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Hochschulen stärken Zusammenarbeit im Bereich des dualen Studiums

Würzburg | 09.02.2018

Hochschulen stärken Zusammenarbeit im Bereich des dualen Studiums
Bild: hochschule dual

Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung im Beisein von Staatsminister Dr. Spaenle verstärken die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften ihre Zusammenarbeit im Bereich der dualen Studienangebote.

Seit der Gründung von hochschule dual als Initiative der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, hat sich die Zahl der dual Studierenden von rund 600 auf über 7.200 mehr als verzehnfacht. Das duale Studium ist nachgefragt, nicht nur in Bayern sondern deutschlandweit. Neben dem Anstieg der Studierenden und der Unternehmenspartner, ist auch die Anzahl der Anbieter und Studienmodelle gewachsen. Um diesem veränderten Umfeld Rechnung zu tragen, wurde in den letzten Jahren ein Prozess der Qualitätssicherung- und entwicklung angestoßen, dessen Ergebnisse in die Kooperationsvereinbarung eingeflossen sind.

Veränderung der organisatorischen Struktur

Ziel der nun unterzeichneten Kooperation ist es, die Zusammenarbeit im dualen Bereich zu verstärken sowie die Organisationsstruktur der bisherigen Initiative zu festigen. Um das hohe Niveau des Studienangebots zu sichern und die strategische Weiterentwicklung gezielt und wissenschaftlich fundiert voranzutreiben, wurde die Position eines wissenschaftlichen Leiters geschaffen. Dieser wird künftig hochschule dual gegenüber Hochschulen, Wirtschaft, Ministerien sowie Multiplikatoren nach außen vertreten.

Unterstützt wird der wissenschaftliche Leiter von drei Hochschulpräsidenten, die im Lenkungsrat die Aktivitäten von hochschule dual mitsteuern und Bindeglied zu den Kooperationshochschulen sind. Das bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gehört dem Lenkungsrat als beratendes Mitglied an. „Die Bedeutung dualer Studiengänge ist  in den letzten Jahren gewachsen, dies zeigen auch unsere Zuwachsraten an dual Studierenden. Ich freue mich, dass wir für diese wichtige Initiative eine nachhaltige und zukunftsfähige Organisationsform vereinbart haben“  sagte der bisherige Leiter von hochschule dual sowie Präsident der Zuordnungshochschule (Hochschule Landshut), Prof. Dr. Stoffel anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Zentrale Aufgaben von hochschule dual

Die Geschäftsstelle von hochschule dual mit Sitz in München bündelt auch weiterhin das gesamte duale Studienangebot auf einer zentralen Online-Informationsplattform und stellt umfassendes Printmaterial zum ausbildungsintegrierenden Verbundstudium und zum Studium mit vertiefter Praxis bereit. Als zentrale Serviceeinrichtung zwischen allen Akteuren des dualen Studiums in Bayern verantwortet die Geschäftsstelle hochschulübergreifende Informationskampagnen ebenso wie die Vernetzung und Weiterentwicklung der dualen Angebote. Unterstützt wird hochschule dual weiterhin durch den Beirat, der aus bis zu zehn Mitgliedern aus der Wirtschaft, dem Hochschulumfeld und dem Vorsitzenden des Lenkungsrats besteht. Seine Hauptaufgabe ist es, den Dialog mit der Wirtschaft zu pflegen und Anregungen der Wirtschaft zur Ausgestaltung der dualen Studienmodelle einzubringen. „Für uns bayerische Hochschulen für angewandte Wissenschaften kombiniert das bayerische Modell hochschule dual optimal die hochwertige akademische Ausbildung mit Praxiszeiten im Unternehmen“ so die Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm sowie Vorsitzende von Hochschule Bayern   e.V., Prof. Dr. Uta M. Feser. „Die Unternehmer profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften, die bereits über das erforderliche Praxiswissen im eigenen Betrieb verfügen. Und auch wir Hochschulen profitieren durch enge Kontakte zu den Unternehmenspartnern“ so Prof. Dr. Feser weiter.

Wissenschaftsminister Dr. Spaenle unterstützt Ausbau des dualen Studiums

„Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung stärken die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften ihre Zusammenarbeit bei den dualen Studienangeboten. Ziel des dualen Studiums ist es, ein überzeugendes praxisorientiertes Ausbildungssystem auf hohem Niveau anzubieten, in dem Studierende frühzeitig in Unternehmen eingebunden werden und nach dem Studium auf qualifizierten Positionen optimal einsetzbar sind. Und es ist ein Erfolgsmodell, für das sich mittlerweile rund 7.200 Studierende entschieden haben. Mit der Kooperationsvereinbarung stellen wir eine den aktuellen Herausforderungen des dualen Studiums angepassten Organisations- und Managementstruktur bereit – unter der Dachmarke „hochschule dual“, betonte Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und führte weiter aus: „Dabei ist die Stärkung und Weiterentwicklung der innovativen Qualifizierungswege im dualen Studium ein zentrales Ziel. Hierzu soll das hochschulische und das berufspraktische Lernen in gemeinsamen Qualifizierungsangeboten stärker zusammengeführt werden. Auch die wechselseitigen Übergänge zwischen der beruflichen und akademischen Bildung sollen optimiert.und die Anschlussfähigkeit gesichert werden.“

Im Beisein des bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle, unterzeichneten die Präsidentinnen und Präsidenten der beteiligten Hochschulen für angewandte Wissenschaften am 5.2.2018 in Illertissen den Kooperationsvertrag. Mitglieder von hochschule dual sind die 17 staatlichen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die beiden nichtstaatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in kirchlicher Trägerschaft stellen assoziierte Mitglieder dar.

 

Bildunterschrift:

Unterzeichnung Kooperationsvereinbarung hochschule dual: von li.n.r. Prof. Dr. Karl Stoffel - Präsident HS Landshut und Leiter hochschule dual, Prof. Dr. Robert F.Schmidt – Präsident HS Kempten – Leiter hochschule dual 2006-2016, Prof. Dr. Uta M. Feser – Präsidentin HS Neu-Ulm und Vorsitzende Hochschule Bayern e.V., Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle –Staatsministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst,  Prof. Dr. Walter Schober –  Präsident TH Ingolstadt und Stellv. Vorsitzender Hochschule Bayern e.V. (Bild: hochschule dual).

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