Castell Bank

Bayerns älteste Privatbank solide aufgestellt

Foto Behringer
Schloss Rüdenhausen

Im 240. Jahr ihres Bestehens blickt die älteste Privatbank Bayerns, die Fürstlich Castell’sche Bank, auf ein solides Jahresergebnis 2013 mit einem Überschuss von über 4,6 Millionen Euro zurück.

Wenngleich das gute Ergebnis zu einer Stärkung der Kapitalbasis beitrage, so Klaus Vikuk, Vorstand der Fürstlich Castell’schen Bank bei der Vorstellung der Bilanzzahlen auf Schloss Rüdenhausen im Landkreis Kitzingen, blicke man doch auf „kein leichtes Jahr 2014“ und ein nach wie vor herausforderndes Umfeld mit anhaltend niedrigem Zinsniveau. Das Zinsgeschäft der der Bank verringerte sich gegenüber dem Vorjahr marktbedingt um acht Prozentpunkte. Den Zinsüberschuss bilanzierte die Bank mit 21,3 Millionen Euro.  

„Die Niedrigzinsphase fordert ihre Tribut“, betonte Vikuk, was wiederum einen stärkeren Blick auf die Ausgaben- und Kostenseite erfordere. Politisch nahezu unbemerkt, so Vikuk, gelte es als kleine Privatbank die Ausgabendisziplin mit kreative Ideen in punkto Aufsicht, Regulation, Vorschriften oder Protokollierungen zu gestalten.

Gespräche mit anderen Privatbanken

Ähnlich wie die Auslagerung der IT-Dienstleistungen – die Kosten hierfür verringerten sich seit 2010 von jährlich zwölf auf acht Millionen Euro -, würden bereits Gespräche geführt mit anderen mainfränkischen Privatbanken (Bankhaus Max Flessa / Bank Schilling), um über synergetische Maßnahmen zur Reduktion „regulatorischer Leistungen“ nachzudenken. Ein Schritt, so Bank-Vorstandsvorsitzender Dr. Sebastian Klein, die Unabhängigkeit als Privatbank „leichter“ zu gewährleisten. Nicht zuletzt hätten die Verwaltungsaufwendungen mit dem internen Strategieprogramm 1774, benannt nach dem Gründungsjahr der Bank, zu einer Kostenreduktion um fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2012 beigetragen. An eine Änderung der Filialnetz-Struktur sei allerdings nicht gedacht, so die beiden Vorstände Vikuk und Klein.  

Gute Anlageergebnisse

Demgegenüber stünden die „erfreulichen Anlageergebnisse“ bei den risikobewussten vermögensverwaltenden Angeboten, die  das Provisionsergebnis mit einem Plus von sechs Prozent gegenüber 2012 deutlich steigen ließen. Besonders gut, so Klein, hätten sich dabei die – erst vor knapp zwei Jahren aufgelegten – vermögensverwaltenden Fonds entwickelt, in denen bislang 100 Millionen Euro Kapital gebunden sind.

Das letztjährige Ergebnis hat die Fürstlich Castell’sche Bank genutzt, um die Portfolio- und Kapitalqualität mit Blick auf Basel III weiter zu stärken. Der Jahresüberschuss von 4,6 Millionen Euro wird zum überwiegenden Teil als Rücklage in der Bank bleiben. Damit ergibt sich eine Kernkapitalquote von 8,2 Prozent (nach 7,5 Prozent im Vorjahr) und bei einer nahezu unveränderten Bilanzsumme von 1.049 Millionen Euro.

Solides Geschäftsmodell

Zusammen mit guten Beteiligungserträgen konnte die Bank marktbedingte Rückgänge im Zinsgeschäft in Teilen kompensieren. „Das auch mit Blick auf eine Risikostreuung von uns verfolgte konservative Geschäftsmodell mit den drei Säulen Privatkunden, Firmenkunden und Vermögensmanagement hat sich somit  wiederum bewährt“, so Dr. Sebastian Klein, Vorsitzender des Vorstandes der Fürstlich Castell’schen Bank.

Als älteste Privatbank Bayerns ist die Fürstlich Castell’sche Bank an 17 Standorten in Franken sowie Heilbronn, Mannheim, München und Ulm mit Filialen und Niederlassungen präsent. Die Bank beschäftigte zum Jahreswechsel 291 Mitarbeiter und befindet sich zu jeweils 50 Prozent im Alleinbesitz der Fürstenhäuser Castell-Castell und Castell-Rüdenhausen.

S. E. Ferdinand Erbfraf zu Castell-Castell, betonte im Rahmen der Pressekonferenz erneut die nachhaltig „verwurzelte“ Verbundenheit der Bank mit Mainfranken und der in der Region „sehr gut aufgestellten“ Unternehmen. Dr. Sebastian Klein untermauerte dies mit der Vorstellung der Leitprinzipien der ältesten Privatbank Bayerns wie die konservative Grundausrichtung mit dem obersten Ziel, Vermögen zu bewahren, der Risikovermeidung oder der Transparenz. Damit sei man seit 240 Jahren gut aufgestellt – und auch im modernen Sinne für die Zukunft gut gerüstet.

Bildzeile:

Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2013 auf Schloss Rüdenhausen (v. l.): Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell`schen Bank, Bankvorstand Klaus Vikuk und S.E. Ferdinand Erbgraf zu Castell-Castell.

