Uniklinikum Würzburg

Das Uniklinikum Würzburg engagiert sich im Energieeffizienz-Netzwerk

Würzburg | 14.11.2017

Das Uniklinikum Würzburg engagiert sich im Energieeffizienz-Netzwerk
Bild: Arnika Hansen / Uniklinikum Würzburg

Vor kurzem trafen sich die Mitglieder der Energieeffizienz-Initiative Unterfranken 4 am Uniklinikum Würzburg (UKW) zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch.

LEEN steht für „Lernende Energieeffizienz-Netzwerke“ und ist ein Netzwerk-Standard. Als Projekt des Bundesumweltministeriums soll damit die Initiative „Energieeffizienz-Netzwerke“ der Bundesregierung unterstützt werden. Letztere hat zum Ziel, bis zum Jahr 2020 deutschlandweit 500 Energieeffizienz-Netzwerke zu etablieren. Nach dem Motto „Wer Wissen teilt, kommt schneller zu besseren Lösungen“ ermutigt und fördert die Initiative Unternehmen, ihre Energieeffizienz zu steigern, Kohlendioxid-Emissionen zu minimieren und als Folge ihre Energiekosten zu senken.

Eines dieser Netzwerke ist die „Energieeffizienz-Initiative Unterfranken 4“ (EEI4), getragen vom Verein Förderkreis Umweltschutz. Neben den Unternehmen Kneipp, SKF, Cordenka, KBA – Industrial Solutions, Franken Guss und Magna Mirrors gehören auch das Klinikum Würzburg Mitte, das Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt und das Uniklinikum Würzburg (UKW) der EEI4 an.

Uniklinikum Würzburg Gastgeber des 6. Energieeffizienz-Tisches

Am 19. September dieses Jahres waren Vertreter der Initiative am UKW zum 6. Energieeffizienz-Tisch zu Gast. Thema war ein Austausch über die jeweiligen Unternehmens- und Netzwerkziele im Rahmen der EEI4.

Dipl.-Ing. (FH) Jörn Braungardt von der Abteilung Betriebstechnik des UKW wies in seinem Vortrag darauf hin, dass sich die Themen Energieeffizienz und Ressourcenschutz schon im Leitbild des Klinikums finden. Dort heißt es unter anderem: Unser wirtschaftliches Handeln verbinden wir mit einem effizienten Einsatz von Energie, optimierter Versorgung und bewusstem Umgang mit Ressourcen.

Strategische und operative Energieziele des Klinikums

Daraus ergeben sich laut Braungardt strategische und operative Ziele für das UKW. Das strategische Ziel ist eine Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs des Klinikums um drei Prozent bis zum Jahr 2020, bezogen auf das Jahr 2015. Operative Ziele sind Steigerungen der Energieeffizienz bei der Wärmeverteilung, bei der Beleuchtung und bei der Lüftung. Zum Teil wurden aus den operativen Zielen am Klinikum schon konkrete Einzelmaßnahmen. So wurden zu einer optimierten Wärmeverteilung in verschiedenen Häusern des UKW die Standardpumpen durch hocheffiziente Geräte ersetzt. Die dabei eingesparte Energie sorgt nach Angaben des Ingenieurs für eine Amortisation der Investitionen innerhalb von drei Jahren. In Punkto Beleuchtung wurden sämtliche Außenleuchten des Klinikums auf LED umgerüstet. Pro Jahr werden dadurch rund acht Megawattstunden Strom gespart. Dies entspricht dem Stromverbrauch von etwa zwei Drei-Personen-Haushalten.

Darüber hinaus setzt das UKW auch auf Erneuerbare Energie: Drei Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Zentren für Operative und Innere Medizin an der Oberdürrbacher Straße haben zusammen eine Spitzenleistung von etwa 180 Kilowatt –, das ist, was 45 Vier-Personen-Haushalte bräuchten!
Ein zentraler Faktor für das Nutzen weiterer Energiesparpotenziale ist ein systematisches Energiemanagement. Ein Meilenstein in diesem Zusammenhang war nach Einschätzung von Jörn Braungardt die erfolgreiche Zertifizierung des Energiemanagementsystems des UKW im Mai dieses Jahres. Diese brachte Aufbesserungen in der Mess- und Regeltechnik einschließlich einer speziellen Datenverarbeitung mit sich.

Rundgang durch hocheffizientes Heizkraftwerk

Zur Eigendarstellung des Gastgebers in der Expertenrunde der EEI4 zählte auch ein Rundgang durch das Heizkraftwerk des UKW. Im Mittelpunkt der Führung mit Harald Thal, dem Leiter des Geschäftsbereichs Technik und Bau, stand die hier praktizierte, moderne Kraft-Wärme-Kopplung. Das Verfahren verwendet das „Abfallprodukt“ Wärme, das bei der Stromerzeugung im Klinikum entsteht, weiter als Energie. Zwei Gasturbinen und fünf, hauptsächlich mit Gas betriebene Kessel haben eine Gesamtleistung von drei Megawatt Strom und fast 50 Megawatt thermischer Energie. Gemäß der EU-Richtlinie 2004/8/EG ist die Anlage als hocheffizient einzustufen.

