Würzburg | 23.11.2010
Arbeitgeber aus dem Umkreis von rund 100 Kilometern kamen pünktlich zur bundesweiten „Woche des Sehens“ im Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg zusammen. Das Bildungszentrum für blinde und sehbehinderte Erwachsene lud Führungskräfte und Personalverantwortliche nach Veitshöchheim und in die Würzburger Residenz ein, um ein Dankeschön zu sagen.
„In diesem Jahr feiert das Berufsförderungswerk 30 Jahre berufliche Rehabilitation in Veitshöchheim“, erläuterte BFW-Geschäftsführer Alfred Schulz die Grundidee des Zusammenkommens. Dieses Jubiläum, so Schulz, wäre ohne vorurteilsfreie Arbeitgeber gar nicht möglich: „Wir möchten mit dieser Veranstaltung dankeschön sagen, dass Sie als Personalverantwortliche von der beruflichen Leistungsfähigkeit blinder und sehbehinderter Menschen überzeugt sind.“ Über 70 Prozent der BFW-Absolventen finden trotz ihres Handicaps nach ihrer BFW-Zeit wieder eine Arbeitsstelle, betonte Schulz gegenüber den anwesenden Arbeitgebervertretern.
In Fachvorträgen und Kursbesichtigungen erfuhren die BFW-Gäste am Nachmittag, wie es den blinden und sehbehinderten BFW-Teilnehmern gelingt, sich beruflich fit zu machen und auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Am Abend wurden die Gespräche in lockerer Atmosphäre bei einer Weinprobe im Staatlichen Hofkeller der Würzburger Residenz fortgeführt. „Wir freuen uns, wenn Sie Ihre positiven Erfahrungen mit blinden und sehbehinderten Mitarbeitern auch anderen Arbeitgeber mitteilen“, appellierte Sabine Zürn, Leiterin des Rehabilitations- und Integrationsmanagements am BFW an die Gäste, ihr Wissen weiter zu geben.
Menschen mit Handicap können meist viel mehr, als ihnen das Gros der Gesellschaft zutraut, lautete der Grundtenor der Veranstaltung.
Bildunterschrift: Personalverantwortliche kamen auf Einladung des BFW in der Würzburger Residenz zusammen, um sich über die beruflichen Möglichkeiten von blinden und sehbehinderten Arbeitnehmern zu informieren.
Foto Meier

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