Würzburg | 14.04.2011
Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Würzburg sprechen sich für einen schnelleren Ausstieg aus der Kernenergie aus. „Kernenergie bleibt eine Hypothek auf die Zukunft“, betont Holger C. Metzger, Kreissprecher der WJ Würzburg.
„Wir müssen den Ausstieg so schnell wie möglich schaffen, das sind wir den zukünftigen Generationen schuldig.“
Bei Jungunternehmern nachgefragt
In einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern der Wirtschaftsjunioren Deutschland haben rund 64 Prozent der jungen Unternehmer und Führungskräfte angegeben, dass Deutschland so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umsatteln muss, etwa die Hälfte von ihnen gibt an, dass der Umstieg aufgrund der Ereignisse in Japan schneller geschehen muss als geplant. Für einen sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie sprechen sich allerdings nur rund 6 Prozent der jungen Unternehmer aus. 29 Prozent sind der Überzeugung, dass die Risiken der Kernenergie beherrschbar sind.
„Was wir jetzt brauchen, sind ein politischer Burgfriede und die Bereitschaft, die ideologischen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrzehnte einmal hinten anzustellen“, fordert Metzger.
Besonnenheit statt Schnellschüsse
Dennoch weist der Jungunternehmer darauf hin, dass aufgrund der Bedeutung der Energieversorgung von Privathaushalten, öffentlichen Einrichtungen und der Unternehmen keine Schnellschüsse stattfinden dürfen. Besonnenheit sei Trumpf. Letztlich ist die Frage zu beantworten, wie Deutschland sicher und bezahlbar mit Strom versorgt werden und zugleich die CO2-Ziele einhalten kann. „Wir brauchen Antworten auf die Frage, wie wir die Sicherheit unserer Energieversorgung gewährleisten können und zeitgleich darauf, welche Auswirkungen ein Ausstieg auf den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland hätte“.
Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Würzburg sind eine Vereinigung von jungen Unternehmern und Führungskräften mit rund 190 Mitgliedern und Gästen aus der gewerblichen Wirtschaft und bei der IHK Würzburg-Schweinfurt organisiert. Bundesweit gehören den Wirtschaftsjunioren mehr als 10.000 aktive Mitglieder an und bilden den größten Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Sie verantworten bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze.

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