Am Nachmittag des Energieeffizienz-Tisches kamen dann verstärkt die anderen Netzwerkteilnehmer zu Wort. Sie referierten und diskutierten den Status ihrer der Energieziele und -maßnahmen sowie ihre zukünftigen Pläne in diesem Zusammenhang.

 

Bildunterschrift:

Vertreter der in der „Energieeffizienz-Initiative Unterfranken 4“ kooperierenden Unternehmen und Institutionen trafen sich am Uniklinikum Würzburg zum Informations- und Gedankenaustausch (Bild: Arnika Hansen / Uniklinikum Würzburg).

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

Focus-Klinikliste 2018: Uniklinik Würzburg in Bayern auf dem vierten Platz Focus-Klinikliste 2018: Uniklinik Würzburg in Bayern auf dem vierten Platz

Platz 14 unter mehr als 1.100 deutschen Krankenhäusern - so schnitt das Universitätsklinikum Würzburg in der aktuellen Klinikliste des Nachrichtenmagazins Focus ab. [ zum Artikel » ]

Öffentliche Infoveranstaltung zur Diagnostik und Therapie von Hirntumoren Öffentliche Infoveranstaltung zur Diagnostik und Therapie von Hirntumoren

Bei einer kostenlosen „Abendsprechstunde“ am Mittwoch, 20. September 2017, schildern fünf Experten des Neuroonkologischen Tumorzentrums des Uniklinikums ... [ zum Artikel » ]

Energiemanagement des Uniklinikums Würzburg jetzt zertifiziert Energiemanagement des Uniklinikums Würzburg jetzt zertifiziert

Das Energiemanagement des Uniklinikums Würzburg wurde im Mai dieses Jahres erfolgreich nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. [ zum Artikel » ]

Ärzte des Uniklinikums Würzburg erhalten fast 400.000 Euro Förderung Ärzte des Uniklinikums Würzburg erhalten fast 400.000 Euro Förderung

Die Transfusionsmediziner erhalten diesen Betrag von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Thrombozytenforschung. [ zum Artikel » ]

Uniklinikum Würzburg weiterhin Arzneimittelinformationsstelle Uniklinikum Würzburg weiterhin Arzneimittelinformationsstelle

Die Apotheke des Uniklinikums Würzburgs ist seit dem Jahr 2003 eine von drei Arzneimittelinformationsstellen der Bayerischen Landesapothekerkammer im Freistaat - jetzt wurde ... [ zum Artikel » ]

23 Ärzte des Uniklinikums Würzburg unter den Top-Medizinern Deutschlands 23 Ärzte des Uniklinikums Würzburg unter den Top-Medizinern Deutschlands

Die Ärzteliste 2017 des Nachrichtenmagazins Focus weist knapp zwei Dutzend Experten des Uniklinikums Würzburg als Top-Mediziner Deutschlands aus. [ zum Artikel » ]

Neuestes Video

IHK-TV präsentiert Ausbildungsberufe.

Fit for JOB! 2017

FFJ Mainfranken

Karrierestart in Mainfranken: fit for JOB!, die Broschüre der IHK für Schulabgänger und Berufseinsteiger liefert alle Antworten zu Karrierefragen.

Firma der Woche

bonnfinanz

Direktion für Bonnfinanz Schweinfurt

Das Unternehmen ist seit 1970 erfolgreich am Markt tätig und beschäftigt nur Berater, die eine fundierte kaufmännische Ausbildung oder ein Studium vorweisen können.

 


Bildergalerien

IHK Magazin

Titelbild Wirtschaft in Mainfranken November 2017. Bild: B4B MAINFRANKEN

Die aktuelle Ausgabe der "Wirtschaft in Mainfranken" jetzt online zum Blättern!

Neue Ausgabe "Wirtschaft in Mainfranken"

Gesundheit

Gesunde Mischung aus Mainfranken. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN MAINFRANKEN

Gesunde Mischung aus Mainfranken

Die Gesundheit von Mitarbeitern & Chefs, Alt & Jung, Frauen & Männern liegt in der Region Mainfranken vielen engagierten Unternehmen, Kliniken und Therapieeinrichtungen am Herzen. Eine Auswahl der Highlights finden Sie in dieser Ausgabe von B4B WIRTSCHAFTSLEBEN MAINFRANKEN WISSEN.