IHK-Ausbildungsbetriebe sorgen vor

Beste Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

Würzburg | 30.08.2010


Zu Beginn des Ausbildungsjahres am 01. August 2010 zieht die IHK Würzburg-Schweinfurt bei der Entwicklung der Ausbildungszahlen eine positive Zwischenbilanz.

Bis Ende Juli hat die mainfränkische Wirtschaftskammer bereits 2.826 neue Ausbildungsverträge registriert. Während die Zahl der Lehrstellenbewerber laut Statistik der Arbeitsagenturen in Mainfranken um 128 (minus1,7 Prozent) sank, verzeichnet die IHK bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im IHK-Bereich 183 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum (plus 6,9 Prozent).
In der Region der Agentur für Arbeit Schweinfurt haben die Unternehmen sogar mit plus 12 Prozent erheblich zugelegt, im Bereich der Agentur für Arbeit Würzburg mit plus 2,8 Prozent. Die gewerbliche mainfränkische Wirtschaft stemmt sich mit dieser anhaltenden Ausbildungsbereitschaft gegen den drohenden Fachkräftemangel. Mit den bisher eingetragenen Ausbildungsverhältnissen glänzt die Wirtschaftsregion Mainfranken mit dem größten Zuwachs in Bayern. Hier wurden im IHK-Bereich bis Ende Juli 2,6 Prozent mehr Ausbildungsverhältnisse registriert.
„Die regionalen Unternehmen wissen ganz genau, dass sie weiterhin auf die berufliche Erstausbildung setzten müssen, denn demografisch bedingt sinken die Schulabgängerzahlen in den nächsten Jahren weiter.“, erklärt Hans Dengel, Bereichsleiter IHK-Berufsausbildung die Situation in Mainfranken. „Fachkräfte werden deshalb zur Mangelware. Wer sich frühzeitig darauf einstellt und verstärkt in Berufsausbildung investiert, hat künftig Wettbewerbsvorteile.“, so Dengel.
177 Betriebe bilden neu aus
Bis Ende Juli 2010 haben die Ausbildungsplatzakquisiteure und die Ausbildungsberater der IHK Würzburg-Schweinfurt bei annähernd 1.000 Betriebsbesuchen für die betriebliche Berufsausbildung geworben. Dabei handelte es sich vorwiegend um Firmen die noch nicht oder in den letzten Jahren nicht mehr ausgebildet haben. Sie konnten in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 177 Betriebe neu oder wieder für die Berufsausbildung gewinnen. Zusammen stellen diese Unternehmen 229 neue Ausbildungsplätze im Sinne des Ausbildungspaktes zur Verfügung.
Derzeit sind bei den Arbeitsagenturen Würzburg und Schweinfurt noch rund 1.200 Ausbildungsplätze als unbesetzt gemeldet. Auch in der Lehrstellenbörse der IHK werden noch viele Ausbildungsplätze insbesondere in kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Berufen angeboten. „Es gibt also reichlich Chancen für junge Menschen, die derzeit noch keinen Ausbildungsplatz haben.“, appelliert der IHK-Experte an die Jugendlichen. Ihnen helfen die Agenturen für Arbeit in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftskammern mit Nachvermittlungsaktionen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Oberste Priorität bleibe aber, so Dengel, dass die noch Unversorgten sich selbst aktiv um einen Ausbildungsplatz bemühen, denn viele Ausbildungsbetriebe möchten nicht angetretene oder auch im Rahmen der Probezeit wieder frei werdende Ausbildungsplätze unbedingt nachbesetzen. „Die Botschaft lautet: Es gibt weiterhin beste Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.“

Information: Hans Dengel, IHK, Tel. 0931 4194-294, E-Mail: dengel(at)wuerzburg.ihk.de oder im Internet unter http://www.wuerzburg.ihk.de/.

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