Arnold Schwerlast GmbH & Co. KG

Olympia: Wenn die Sportelite geht, kommt der unterfränkische Logistikspezialist Arnold

Würzburg | 06.04.2018

Olympia: Wenn die Sportelite geht, kommt der unterfränkische Logistikspezialist Arnold
Foto: Arnold Schwerlast GmbH & Co. KG.

Die Arnold Schwerlast GmbH & Co. KG aus Rimpar bei Würzburg organisiert den Abtransport von knapp 800 Kilometern Olympia-Kabel von Südkorea nach Europa.

In jeglicher Hinsicht ist die Durchführung von Olympischen Spielen ein Mammutprojekt. Klotzen statt kleckern heißt die Devise; Rekordjagd nicht nur in sportlicher, sondern auch in medialer Hinsicht. Schließlich soll des Event nicht hinter den vorangegangenen zurückstehen. Die Veranstalter setzen dafür ein enormes technisches Equipment ein, das nach den Spielen wieder abgebaut werden muss. Arnold Schwerlast, der unterfränkische Spezialist für Schwertransporte, war bereits 2014 im russischen Sotschi damit betraut, den Abbau und Abtransport der Spezialkabel zu organisieren. Nun, vier Jahre später, ist der Familienbetrieb auch im südkoreanischen PyeongChang gefragt.

Rekordverdächtige Kabelmengen

Kaum waren die Olympischen Spiele Vergangenheit, liefen die Entsorgungsarbeiten an. Das Team um Geschäftsführer Oliver Arnold hat einen genauen Zeitplan aufgestellt. Ende Februar begann es mit dem Abbau von 42 Kilometern Kabel aus dem Hockey Centre in Kwangdong. Bei den weiteren 14 Spielstätten an fünf Standorten muss es allerdings warten, bis die nach Olympia stattfindenden Wettbewerbe der Paralympics abgeschlossen sind. Insgesamt haben die Entsorgungsteams Kabel mit einer Länge von 757 Kilometern für den Abtransport aufzurollen. Nach den Planungen wird der Trupp an 12 Tagen 19 Touren von den Spielstätten zur Küste durchführen.

Per Schiff nach Europa

Fast 82 Tonnen wird die Fracht wiegen, die Arnold Schwerlast ab Anfang April in standardisierten „40-Fuß-Open-Top-Containern“ per Schiff auf die Reise nach Europa schickt. Dort werden die Kabel schließlich weiterverarbeitet oder entsorgt. Oliver Arnold freut sich über den Auftrag. „Man kann sagen: Im Nachgang hat eine mainfränkische Firma bei Olympia in Südkorea weiteres Edelmetall geholt,“ meint der Inhaber des Logistikunternehmens. „Man muss nämlich wissen, bei den Kabeln handelt es sich in Hauptsache um das Edelmetall Kupfer.“

 

Über das Unternehmen

Die Arnold Schwerlast GmbH & Co. KG aus Rimpar (Landkreis Würzburg) wurde 1945 gegründet und 2014 in das „Lexikon der Deutschen Familienunternehmen“ aufgenommen. Im Jahr 2015 feierte man das 70-jährige Jubiläum.

Die Schwerpunkte der Arnold Schwerlast GmbH & Co. KG liegen im Anlagenbau für den weltweiten Schwer- & Sondertransport sowie in der logistischen Abwicklung, unter anderem für Industrieumzüge oder Kernkraftbau. Als führender Dienstleister für Schwergut wurde Arnold Schwerlast im Oktober 2010 vom bayerischen Wirtschaftsministerium mit dem „Exportpreis Bayern“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2017 trat der unterfränkische Transport- und Schwergutdienstleister dem Logistiknetzwerk des Bundesministeriums für Transport und digitale Infrastruktur bei.

 

Bildunterschrift:

82 Tonnen wiegt die Fracht an Kabeln, die Arnold Schwerlast nach Europa transportieren lässt. 

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