Stadt Würzburg

Zwei Städte, 25 Jahre: Würzburg und Umeå feiern Silberhochzeit

Würzburg | 09.10.2017

Zwei Städte, 25 Jahre: Würzburg und Umeå feiern Silberhochzeit
Bild: Georg Wagenbrenner

Ungefähr 120.000 Einwohner, Studentenstadt. Diese Beschreibung passt sowohl auf Würzburg wie auch auf Umeå. Sehr passend erscheint da das englische Wort ‚Twinning‘ für Städtepartnerschaft, das die Assoziation zum Wort ‚twin‘ für Zwilling weckt. Und genau diese Partnerschaft feiert in diesem Jahr ihre ‚Silberhochzeit‘. Der Festakt in Schweden fand bereits im Mai statt, die deutschen Feierlichkeiten wurden im Rahmen der Mainfrankenmesse zelebriert.

Die Reihen vor der Medienbühne der FHWS waren gut gefüllt, alle Sitzplätze belegt. Es herrschte reges Interesse am deutsch-schwedischen Austausch. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch Rehan Syed, Dito Winterstein, Sancho Dombrowsky und Wolfgang Salomon, die Gitarrenklänge zum Besten gaben.

Oberbürgermeister Schuchardt ließ die Anfänge der Partnerschaft Revue passieren: „Vor fast genau 25 Jahren, am 12. September 1992, wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen Würzburg und Umeå unterschrieben.“ Doch bereits vor diesem Tag waren die beiden Städte schon eng durch die Zusammenarbeit der ansässigen Universitäten miteinander verbunden. Mit der Zeit wurden auch außerhalb der Universitäten Kontakte geknüpft, etwa im Bereich der Stadtadministration.

Atemberaubende Landschaft und Atmosphäre

Neben diesem Rückblick skizzierte Oberbürgermeister Schuchardt auch einen Ausblick: Es soll ein Umeå-Garten in Würzburg errichtet werden, der die bereits vorhandenen Partnerschaftsgärten komplettiert. Zudem soll auch der kulturelle Austausch intensiviert werden. Hierfür wurde in Zusammenarbeit mit dem Cairo Würzburg ein Erasmus-Antrag gestellt. Der Oberbürgermeister legte allen Zuhörern ans Herz, Umeå zu besuchen, denn die Stadt besticht mit ihrer atemberaubenden Landschaft und Atmosphäre.

Der Bürgermeister von Umeå, Hans Lindberg, sprach sich ebenfalls für die Bedeutung der Zusammenarbeit und der Partnerschaft für die beiden Städte aus und beton-te, dass solche Kooperationen die Grundlage für Frieden und Demokratie bilden. Zu-dem bedankte er sich beim Oberbürgermeister für die Einladung und das ansprechende Programm. Sabine Herrmann vom Büro Würzburg International organisierte während des Aufenthalts unter anderem Führungen durch die Stadt und über das Landesgartenschaugelände 2018. Lindberg drücke zudem seine Daumen und hoffe auf positive Resonanz bezüglich des Erasmus-Antrags. Schuchardt überreichte eine Flasche fränkischen Rotwein mit einem Weinkühler, auf welchem ‚Würzburg-Umeå‘ und eine ‚25‘ graviert ist als Gastgeschenk. Im Gegenzug hatte Lindberg eine für Umeå typische Glasvase mitgebracht.

Ein zweiwöchiger Kurs machte den Anfang

„Es war ein bitterkalter Märztag 1981 als die Direktoren der Universitäten den Universitätspartnerschaftsvertrag unterschrieben.“, erzählte der Träger der Partnerschaftsmedaille Peter Sedlacek und erinnerte an die Universitätspartnerschaft, die der Städtepartnerschaft vorausging: Den Anfang machte ein zweiwöchiger deutscher Sprach- und Landeskundekurs für Studenten der Universität in Umeå, der durch zusätzliche finanzielle Mittel der Sprachinstitute ermöglicht wurde. Diesen Kurs gibt es im Übrigen noch immer.

Doch auch in anderen Bereichen fand und findet steter Austausch statt: Ob die ge-genseitige Teilnahme an Theaterfesten, Brennballturnieren, Schüleraustauschen, Stadtführungen oder die Zusammenarbeit von Kirchengruppen. In fast allen Bereichen des täglichen Lebens besteht enger deutsch-schwedischer Kontakt, der in Zukunft weiter gehalten und intensiviert werden soll.

Eine Rolle hierbei spielt auch die Deutsch-Schwedische Gesellschaft. Ihre Geschichte reicht ähnlich weit zurück. Den Anfang machten schwedische und deutsche Studenten, die sich nach einem Kurs für Studierende bei einem Glas Wein im Weinhaus Popp austauschten. Es folgten dann Veranstaltungen, wie das Midsommar- und Lucia-Fest, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Zudem wurden auch Exkursionen, etwa zum schwedischen Weihnachtsmarkt in Frankfurt, durchgeführt. Noch heute trifft sich die Gesellschaft einmal im Monat und betreut Gästeführungen, indem Führungen und Weinproben organisiert werden. Beim Tag der offenen Rathaustür war sie mit einem Stand vertreten und in diesem Jahr findet wieder das schwedische Weihnachtsbuffet statt. Kulinarisch ging es dann auch für die Delegation weiter, beim Stand des Juliusspitals war ein Jubiläumsmenü vorbereitet.

Text: Luisa Macharowsky

 

Bildunterschrift:

Weinkühler und Glasvase wechseln Besitzer: Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Bürgermeister Hans Lindberg auf der FHWS-Bühne.

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