Landratsamt Haßberge

Modellversuch läuft erfolgreich

Hassberge | 15.09.2017

Modellversuch läuft erfolgreich
Foto: Silke Lutsch

Mathias Tuffentsammer, der seit Anfang 2016 als pädagogischer Quali-tätsbegleiter in den Kindertageseinrichtungen im Landkreis Haßberge tätig ist, zieht eine Zwischenbilanz

Zunächst bis Ende 2018 ist Mathias Tuffentsammer als pädagogischer Qualitätsbegleiter (PQB) des Landratsamtes in 30 Kindertageseinrichtungen des Landkreises Haßberge tätig. Die Einrichtungsteams setzen sich zum Ziel, die Qualität der eigenen pädagogischen Arbeit in den Blick zu nehmen und diese fortlaufend zu verbessern.

„Dies ist sehr positiv und zeigt, dass der Bedarf und die Bereitschaft am regelmäßigen Austausch zu pädagogischen Themen und damit zur Qualität in Kitas sehr hoch sind“, freut sich der Qualitätsbegleiter.

Im kommenden Jahr steht auf landespolitischer Ebene die endgültige Entscheidung an, inwieweit der Modellversuch ‚Pädagogische Qualitätsbegleitung in Kindertageseinrichtungen‘ ab dem Jahr 2019 als festes Angebot für alle interessierten Kitas in Bayern ausgerollt wird. PQB wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) zu 90 Prozent gefördert und vom Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München fachlich und wissenschaftlich begleitet. Die ersten Ergebnisse der Evaluation zum Modellversuch sind sehr positiv. Dies bestätigen auch fünf für diese Zwischenbilanz zufällig ausgewählte und befragte Leitungen aus Ebern, Geusfeld, Lendershausen, Wonfurt und Zeil a. Main.

Ein Blick für die Feinheiten der pädagogischen Arbeit

Alle Kita-Leitungen heben hervor, dass die pädagogische Qualitätsbegleitung den Blick für das gesamte Team auf die Feinheiten der pädagogischen Arbeit richtet und einen noch bewussteren Umgang im Alltag ermöglicht. „PQB ist eine willkommene Abwechslung, da man sich gezielt mit fachlichen Fragen auseinandersetzt und alle vom Team an einem Thema arbeiten. Durch die regelmäßige Zusammenarbeit werden dem Team viele Prozesse erst bewusst und man erkennt Entwicklungsschritte, die ohne PQB nicht wahrgenommen werden“, so Birgit Brückner, Leitung der Kindergartens St. Andreas in Wonfurt. Anja Schmitt als Leitung des kath. Kindergartens St. Martin in Geusfeld meint in Bezug auf den positiven Beitrag von PQB: „Man geht zufriedener an die Aufgaben, die die Kindergartenarbeit bringt, da man weiß, was wichtig ist und das zuerst bearbeitet“. Susanne Schmid leitet den ev. Kindergarten Regenbogenhaus in Zeil a. Main und wünscht sich "eine weiterhin vertrauensvolle und positive Zusammenarbeit mit unserem Qualitätsbegleiter".

In den Kindertageseinrichtungen werden auf die Entwicklungsverläufe der Kinder angepasste alltagsintegrierte Bildungsangebote entwickelt und umgesetzt, eine vorbereitete Umgebung mit besonderen Lernmöglichkeiten für kindliche Selbstbildungsprozesse gestaltet, Möglichkeiten zur Mitbestimmung für die Kinder geschaffen und vieles mehr. Diesen anspruchsvollen Bildungsalltag in Kindertageseinrichtungen mit all seinen fachlichen Facetten gilt es regelmäßig zu reflektieren und hierfür erhalten die pädagogischen Fachkräfte mit PQB eine kontinuierliche Begleitung. Ein besonderes Angebot ist die Videointeraktionsberatung, in deren Verlauf sich die jeweilige pädagogische Fachkraft selbst in Aktion mit den Kindern betrachten und dies mit dem PQB vertrauensvoll fachlich reflektieren kann.

Pädagogische Qualitätsbegleitung soll länger stattfinden

Neben den bereits genutzten Beratungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist es auch nach Ansicht der befragten Leitungen notwendig, den Teams die pädagogische Qualitätsbegleitung als längerfristiges Coaching auch über 2018 hinaus anzubieten. Der Leiter des städtischen Kindergartens Regenbogen in Ebern, Stefan Reinwand, verspricht sich für die Zukunft mit PQB, dass „man sich weiterhin verschiedenen Themen einmal intensiver widmen und diese von allen Seiten beleuchten kann“. Karin Hofmann, Leiterin des evangelischen Kindergartens Höhlenzauber in Lendershausen nimmt ebenfalls direkt Bezug und meint: „Für die Zukunft erhoffe ich mir, dass PQB sich in den Einrichtungen etabliert, denn das darf kein „Angebot auf Zeit“ sein, sonst gehen die Inhalte verloren“.

Mathias Tuffentsammer macht als PQB bisher die Erfahrung, dass sich die Teams während der PQB-Begleitprozesse noch bewusster werden, welche Dinge ihnen in der pädagogischen Arbeit besonders wichtig sind und wie sie diese am besten umsetzen können. Er zieht als Zwischenfazit: „Die Teams wachsen noch stärker zusammen, erarbeiten sich ein gemeinsames Verständnis zu wichtigen pädagogischen Fragestellungen und können so die täglichen Herausforderungen noch besser meistern“. Die Fachkräfte setzen immer an den Bedürfnissen der Kinder an, auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern ist allen Einrichtungen besonders wichtig. „Ich freue mich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Trägern und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kindertagesstätten im Landkreis“, so Tuffentsammer.

 

Bildunterschrift: 

Die Wonfurter Kindertagesstätte St. Andreas nimmt seit Beginn am PQB-Modellversuch teil. Unser Bild zeigt die Elefanten- und Sternenkinder zusammen mit Mathias Tuffentsammer und den pädagogischen Fachkräften. Vorne, von links: Finja Vogel, Regina Beck, Jessica Schneiderbanger; (hinten, von links) Elena Krämer Mathias Tuffentsammer und Birgit Brückner (Leitung).

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