Schweinfurt | 19.12.2011

Gefahren lauern im world wide web, Symbolbild, Quelle: Fotolia
Googlen, twittern, facebooken – das Web 2.0 beeinflusst nicht nur den Wortschatz. Es verändert auch die Interaktion zwischen Menschen und damit ihre Arbeitsweise im Berufsleben.
Davon ist der Kommunikationswissenschaftler L. Ripley Smith, Ph.D., überzeugt. In einem Gastvortrag (Stuttgart) zeigte er die amerikanische Sicht auf die Bedeutung von Social Media für die Unternehmensführung.
Generation Y
Smith führte aus: Die sogenannte „Generation Y”, in den Vereinigten Staaten nennt man sie „Generation M”, strömt verstärkt auf den Arbeitsmarkt. Es ist eine Generation, die von klein auf mit Technologien wie Internet und Handy umgeben war und deshalb einen ganz selbstverständlichen Umgang mit den Möglichkeiten, die sich dadurch bieten, entwickelt hat. Es gehört für sie zum Alltag, Informationen zu googlen, statt sich ausschließlich auf Aussagen von Experten zu verlassen. Vor allem aber nutzt die „Generation Y“ das Web 2.0, um mit anderen Menschen zu interagieren, Netzwerke aufzubauen und selbst Inhalte zu produzieren – sei es auf Wikipedia, über Twitter, einen eigenen Blog oder bei YouTube.
Experimentell statt linear arbeiten
Smiths Schlussfolgerung: Wer mit Social Media aufgewachsen ist, rezipiert nicht nur, sondern kreiert und arbeitet experimentell statt linear. Diese Besonderheiten ihrer künftigen Mitarbeiter müssen Unternehmen erkennen und verstehen, um Potenziale voll auszuschöpfen. Denn die junge Generation sei daran gewöhnt, Wissen und Arbeitsergebnisse nicht für sich zu behalten, sondern mit anderen zu teilen. Durch diese Zusammenführung von Informationen eröffnen sich neue Chancen – auch für das Unternehmen. „Mobilität und Flexibilität im Arbeitsumfeld können zu mehr Produktivität führen“, erklärte der Kommunikationswissenschaftler in seinem Vortrag an der FOM – und stellte innovative und erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor, um diese These zu unterstützen.
Unternehmen sollten offene Arbeitsatmosphäre schaffen
„Die Unternehmensführung sollte also eine offene Arbeitsatmosphäre schaffen und den Zugang bzw. das Teilen von Informationen sowie einen direkten Austausch zwischen Mitarbeitern und Abteilungen ermöglichen“, fasste Prof. Ripley Smith zusammen. Um bestehende Strukturen an die rasante Veränderung anzupassen, sei allerdings ein Umdenken bei den Führungskräften erforderlich. Starre Corporate Identity-Vorgaben könnten beispielsweise zu Problemen führen.

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mainfranken kennen!
Aktuell: Susanna Khoury. Seit zehn Jahren gestaltet sie als eine der Chefredakteurinnen Monat für Monat das Kulturmagazin Leporello unter dem Dach des eigenen kunstvoll Verlages in Würzburg. Leporello ist heute das regionale Kulturmagazin, das mit Charme und jeder Menge Kultur-Know-how das Kulturgeschehen in einer bislang einzigartigen Mixtur bündelt.
intelligent service
Individuelle Lösungen, die der Energiemarkt heute bietet

Die aktuelle Ausgabe der "Wirtschaft in Mainfranken" jetzt online zum Blättern!
Hier finden Sie alle Infos für Ihren Weg aufs Börsenparkett über die Börse München, ob über einen Börsengang oder durch eine Mittelstandsanleihe - mit m:access.
Jede Woche neu: Der aktuelle Börsenausblick, Börse in 100 Sekunden.