Eine Bereicherung für alle – Inklusion hautnah erleben

Azubi-Projekt zwischen der Firma GEA und den Mainfränkischen Werkstätten in Kitzingen

Vor einigen Monaten entstand die Idee eines „Azubi Projekts“, wo Mitarbeiter mit Behinderung und Auszubildende der Firma GEA zusammen agieren und die Aufgabengebiete des jeweils anderen kennenlernen können.

Ende Juli fand nun der Austausch statt. Am ersten Tag kamen die Auszubildenden der Firma GEA in die Kitzinger Werkstatt um einen Tag im Berufsbildungsbereich mitzuarbeiten und Eindrücke über die dortige Berufsbildung zu erhalten. Am zweiten Tag besuchten acht Mitarbeiter aus dem Berufsbildungsbereich die Auszubildenden der Firma GEA an ihrem Arbeitsplatz.

Zum Start gab es eine Führung durch die Kitzinger Werkstatt und danach bildeten sich die ersten Teams aus je einem Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten und eine Auszubildenden von GEA. Jeder Mitarbeiter zeigte seinem Teampartner die Arbeitsschritte die täglich anfallen und gemeinsam wurde etikettiert, Elektroarbeiten wurden durchgeführt, Holz wurde bearbeitet und sogar ein Kuchen gebacken. Schnell war klar, dass sowohl die Werkstattmitarbeiter als auch die Auszubildenden vom Wissensaustausch profitieren und sich gegenseitig wertvolle Tipps geben konnten. Als Erinnerung wurden in Zusammenarbeit selbst Blöcke gefertigt und geleimt, die jeder Teilnehmer dann mit nachhause nehmen konnte.

Bei der gemeinsamen Abschlussrunde zum ersten Tag war die Rückmeldung der GEA-Auszubildenden, dass sie vorher keinerlei Vorstellung davon hatten welche Arbeiten in den Werkstätten erfolgen und sie nun beeindruckt davon sind was hier alles geleistet wird.

Ein offener Umgang auf Augenhöhe

Bemerkenswert war der offene Umgang miteinander, es gab keinerlei Berührungsängste oder Vorurteile. Die Kommunikation war freundschaftlich und auf Augenhöhe, es wurde viel gelacht. Kurzum: Inklusion hautnah!

Der Gegenbesuch bei der Firma GEA startete morgens mit einer Sicherheitsunterweisung und Firmenführung. Die Mitarbeiter mit Behinderung der Mainfränkischen Werkstätten erhielten Firmenshirts von GEA und trugen diese sofort voller Stolz. Zwei Auszubildende der Firma GEA präsentierten anhand einer 3D-Zeichnung für einen Stiftehalter, wie die Arbeit eines technischen Zeichners funktioniert.

Danach wurden die Teams gebildet, zwei Mitarbeiter durften die Arbeit im Lager kennenlernen, sechs Mitarbeiter gingen in die Lehrwerkstatt um dort den zuvor in 3D präsentierten Stiftehalter zu fertigen. Mit viel Elan und Freude wurde zusammen gearbeitet, gelernt und ausprobiert. Selbst in der gemeinsamen Mittagspause war die Freude zu spüren, als ein Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten fragte wann denn die Pause zu Ende sei. Er würde doch gerne an seinem Stiftehalter weiterarbeiten.

Nach dem gelungenen Projektstart waren in der Nachbesprechung alle Beteiligten einer Meinung: Diese erfolgreiche Zusammenarbeit muss unbedingt weitergeführt werden. An Ideen für gemeinsame Projekte mangelt es nicht. So steht schon jetzt fest, dass das Projekt im nächsten Jahr wiederholt wird, eventuell soll Ende des Jahres ein Mitarbeiter der Kitzinger Werkstatt ein Praktikum bei der Firma GEA machen darf. Auch die gemeinsame Teilnahme an der „Tour de Müll“ im Landkreis Kitzingen wird angestrebt.

Andreas Parusel, Personalleiter Deutschland Süd bei der GEA: „Ich sehe dieses Projekt als eine Bereicherung für alle. Unsere Auszubildenden lernen etwas über Inklusion und soziales Engagement und die Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten erhalten einen Einblick in die Ausbildung bei GEA.“ Sebastian Ment, Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung im Berufsbildungsbereich der Mainfränkischen Werkstätten erläuterte: „Für unsere Mitarbeiter war dieses Projekt in vielerlei Hinsicht ein Lernerfolg. Die Persönlichkeit wurde gefördert, man lernte wie man mit Listen arbeitet und auch kleine Dinge wie die Regeln bei einer Gruppenarbeit wurden ihnen beigebracht.“

Über die Mainfränkischen Werkstätten

Der Unternehmensverbund Mainfränkischen Werkstätten ist ein gemeinnütziges Unternehmen dessen Aufgabe die Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt und allgemein in die Gesellschaft ist. Dies geschieht durch die Bereitstellung von Bildungs-, Qualifikations-, Beschäftigungs- und Wohnangeboten. „Wir verstehen uns als nachhaltiger Partner, Begleiter und Unterstützer für Menschen mit Behinderung.“ so Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten.

Über GEA

GEA am Standort Kitzingen ist ein international stark expandierendes Unternehmen und gehört zu den führenden Anbietern von Prozesstechnologien für die Brauerei- und Getränkeindustrie. GEA ist einer der größten Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie sowie für ein breites Spektrum weiterer Branchen. Das international tätige Technologieunternehmen konzentriert sich auf Maschinen und Anlagen sowie auf Prozesstechnik und Komponenten. Darüber hinaus bietet GEA nachhaltige Lösungen für anspruchsvolle Produktionsverfahren in unterschiedlichen Endmärkten und hält ein umfassendes Serviceportfolio bereit.

