IHK Würzburg-Schweinfurt

Unternehmer diskutierten Potenzial von Eigenmarken

Schweinfurt | 28.11.2017

Unternehmer diskutierten Potenzial von Eigenmarken
Grafik: IHK

IHK-Handels- und Dienstleistungsausschuss tagte in Schweinfurt.

Welche Herausforderungen der Aufbau einer Eigenmarke mit sich bringt, erörterten die mainfränkischen Unternehmer des IHK-Handels- und Dienstleistungsausschusses bei ihrer Herbstsitzung in der Schweinfurter Geschäftsstelle der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Der Ausschussvorsitzende Ralph-Dieter Schüller, Geschäftsführer der Firma Ebert+Jacobi GmbH & Co. KG, begrüßte Johannes Heller, Inhaber der Firma Immo Heller Retail Consult aus Würzburg, der in seinem Beitrag Potenziale von Eigenmarken für Einzel- und Großhändler erklärte.

"Bedeutung von Eigenmarken wird zunehmen"

Eigenmarken – auch Handelsmarken genannt – sind exklusiv vertriebene Waren, die unter dem eigenen Unternehmensnamen bzw. einer selbst aufgelegten Marke angeboten werden. Kunden profitieren gegenüber den bestehenden Markenangeboten durch eine nachfrageorientierte Produktentwicklung oder günstigere Preise, Händler durch Aspekte, wie eine bessere Kundenbindung, eine höhere Marge oder die Steigerung des Bekanntheitsgrades der eigenen Dachmarke. „Die Unterschiede zwischen etablierten Marken und Handelsmarken verschwimmen zunehmend. Mittlerweile stellen 85 Prozent der Konsumenten die gleichen Qualitätsanforderungen an Handelsmarken wie an Markenartikel“, informierte Heller die Ausschussmitglieder. Doch nicht jedes Produkt eignet sich zum Aufbau einer eigenen Marke: „Grundsätzlich muss es geringe Komplexität aufweisen, die Markenbindung muss gering sein und es sollte sich um einen Bedarfsartikel handeln“, erläuterte Heller am Beispiel einer Hörgerätebatterie eines regionalen Hörgerätehändlers. Er erwartet, dass die Bedeutung von Eigenmarken zukünftig weiter zunehmen wird. Auch Onlinehändler werden dabei verstärkt auf das Thema setzen und dabei das Premiumsegment in den Fokus rücken.

Erweiterung der Hotel-Bettenkapazität um 25 Prozent erwartet

Christoph Unckell, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Hotel Rebstock Würzburg GmbH, stellte den Ausschussmitgliedern die Standorterweiterung seines Hotels vor. Das Interesse der Touristen an der Stadt Würzburg sei nach wie vor ungebrochen, weshalb Bedarf zur Erweiterung der Bettenkapazitäten bestehe. „In den nächsten Jahren soll über mehrere Hotelprojekte der derzeitige Bestand von 3.800 bis 4.000 Betten um etwa 25 Prozent erhöht werden“, fasste Unckell die Entwicklung in Würzburg zusammen. Derzeit entsteht auf dem Gelände des Franziskanerklosters ein Neubau, der das Angebot des Hotels Rebstock um 54 Zimmer erweitert. Hinzu kommt ein Tagungsraum mit 220 m2 im Erdgeschoss. Eine Tiefgarage hält die erforderlichen Stellplätze vor.

Unternehmensnachfolge und Fachkräftesicherung

Dr. Christian Seynstahl, IHK-Referent für Regionalentwicklung, informierte den Ausschuss über eine demografische Sonderauswertung der IHK-Mitgliederdaten. „Bereits heute sind 55 Prozent der Unternehmer 50 Jahre und älter sind. Diese Entwicklung wird sich noch verstärken“, verwies Seynstahl auf eine zentrale Herausforderung der mainfränkischen Wirtschaft.

Auch auf der Arbeitnehmerseite machen sich bereits heute Engpässe in der Fachkräftesicherung bemerkbar. Dr. Seynstahl benannte zahlreiche Serviceangebote der IHK Würzburg-Schweinfurt, die Unterstützung bei der Gründung, Unternehmensnachfolge, Aus- bzw. Weiterbildung und der Fachkräftesicherung anbieten.

Information: Dr. Christian Seynstahl, IHK, E-Mail:
christian.seynstahl(at)wuerzburg.ihk.de oder unter www.wuerzburg.ihk.de.

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