Hassberge | 03.11.2011
Herbstzeit ist Messezeit bei der Maintal Konfitüren GmbH. Der Höhepunkt schlechthin ist die Anuga in Köln. Die weltweit führende Ernährungsmesse gilt als Trendbarometer in Sachen Lebensmittel. Unternehmer, Ernährungswissenschaftler, Marketingexperten und Journalisten aus aller Herren Länder treffen sich alle zwei Jahre um neue Produkte zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen, Neukunden zu gewinnen und aktuelle Themen aus der Branche aufzugreifen und zu diskutieren. Im Fokus 2011: Regionalität und Nachhaltigkeit.
Maintal ist ein Stück Heimat
Maintal ist seit 20 Jahren mit von der Partie. In diesem Jahr ging’s am Stand recht bayerisch zu. Anlässlich der Einführung seiner neuen Bayerischen Linie – fünf feine Gelees aus bayerischen Fruchtsäften – präsentierte sich das Traditionsunternehmen seinen zahlreichen Standbesuchern aus dem In- und Ausland weiß-blau angehaucht. Regional erzeugte Lebensmittel liegen bei deutschen Verbrauchern voll im Trend, denn Regionalität steht für kurze Lieferwege, Frische und Qualität. Laut einer DLG-Studie (2011) repräsentieren aus Verbrauchersicht Traditionsmarken am stärksten das Thema Regionalität, das emotional hoch besetzt ist. Maintal-Geschäftsführer Klaus Hammelbacher: „Für uns als bayerisch-fränkisches Unternehmen waren die Entwicklung und Umsetzung einer heimischen Produktlinie ein logischer Schritt. Wie gewohnt kann sich der Verbraucher auch bei den Neuheiten sicher sein, dass bei uns nur die besten Früchte bzw. Fruchtsäfte ins Glas kommen. Durch die schonende Zubereitung bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten.“ Die attraktive Verpackung mit dem weißblauen Frischsiegel fällt im Supermarkt sofort ins Auge.
Nachhaltiges Handeln schafft Vertrauen
Nachhaltigkeit war ebenfalls viel diskutiert. Verbraucher halten das Nachhaltigkeitsengagement von Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft für zwingend und notwendig (DLG 2010). Klaus Hammelbacher: „Für uns ist Nachhaltigkeit – ökologisch wie ökonomisch – eine ethische Verpflichtung, die Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb ist eine positive Nebenwirkung.“ Seit mehr als zehn Jahren bietet Maintal verschiedene Bio-Sortimente an, mittlerweile machen die Produkte mehr als ein Drittel des Umsatzes aus. In der Produktion setzt das Familienunternehmen zu 100 Prozent auf Grünen Strom von Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen liefern zusätzlichen Strom und der Wasserbedarf ist dank des Einsatzes modernster Herstellungsmethoden auch bei steigender Produktion gesunken. Aktuell laufen Projekte zur Wärmerückgewinnung und Umstellung der Energieversorgung von fossilen Brennstoffen auf nachwachsende Rohstoffe. „Unsere moderne Infrastruktur sorgt für optimale Fertigungsprozesse und eine schnelle logistische Abwicklung“, erklärt Klaus Hammelbacher, „das bedeutet natürlich auch kontinuierliche Investitionen, wobei wir bei der Vergabe von Aufträgen immer regionale bzw. nationale Unternehmen bevorzugen.“ So könne Maintal auch in Zukunft beste Qualität zu fairen Preisen garantieren.
125 Jahre Maintal Konfitüren – innovativ und erfolgreich in die Zukunft
Maintal-Konfitüren gehört zu den führenden Spezialitätenanbietern, wenn es um Konfitüren, Gelees, Marmeladen und Fruchtaufstriche geht. Über 1.900 Tonnen Früchte verarbeitet das Familienunternehmen jährlich, neun Millionen Gläser verlassen pro Jahr den Standort im unterfränkischen Haßfurt. Derzeit führt man rund 600 verschiedene Artikel aus 40 verschiedenen Fruchtsorten von A(prikose) bis Z(wetschge). Das Flaggschiff der Maintal Konfitüren ist die Hagebutten Konfitüre, jedes zweite Glas, das verkauft wird, kommt aus Haßfurt. Damit ist man mit 58,4 Prozent (Nielsen, 2011) Marktführer. Geleitet wird das Familienunternehmen in der vierten Generation von der Diplom-Kauffrau Anne Feulner und dem Diplom-Biologen Klaus Hammelbacher. 2011 begeht man sein 125-jähriges Jubiläum.

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