Moderner, besser und noch klangvoller

Bayerische Musikakademie Hammelburg nach Sanierung eingeweiht

Im Januar 2017 wurden die Pläne zur Sanierung der Bayerischen Musikakademie Hammelburg vorgestellt. Nun, zweieinhalb Jahre später, ist es vollbracht: Das historische Gemäuer – einst ein Kloster – erstrahlt nun nicht nur mit modernen baulichen Elementen in neuem Glanz, sondern bietet auch noch jede Menge Platz für Musikerinnen und Musiker, die seit den 80er Jahren in Hammelburg ausgebildet werden.

„Wahnsinn – anders kann man den Eindruck beim ersten Betreten nicht beschreiben“, zeigt sich Landrat und 1. Vorsitzender des Trägervereins Bayerische Musikakademie Hammelburg e. V. Thomas Bold beeindruckt, „Die Musikakademie ist für unseren Landkreis ein kulturelles Aushängeschild, auf das wir sehr stolz sind. Durch die Sanierung wurde dem Gebäude neues Leben und eine ganz neue Dynamik eingehaucht – das ist großartig!“

Zur Einweihung der Musikakademie eigens angereist war der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler. „Die Musikakademie Hammelburg ist die älteste Landesinstitution dieser Art in ganz Deutschland und damit eine bayerische Pioniereinrichtung. Sie ist ein bedeutender Kristallisationspunkt für Musik, Kunst und Kultur in Unterfranken und bietet den Besucherinnen und Besuchern das ideale Umfeld sowohl für Einkehr und Konzentration als auch für Kreativität und Experiment. Ich freue mich daher sehr, dass wir diese facettenreiche Institution mit neuen zusätzlichen Räumlichkeiten bei ihrer wertvollen Arbeit unterstützen können“, betonte Staatsminister Bernd Sibler.

Schon seit einigen Jahren standen Überlegungen zur Erweiterung der Musikakademie im Raum. Schließlich entschied man sich dafür, das ehemalige Franziskanerkloster Altstadt Hammelburg zu kaufen. Dieses Gebäude wurde nun integriert und für die Zwecke der Akademie generalsaniert.      

Start der Baumaßnahme war im Juni 2016. Geplant war eine Sanierung des ehemaligen Konventgebäudes (Bauunterhaltstau, Gebäudeleerstand, Schädlingsbefall). Das Erscheinungsbild des alten Gebäudes sollte dabei erhalten bleiben und zugleich einer modernen und nachhaltigen Nutzung zugeführt werden. Zudem sollten die Aufgaben der Bayerischen Musikakademie mithilfe der Umbaumaßnahmen optimiert werden.  

13,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern

Dieses Mammutprojekt ist geglückt – Architekt Christian Brückner und sein Team haben ganze Arbeit geleistet: Im zuvor leerstehenden Gebäudeteil des ehemaligen Konventgebäudes entstanden zusätzliche Überäume unterschiedlicher Größe und Übernachtungszimmer für die Seminarteilnehmer. Zwei dieser Einzelzimmer sind barrierefrei. Die Gesamtzahl der möglichen Übernachtungsgäste wurde durch die Umbaumaßnahmen auf 137 Betten aufgestockt. Vor allem im bislang leer stehenden Dachgeschoss entstanden spannende, neue Überäume für die Musiker, die den Übergang von alt und neu sichtbar machen und so die Geschichte des Klosters erzählen.

Das Herzstück der neuen Akademie ist der früher verwaiste Innenhof des Klosters. Er wurde überdacht und dient nun als multifunktionaler Speisesaal und Ort der Begegnung und Kommunikation für alle Gäste und Mitarbeiter des Hauses. Neben dem Speisesaal liegt jetzt eine Cafeteria, die ebenfalls flexibel nutzbar ist. In unmittelbarer Nähe zum Speisesaal wurde die bestehende Küche erweitert und nach dem derzeitigen Hygienestandard modernisiert.

Den historischen Eingang – die frühere Klosterpforte – hat man reaktiviert und als neuen Haupteingang aufgewertet. Daneben entstand ein Lehrgangsleiterbüro mit modernen Kommunikationseinrichtungen.

Um auch großen Orchestern in der Bayerischen Musikakademie die Möglichkeit zum Proben und zur Unterbringung bieten zu können, wurden neue Überäume im Obergeschoss und Dachgeschoss eingerichtet. Dadurch wurde das Raumangebot der Bayerischen Musikakademie deutlich verbessert.      

