Schweinfurt | 13.07.2010
Die Unterfränkische Überlandzentrale eG, Lülsfeld (ÜZ), wurde vor einhundert Jahren von rührigen Männern und Frauen aus der Region gegründet. Nicht als Unternehmen eines Kapitalgebers, sondern als Genossenschaft.
Das heißt, dass das benötigte Kapital zum Bau der Stromversorgung von hiesigen Bauern, Gewerbetreibenden und Bürgern aufgebracht werden musste, indem sie Genossenschaftsanteile erwarben. Als sie im Januar 1910 im südlichen Landkreis Schweinfurt zusammenkamen, um über die künftige Versorgung der umliegenden Dörfer mit Strom und die Einführung des elektrischen Lichtes zu beraten, ahnte noch niemand, was einhundert Jahre später aus dieser Initiativ hervorgegangen sein sollte: Ein bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor.
Die Rechtsform der Genossenschaft hat die ÜZ seit einhundert Jahren geprägt. Sie ist dabei bodenständig geblieben. Nicht die Interessen ferner Kapitalgeber entscheiden über das Unternehmen, seine Mitarbeiter und die Preise, sondern Männer und Frauen der Region. Es ist deshalb keine Werbephrase, wenn die ÜZ sich als „Teil dieser Region“ bezeichnet. Sie ist ein regionaler Stromversorger, der unter Bewahrung seiner Tradition im Wettbewerb des Strommarktes Schritt hält und dabei für eine überdurchschnittlich sichere Stromversorgung sorgt – die Ausfallquote ist nur halb so lang wie im bundesdeutschen Durchschnitt.
Die ÜZ gehört seit Jahren zu den bundesweit günstigsten Stromanbietern und investiert die erwirtschafteten Gewinne wieder in der Region, denn Aufträge gehen überwiegend an mittelständische aus Mainfranken. So ist die ÜZ ein regionaler Wirtschaftsfaktor, der derzeit 135 qualifizierte und sichere Arbeitsplätze zur Verfügung stellt und 22 Lehrstellen anbietet, was einer Ausbildungsquote von 16 Prozent entspricht.
Im Bild: IHK-Vizepräsident Dieter Pfister (2.v.l.) und der stv. Hauptgeschäftsführer Jürgen Bode (rechts) überreichten die IHK-Ehrenurkunde anlässlich des 100jährigen Firmenjubiläums an die Vertreter der Unterfränkische Überlandzentrale in Lülsfeld.

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