Foto: Behringer

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Castell Bank

Bayerns älteste Privatbank solide aufgestellt

Foto Behringer
Schloss Rüdenhausen

Im 240. Jahr ihres Bestehens blickt die älteste Privatbank Bayerns, die Fürstlich Castell’sche Bank, auf ein solides Jahresergebnis 2013 mit einem Überschuss von über 4,6 Millionen Euro zurück.

Wenngleich das gute Ergebnis zu einer Stärkung der Kapitalbasis beitrage, so Klaus Vikuk, Vorstand der Fürstlich Castell’schen Bank bei der Vorstellung der Bilanzzahlen auf Schloss Rüdenhausen im Landkreis Kitzingen, blicke man doch auf „kein leichtes Jahr 2014“ und ein nach wie vor herausforderndes Umfeld mit anhaltend niedrigem Zinsniveau. Das Zinsgeschäft der der Bank verringerte sich gegenüber dem Vorjahr marktbedingt um acht Prozentpunkte. Den Zinsüberschuss bilanzierte die Bank mit 21,3 Millionen Euro.  

„Die Niedrigzinsphase fordert ihre Tribut“, betonte Vikuk, was wiederum einen stärkeren Blick auf die Ausgaben- und Kostenseite erfordere. Politisch nahezu unbemerkt, so Vikuk, gelte es als kleine Privatbank die Ausgabendisziplin mit kreative Ideen in punkto Aufsicht, Regulation, Vorschriften oder Protokollierungen zu gestalten.

Gespräche mit anderen Privatbanken

Ähnlich wie die Auslagerung der IT-Dienstleistungen – die Kosten hierfür verringerten sich seit 2010 von jährlich zwölf auf acht Millionen Euro -, würden bereits Gespräche geführt mit anderen mainfränkischen Privatbanken (Bankhaus Max Flessa / Bank Schilling), um über synergetische Maßnahmen zur Reduktion „regulatorischer Leistungen“ nachzudenken. Ein Schritt, so Bank-Vorstandsvorsitzender Dr. Sebastian Klein, die Unabhängigkeit als Privatbank „leichter“ zu gewährleisten. Nicht zuletzt hätten die Verwaltungsaufwendungen mit dem internen Strategieprogramm 1774, benannt nach dem Gründungsjahr der Bank, zu einer Kostenreduktion um fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2012 beigetragen. An eine Änderung der Filialnetz-Struktur sei allerdings nicht gedacht, so die beiden Vorstände Vikuk und Klein.  

Gute Anlageergebnisse

Demgegenüber stünden die „erfreulichen Anlageergebnisse“ bei den risikobewussten vermögensverwaltenden Angeboten, die  das Provisionsergebnis mit einem Plus von sechs Prozent gegenüber 2012 deutlich steigen ließen. Besonders gut, so Klein, hätten sich dabei die – erst vor knapp zwei Jahren aufgelegten – vermögensverwaltenden Fonds entwickelt, in denen bislang 100 Millionen Euro Kapital gebunden sind.

Das letztjährige Ergebnis hat die Fürstlich Castell’sche Bank genutzt, um die Portfolio- und Kapitalqualität mit Blick auf Basel III weiter zu stärken. Der Jahresüberschuss von 4,6 Millionen Euro wird zum überwiegenden Teil als Rücklage in der Bank bleiben. Damit ergibt sich eine Kernkapitalquote von 8,2 Prozent (nach 7,5 Prozent im Vorjahr) und bei einer nahezu unveränderten Bilanzsumme von 1.049 Millionen Euro.

Solides Geschäftsmodell

Zusammen mit guten Beteiligungserträgen konnte die Bank marktbedingte Rückgänge im Zinsgeschäft in Teilen kompensieren. „Das auch mit Blick auf eine Risikostreuung von uns verfolgte konservative Geschäftsmodell mit den drei Säulen Privatkunden, Firmenkunden und Vermögensmanagement hat sich somit  wiederum bewährt“, so Dr. Sebastian Klein, Vorsitzender des Vorstandes der Fürstlich Castell’schen Bank.

Als älteste Privatbank Bayerns ist die Fürstlich Castell’sche Bank an 17 Standorten in Franken sowie Heilbronn, Mannheim, München und Ulm mit Filialen und Niederlassungen präsent. Die Bank beschäftigte zum Jahreswechsel 291 Mitarbeiter und befindet sich zu jeweils 50 Prozent im Alleinbesitz der Fürstenhäuser Castell-Castell und Castell-Rüdenhausen.

S. E. Ferdinand Erbfraf zu Castell-Castell, betonte im Rahmen der Pressekonferenz erneut die nachhaltig „verwurzelte“ Verbundenheit der Bank mit Mainfranken und der in der Region „sehr gut aufgestellten“ Unternehmen. Dr. Sebastian Klein untermauerte dies mit der Vorstellung der Leitprinzipien der ältesten Privatbank Bayerns wie die konservative Grundausrichtung mit dem obersten Ziel, Vermögen zu bewahren, der Risikovermeidung oder der Transparenz. Damit sei man seit 240 Jahren gut aufgestellt – und auch im modernen Sinne für die Zukunft gut gerüstet.

Bildzeile:

Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2013 auf Schloss Rüdenhausen (v. l.): Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell`schen Bank, Bankvorstand Klaus Vikuk und S.E. Ferdinand Erbgraf zu Castell-Castell.

Foto: Behringer

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben