Barrierefrei, lichtdurchflutet, medienfit

BBZ Münnerstadt hat neues Gebäude bezogen

Zweieinhalb Jahre nach dem Spatenstich im April 2018 ist das neue Berufsbildungszentrum (BBZ) Münnerstadt bezugsfertig. Ein imposantes Gebäude, das von außen vor allem durch viel Glas und eine klare Struktur ins Auge sticht.

„Wir freuen uns sehr, dass die Schülerinnen und Schüler in den Herbstferien umziehen können“, sagt Landrat Thomas Bold. Träger des BBZ sind der Landkreis Bad Kissingen und die Caritas-Schulen gGmbH. „Die Kooperation lief sehr gut“, so Bold. „Wir waren uns einig, dass wir für die Schülerinnen und Schüler nicht nur neue Räumlichkeiten schaffen, sondern ihnen auch eine attraktive Lernatmosphäre bieten wollen.“

Tafeln sind Vergangenheit

Dazu trägt die Ausstattung mit modernster digitaler Medientechnik bei. Die Lehrer*innen schreiben nicht mehr auf „normalen“ Tafeln, sondern können das Wissen über einen interaktiven Monitor vermitteln. Er wird mit der Hand oder einem Stift gesteuert. Damit lassen sich auch Bilder, Audio- und Videosequenzen im Unterricht miteinbinden.

Viel Tageslicht im Gebäude

Bei der Planung haben die die Architekten Gunther Benkert und Marcel Schäfer aus München viel Wert auf Helligkeit und Kontrast gelegt. Dadurch fällt es Sehbehinderten leichter, sich zu orientieren. Fenster zwischen den Klassenräumen und den Gängen lassen viel Tageslicht ins Gebäude und machen es im wahrsten Sinne des Wortes transparent. Mit Holz, Beton und Glas wurden natürliche und zugleich robuste Materialien verwendet.

Einige Räume haben die Architekten multifunktional angelegt, d.h. sie können mit wenig Aufwand erweitert oder zusammengelegt werden. So lässt sich ein Raum, der direkt an die Aula anschließt, in eine Theaterbühne umwandeln. Der Musikraum kann zu einer Art Tribüne umfunktioniert werden, sodass mehr Zuschauer*innen in der Aula Platz finden.

Energieeffizienz mit eingebaut

Auch energetisch ist das Haus durchdacht: In die Fassade integrierte Sonnensegel reduzieren die Sonneneinstrahlung, sodass sich das Innere im Sommer nicht aufheizt. Gleichzeitig wird der Lichteinfall nicht gestört. Eine tageslichtgesteuerte Beleuchtung sorgt dafür, dass im Raum immer die gleiche Helligkeit herrscht - das spart Energiekosten. Außerdem wurden ein Hackschnitzelheizung sowie eine Photovoltaikanlage integriert.

In fünf Lernhäuser gegliedert

Obwohl das neue BBZ relativ mächtig erscheint, kann man sich gut darin orientieren. Das haben die Architekten erreicht, indem sie das Gebäude in fünf einzelne Lernhauscluster gegliedert haben. „Jedes Lernhaus muss man sich vorstellen wie einen Würfel, in jeder Geschossfläche gibt es das gleiche Grundprinzip“, erläutert Schulleiter Gißler. „Räume, die thematisch zusammenpassen, liegen eng beieinander. Die Schülerinnen und Schüler haben nur noch kurze Wege zwischen den Klassen- und Fachräumen und müssen nicht mehr quer durchs ganze Schulhaus laufen.“ Ein pädagogisches Konzept, das Gißler als „sehr gelungen“ lobt.

Neubau werthaltiger als Sanierung

Insgesamt hat der Neubau rund 30 Millionen Euro gekostet. Die Baumaßnahme sei dringend notwendig gewesen, nachdem das alte Gebäude fast nicht mehr nutzbar ist. „Die Mängel sind so gravierend, dass eine Generalsanierung nicht ausgereicht hätte“, so Gißler. Zudem sei das alte BBZ nicht barrierefrei gewesen. „Für uns ein großes Problem, vor allem auch, weil wir junge Menschen ausbilden, bei denen Inklusion im Berufsbild verankert ist, z.B. Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger.“ Nun sind alle vier Geschosse inklusive des Kellers mit einem Aufzug zu erreichen. Das Haus ist für 800 Schüler*innen konzipiert, aktuell werden im BBZ etwa 660 unterrichtet.

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Einige Räume haben die Architekten multifunktional angelegt, d.h. sie können mit wenig Aufwand erweitert oder zusammengelegt werden. So lässt sich ein Raum, der direkt an die Aula anschließt, in eine Theaterbühne umwandeln. Der Musikraum kann zu einer Art Tribüne umfunktioniert werden, sodass mehr Zuschauer*innen in der Aula Platz finden.

Energieeffizienz mit eingebaut

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In fünf Lernhäuser gegliedert

Obwohl das neue BBZ relativ mächtig erscheint, kann man sich gut darin orientieren. Das haben die Architekten erreicht, indem sie das Gebäude in fünf einzelne Lernhauscluster gegliedert haben. „Jedes Lernhaus muss man sich vorstellen wie einen Würfel, in jeder Geschossfläche gibt es das gleiche Grundprinzip“, erläutert Schulleiter Gißler. „Räume, die thematisch zusammenpassen, liegen eng beieinander. Die Schülerinnen und Schüler haben nur noch kurze Wege zwischen den Klassen- und Fachräumen und müssen nicht mehr quer durchs ganze Schulhaus laufen.“ Ein pädagogisches Konzept, das Gißler als „sehr gelungen“ lobt.

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Insgesamt hat der Neubau rund 30 Millionen Euro gekostet. Die Baumaßnahme sei dringend notwendig gewesen, nachdem das alte Gebäude fast nicht mehr nutzbar ist. „Die Mängel sind so gravierend, dass eine Generalsanierung nicht ausgereicht hätte“, so Gißler. Zudem sei das alte BBZ nicht barrierefrei gewesen. „Für uns ein großes Problem, vor allem auch, weil wir junge Menschen ausbilden, bei denen Inklusion im Berufsbild verankert ist, z.B. Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger.“ Nun sind alle vier Geschosse inklusive des Kellers mit einem Aufzug zu erreichen. Das Haus ist für 800 Schüler*innen konzipiert, aktuell werden im BBZ etwa 660 unterrichtet.

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