Weungut & Whiskybrennerei Mößlein

Fränkischer Whisky reift unter Tage

Schweinfurt | 07.12.2017

Fränkischer Whisky reift unter Tage
Foto: Weingut & Whiskybrennerei Mößlein

Weingut & Whiskybrennerei Mößlein startet Experiment.

Was passiert mit einem Whisky, der in 600 Meter Tiefe bei 25 °C und weniger als 30 % Luftfeuchtigkeit über mehrere Jahre in einem ehemaligen Kalibergwerk reift? Genau das möchte der Winzer und Whiskybrenner Martin Mößlein aus Zeilitzheim (Lkr. Schweinfurt) wissen und startete deshalb jetzt ein außergewöhnliches Experiment. Er brachte das „flüssige Gold“ (Whisky) zum „weißen Gold“ in ein Bergwerk.

Reifephase spielt eine entscheidende Rolle

Neben seinen Weinen erzeugt das Weingut Mößlein bereits seit 1996 einen erstklassigen fränkischen Whisky, der sich international messen kann. Zwei neue Fässer kommen jährlich hinzu. Eines davon, gefüllt mit einem Grain aus bestem Zeilitzheimer Weizen, wurde jetzt im Erlebnis Bergwerk Merkers (Krayenberggemeinde, Wartburgkreis, Thüringen) – 150 Kilometer von Mößleins Heimatort entfernt - eingelagert. „Wahrscheinlich ist es jetzt das tiefst gelagerte Whiskyfass der Welt“, sagt Mößlein.

Da für die Qualität des Whiskys die Reifephase eine ganz entscheidende Rolle spielt, kam Juniorchef Martin Mößlein auf die Idee, ein Fass mit 225 Liter Inhalt unter Tage reifen zu lassen. In dem ausgewählten Barriquefass aus fränkischer Eiche lagerte zuvor Spätburgunderwein der Premiumlinie Maximus.

Mindestens drei Jahre Reifezeit

„Bei einem Besuch im Erlebnis Bergwerk Merkers hat mich die salzige Luft und das besondere Ambiente fasziniert. Durch die relativ hohe Lagerungstemperatur und die geringe Luftfeuchtigkeit wird im Fass eine starke Verdunstung stattfinden, so dass der Whisky aufkonzentriert. Aus dem Angels‘ Share (Engelsanteil) wird hier ein Bergmanns Share,“ berichtet Martin Mößlein schmunzelnd. Zusätzlich erwartet er eine deutlich spürbare Mineralität und Salzigkeit. „Drei Jahre Reifezeit sind zunächst einmal angedacht, vielleicht werden es auch fünf. Wir werden den Whisky in regelmäßigen Abständen probieren und dann eine Entscheidung treffen“, so Mößlein.

Das Erlebnis Bergwerk Merkers der K+S Gruppe wurde 1991 eröffnet. Jährlich fahren rund 75.000 Gäste zu Führungen und Veranstaltungen in das ehemalige Kalibergwerk ein (www.erlebnisbergwerk.de). Zu den Attraktionen auf den Rundfahrten gehört jetzt auch das Fass mit fränkischem Whisky.

 

Bildunterschrift:

Martin Mößlein (l.), fränkischer Winzer und Whiskybrenner, und Thorsten Boeckers (r.), Finanzvorstand der K+S Aktiengesellschaft, befüllen das Whiskyfass in 600 Meter Tiefe (Foto: Weingut & Whiskybrennerei Mößlein).

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