FHWS - Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Rund dreißig Studierende des Projekts DEL-FIN (Deutschland-Finnland) präsentierten ihre Ergebnisse

Würzburg | 28.12.2017

Rund dreißig Studierende des Projekts DEL-FIN (Deutschland-Finnland) präsentierten ihre Ergebnisse
Foto: FHWS - Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Fünf Projekte haben die jungen Studierenden in Kooperation mit Unternehmen bearbeitet und multimedial präsentiert

Um Studierende optimal auf ihre spätere, ggf. auch internationale Berufstätigkeit vorzubereiten, ist vor allem die anwendungsorientierte Praxis auf Basis theoretischer und erworbener Kenntnisse förderlich. 19 Studierende der Studiengänge E-Commerce, Informatik und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt sowie elf Studierende der Partnerhochschule Saimaa in Lappeenranta, Finnland, hatten ein viertel Jahr lang die Möglichkeit, fünf webbasierte Themen in Kooperation mit deutschen wie finnischen Projektfallgebern zu bearbeiten.

Die deutschen wie finnischen Studierenden lernen nicht nur eine internationale Teamarbeit unter festen Zeitvorgaben kennen, sie vertiefen auch ihre englischen Sprachkenntnisse, sie können ihre Kooperations- und Durchsetzungsfähigkeit ausprobieren sowie ihre Präsentationstechniken testen. Im Vorfeld waren die deutschen Studierenden unter Leitung der Professorin Dr. Christina Völkl-Wolf sowie des Professors Dr. Frank Hennermann im Oktober nach Finnland gereist, um die Projekte entsprechend aufzuteilen und zu bearbeiten. Im Dezember kamen nun im Gegenzug die finnischen Kommilitonen nach Würzburg, um gemeinsam als internationale Teams den Unternehmensvertretern die Ergebnisse zu präsentieren. Zudem haben die Studierenden begleitend zum laufenden Vorhaben einen Blog erstellt mit Impressionen (DELFIN FHWS).

Zu den Projekten

Im ersten Projekt erstellten die jungen Informatiker eine neue Homepage für die touristisch eher weniger bekannte südöstliche finnische Urlaubsregion Rautjärvi nahe der russischen Grenze. Über eine auch für ungeübte User leicht zu bearbeitende wie ergänzende Wordpress-Website stellten sie die Informationen in Finnisch wie Englisch zur Verfügung; sie suchten sich zielgruppenorientierte Themenschwerpunkte heraus, stellten für Urlaubssuchende einen TripAdvisor-Account ein, optimierten die Schlagwortsuche mit Google-Tools und stellten zwei Handbücher für die Betreiber der Seiten zur Verfügung.

Das zweite Team unterstützte die Betreiber einer bekannten Restaurant- und Hotelmarke in Finnland, Kägöne, die nach fast sieben Jahren das Objekt wiedereröffnet haben. Aufgabe war es, die Website, die seinerzeit in aller Eile erstellt wurde, neu und ansprechender zu gestalten. Darüber hinaus entwickelten die Deutschen und Finnen ein neues Logo und boten eine neue App an, eine MemberCard für die Hotel- und Restaurantkunden sowie eine Lotterie im Zuge ihrer Marketingstrategie, um den Bekanntheitsgrad zu steigern.

Das in Veitshöchheim ansässige Unternehmen Wegmann Automotive plant, neben der persönlichen, schriftlichen oder telefonischen Kontaktaufnahme den Kunden zusätzlich einen Chatbot im Rahmen der Kundenkommunikation anzubieten. Das Studierendenteam führte anhand einer kleinen theatralischen Einlage die Kontaktaufnahme eines „Kunden“ beim „Unternehmen“ über einen Chatbot vor und zeigte die Vorteile auf: Unabhängig von Ort oder Öffnungszeiten können sich Kunden im Rahmen häufig gestellter Fragen informieren bzw. Produkte bestellen. Chatbots tauschen sich in einer „natürlichen Sprache“ mit den Kunden aus, die über Auswahlmöglichkeiten schnell Antworten erhalten können oder eine Übersicht über die Angebote des Unternehmens einsehen.

Das vierte und fünfte studentische Team hatte als Projektfallgeber den in Aschheim bei München ansässigen und weltweit agierenden Online-Händler „mytheresa.com“. Eine Herausforderung stellt hier der chinesische Markt dar – das Verhalten der Kunden sei deutlich anders als in Europa, die App solle entsprechend für chinesische Interessenten personalisiert werden. Die Studierenden konzipierten neue Icons, stellten länderspezifische Zahlmöglichkeiten über QR-Codes statt über Kreditkarten ein, ermöglichten neue Suchfunktionen und regionalisierten die Seite mit einer chinesischen Skyline.

Darüber hinaus entwickelte eine weiteres Team eine VIP-Funktion innerhalb der App: Um treue Kundinnen zu ihrem besonderen Status hinzuführen, ergänzten die Studierenden die App mit einem VIP-Stern und exklusiven Angeboten wie z.B. Einladungen zu Modenschauen, zu „weißen Parties“, Chatfunktionen mit dem Unternehmen oder der Möglichkeit eines digitalen Kleiderschranks.

 

Bildunterschrift:

Studierende der FHWS arbeiteten gemeinsam an Projekten mit der finnischen Partnerhochschule.

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