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Ende Juli fand nun der Austausch statt. Am ersten Tag kamen die Auszubildenden der Firma GEA in die Kitzinger Werkstatt um einen Tag im Berufsbildungsbereich mitzuarbeiten und Eindrücke über die dortige Berufsbildung zu erhalten. Am zweiten Tag besuchten acht Mitarbeiter aus dem Berufsbildungsbereich die Auszubildenden der Firma GEA an ihrem Arbeitsplatz.

Zum Start gab es eine Führung durch die Kitzinger Werkstatt und danach bildeten sich die ersten Teams aus je einem Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten und eine Auszubildenden von GEA. Jeder Mitarbeiter zeigte seinem Teampartner die Arbeitsschritte die täglich anfallen und gemeinsam wurde etikettiert, Elektroarbeiten wurden durchgeführt, Holz wurde bearbeitet und sogar ein Kuchen gebacken. Schnell war klar, dass sowohl die Werkstattmitarbeiter als auch die Auszubildenden vom Wissensaustausch profitieren und sich gegenseitig wertvolle Tipps geben konnten. Als Erinnerung wurden in Zusammenarbeit selbst Blöcke gefertigt und geleimt, die jeder Teilnehmer dann mit nachhause nehmen konnte.

Bei der gemeinsamen Abschlussrunde zum ersten Tag war die Rückmeldung der GEA-Auszubildenden, dass sie vorher keinerlei Vorstellung davon hatten welche Arbeiten in den Werkstätten erfolgen und sie nun beeindruckt davon sind was hier alles geleistet wird.

Ein offener Umgang auf Augenhöhe

Bemerkenswert war der offene Umgang miteinander, es gab keinerlei Berührungsängste oder Vorurteile. Die Kommunikation war freundschaftlich und auf Augenhöhe, es wurde viel gelacht. Kurzum: Inklusion hautnah!

Der Gegenbesuch bei der Firma GEA startete morgens mit einer Sicherheitsunterweisung und Firmenführung. Die Mitarbeiter mit Behinderung der Mainfränkischen Werkstätten erhielten Firmenshirts von GEA und trugen diese sofort voller Stolz. Zwei Auszubildende der Firma GEA präsentierten anhand einer 3D-Zeichnung für einen Stiftehalter, wie die Arbeit eines technischen Zeichners funktioniert.

Danach wurden die Teams gebildet, zwei Mitarbeiter durften die Arbeit im Lager kennenlernen, sechs Mitarbeiter gingen in die Lehrwerkstatt um dort den zuvor in 3D präsentierten Stiftehalter zu fertigen. Mit viel Elan und Freude wurde zusammen gearbeitet, gelernt und ausprobiert. Selbst in der gemeinsamen Mittagspause war die Freude zu spüren, als ein Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten fragte wann denn die Pause zu Ende sei. Er würde doch gerne an seinem Stiftehalter weiterarbeiten.

Nach dem gelungenen Projektstart waren in der Nachbesprechung alle Beteiligten einer Meinung: Diese erfolgreiche Zusammenarbeit muss unbedingt weitergeführt werden. An Ideen für gemeinsame Projekte mangelt es nicht. So steht schon jetzt fest, dass das Projekt im nächsten Jahr wiederholt wird, eventuell soll Ende des Jahres ein Mitarbeiter der Kitzinger Werkstatt ein Praktikum bei der Firma GEA machen darf. Auch die gemeinsame Teilnahme an der „Tour de Müll“ im Landkreis Kitzingen wird angestrebt.

Andreas Parusel, Personalleiter Deutschland Süd bei der GEA: „Ich sehe dieses Projekt als eine Bereicherung für alle. Unsere Auszubildenden lernen etwas über Inklusion und soziales Engagement und die Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten erhalten einen Einblick in die Ausbildung bei GEA.“ Sebastian Ment, Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung im Berufsbildungsbereich der Mainfränkischen Werkstätten erläuterte: „Für unsere Mitarbeiter war dieses Projekt in vielerlei Hinsicht ein Lernerfolg. Die Persönlichkeit wurde gefördert, man lernte wie man mit Listen arbeitet und auch kleine Dinge wie die Regeln bei einer Gruppenarbeit wurden ihnen beigebracht.“

Über die Mainfränkischen Werkstätten

Der Unternehmensverbund Mainfränkischen Werkstätten ist ein gemeinnütziges Unternehmen dessen Aufgabe die Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt und allgemein in die Gesellschaft ist. Dies geschieht durch die Bereitstellung von Bildungs-, Qualifikations-, Beschäftigungs- und Wohnangeboten. „Wir verstehen uns als nachhaltiger Partner, Begleiter und Unterstützer für Menschen mit Behinderung.“ so Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten.

Über GEA

GEA am Standort Kitzingen ist ein international stark expandierendes Unternehmen und gehört zu den führenden Anbietern von Prozesstechnologien für die Brauerei- und Getränkeindustrie. GEA ist einer der größten Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie sowie für ein breites Spektrum weiterer Branchen. Das international tätige Technologieunternehmen konzentriert sich auf Maschinen und Anlagen sowie auf Prozesstechnik und Komponenten. Darüber hinaus bietet GEA nachhaltige Lösungen für anspruchsvolle Produktionsverfahren in unterschiedlichen Endmärkten und hält ein umfassendes Serviceportfolio bereit.

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