Neben dem neuen Haupttreppenhaus im Ostflügel wurde im Erdgeschoss ein professionelles Tonstudio eingerichtet: Der Aufnahme- sowie der Regieraum haben Sichtbezug zueinander, sodass Musiker und Techniker auch visuell kommunizieren können. Zusätzlich ist es möglich, Mitschnitte auch in den einzelnen Übungsräumen aufzuzeichnen.      

Um die historische Bedeutung des ehemaligen Franziskanerklosters für Hammelburg und das umgebende Saaletal zu dokumentieren, wird in der ehemaligen Hauskapelle ein Ausstellungsraum geschaffen, in dem sich Besucher über die Geschichte des Klosters „Einst und Jetzt“ informieren können. Die Planungen hierzu laufen.

Die Kosten für das Projekt werden mit 13,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern gefördert.

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„Wahnsinn – anders kann man den Eindruck beim ersten Betreten nicht beschreiben“, zeigt sich Landrat und 1. Vorsitzender des Trägervereins Bayerische Musikakademie Hammelburg e. V. Thomas Bold beeindruckt, „Die Musikakademie ist für unseren Landkreis ein kulturelles Aushängeschild, auf das wir sehr stolz sind. Durch die Sanierung wurde dem Gebäude neues Leben und eine ganz neue Dynamik eingehaucht – das ist großartig!“

Zur Einweihung der Musikakademie eigens angereist war der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler. „Die Musikakademie Hammelburg ist die älteste Landesinstitution dieser Art in ganz Deutschland und damit eine bayerische Pioniereinrichtung. Sie ist ein bedeutender Kristallisationspunkt für Musik, Kunst und Kultur in Unterfranken und bietet den Besucherinnen und Besuchern das ideale Umfeld sowohl für Einkehr und Konzentration als auch für Kreativität und Experiment. Ich freue mich daher sehr, dass wir diese facettenreiche Institution mit neuen zusätzlichen Räumlichkeiten bei ihrer wertvollen Arbeit unterstützen können“, betonte Staatsminister Bernd Sibler.

Schon seit einigen Jahren standen Überlegungen zur Erweiterung der Musikakademie im Raum. Schließlich entschied man sich dafür, das ehemalige Franziskanerkloster Altstadt Hammelburg zu kaufen. Dieses Gebäude wurde nun integriert und für die Zwecke der Akademie generalsaniert.      

Start der Baumaßnahme war im Juni 2016. Geplant war eine Sanierung des ehemaligen Konventgebäudes (Bauunterhaltstau, Gebäudeleerstand, Schädlingsbefall). Das Erscheinungsbild des alten Gebäudes sollte dabei erhalten bleiben und zugleich einer modernen und nachhaltigen Nutzung zugeführt werden. Zudem sollten die Aufgaben der Bayerischen Musikakademie mithilfe der Umbaumaßnahmen optimiert werden.  

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Das Herzstück der neuen Akademie ist der früher verwaiste Innenhof des Klosters. Er wurde überdacht und dient nun als multifunktionaler Speisesaal und Ort der Begegnung und Kommunikation für alle Gäste und Mitarbeiter des Hauses. Neben dem Speisesaal liegt jetzt eine Cafeteria, die ebenfalls flexibel nutzbar ist. In unmittelbarer Nähe zum Speisesaal wurde die bestehende Küche erweitert und nach dem derzeitigen Hygienestandard modernisiert.

Den historischen Eingang – die frühere Klosterpforte – hat man reaktiviert und als neuen Haupteingang aufgewertet. Daneben entstand ein Lehrgangsleiterbüro mit modernen Kommunikationseinrichtungen.

Um auch großen Orchestern in der Bayerischen Musikakademie die Möglichkeit zum Proben und zur Unterbringung bieten zu können, wurden neue Überäume im Obergeschoss und Dachgeschoss eingerichtet. Dadurch wurde das Raumangebot der Bayerischen Musikakademie deutlich verbessert.      

Neben dem neuen Haupttreppenhaus im Ostflügel wurde im Erdgeschoss ein professionelles Tonstudio eingerichtet: Der Aufnahme- sowie der Regieraum haben Sichtbezug zueinander, sodass Musiker und Techniker auch visuell kommunizieren können. Zusätzlich ist es möglich, Mitschnitte auch in den einzelnen Übungsräumen aufzuzeichnen.      

Um die historische Bedeutung des ehemaligen Franziskanerklosters für Hammelburg und das umgebende Saaletal zu dokumentieren, wird in der ehemaligen Hauskapelle ein Ausstellungsraum geschaffen, in dem sich Besucher über die Geschichte des Klosters „Einst und Jetzt“ informieren können. Die Planungen hierzu laufen.

Die Kosten für das Projekt werden mit 13,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern gefördert.

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