Elektroinstallateure, -planer, Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen und Verbraucherberater richten.
Auf die Fertigung von Sonder- oder Einzelleuchten sowie großflächiger Leuchten und Akzentbeleuchtung ist die Lichtwerk GmbH spezialisiert. Das Tochterunternehmen erarbeitet individuelle Projektlösungen und setzt auch Lichtkonzepte in Zusammenarbeit mit anderen Herstellern um. In der VIP-Lounge des Flughafens Köln-Bonn wurden beispielsweise Lichtmodule von Lichtwerk eingebaut. Für die Rad- und Fußgängerbrücke am Düsseldorfer Medienhafen entwickelte Lichtwerk Lichtkuben, die so stabil gebaut sind, dass sie auch als Sitzplatz dienen können.
Beim abschließenden Rundgang durch die Produktion konnten sich Staatssekretärin Katja Hessel und Landrat Rudolf Handwerker ein Bild von den flexiblen Fertigungsmethoden mit Stanz- und Biegeanlagen, der neuen Pulverlackieranlage und dem Zusammenspiel von Automatisierung mit verschiedenen Robotern und manuellen Tätigkeiten der Mitarbeiter machen. Beeindruckt waren sie auch von der Lichtwerkstatt und der Leuchtenausstellung, in denen üblicherweise Kundenberatung und Fortbildungsseminare stattfinden. Das Lichtlabor gehört zu den präzisesten im Land – verschiedene Hersteller lassen darin ihre Leuchten vermessen.
Bild: Staatssekretärin Katja Hessel überzeugte sich bei ihrem gemeinsamen Besuch mit Landrat Rudolf Handwerker bei Regiolux in Königsberg von der Leistungsfähigkeit des Mittelstands und hob seine besondere Bedeutung für die Region hervor. Im Bild (v.l): Jörg Bartholomäus, Karlheinz Kriegsmann, Tobias Schiebold, Katja Hessel, Peter Fischer, Rudolf Handwerker, Michael Kohlmann.