Jedes Kostüm ist katalogisiert

Ausgeklügeltes Logistiksystem: Die Münnerstädter Heimatspieler besitzen rund 380 Kostüme

Wenn sich die Schnitter im Kreis drehen und die bunten Röcke fliegen und wenn sich die hübsche Ottilie in ihrem prachtvollen Kleid über den armen Michel in seiner Rüstung beugt, dann sind es wohl vor allem die Kostüme, die für eine farbenprächtige Szenerie beim Münnerstädter Heimatspiel sorgen. Verwaltet werden die wertvollen Kleidungsstücke mit strenger Hand von Claudia Skuppin.

Im Jahr 2006 fing für die gebürtige Mürschterin ihre Karriere als Kostümverwalterin an. „Meine Tochter wollte bei den Schnittern mittanzen und wir haben mit viel Aufwand ein Kostüm gesucht“, erinnert sich die Mutter von zwei Töchtern. Das muss doch einfacher gehen, hatte sich die Bürokauffrau damals gedacht. Und damit war die Idee einer Kostümkartierung geboren. 

Wieviel Arbeit das Erfassen, Sortieren und Dokumentieren von so vielen Kleidungsstücken und Zubehör macht, hatte sie sich nicht träumen lassen. Doch mit viel Fleiß und tatkräftigen Helfern wurde der Überblick Jahr für Jahr besser. „Jetzt ist der ganze Bestand von Hemden und Blusen, Hosen und Kleidern bis hin zu Pferdedecken, Säbeln und Rechen erfasst. Im Rahmen der Neuorganisation der Vorstandsaufgaben hat sie vor zwei Jahren die komplette Verantwortung für die Kostüme vom damaligen Vorstand Bruno Eckert übernommen.

Jedes Kostüm steckt in einem Sack mit Spielergruppe und Nummer, einem Foto des Trägers, dessen Name und Größe. Seitdem funktioniert die Kostümausgabe deutlich schneller, der Bestand bleibt erhalten und bei Bedarf ist für neue Spielerinnen und Spieler rascher ein passendes Kleidungsstück gefunden.

„Aufwändig wird es für die neuen Darsteller, vor allem für die Solisten“, erzählt Claudia Skuppin. „Mir ist es wichtig, dass die Spieler ein Kostüm bekommen, das ihnen gut passt und in dem sie sich wohlfühlen. Nur dann bleiben sie auch bei den Heimatspielern“, weiß sie aus Erfahrung.

Ein strenger Blick auf die Kosten

Kostüme hat sie genügend im Fundus, aber es muss halt passen. Viele Stücke stammen aus den 1960er oder 1970er Jahren, da waren die Menschen deutlich kleiner, zeigt sich immer wieder bei den Anproben. Doch mit gutem Gedächtnis und sicherem Griff muss Claudia Skuppin nur wenige Säcke aus dem Archiv ziehen, bis das Richtige gefunden ist.

Ergänzt wird der Fundus nur mit strengem Blick auf die Kosten. Manches schneidert sie selbst. Oder sie sucht im Internet nach Schnäppchen. Schwieriger geworden ist es, seit die letzte Schneiderin in Münnerstadt in Ruhestand gegangen ist. Da haben die Heimatspieler immer preiswert Änderungen vornehmen lassen können. Jetzt nimmt Claudia Skuppin selbst Nadel und Faden in die Hand. Und wenn jetzt größere Anpassungen oder Reparaturen notwendig sind, übernehmen das Schneiderinnen aus der Region.

Dass sie selbst - ebenso wie ihre große Familie - mitspielt, ist für die 56-Jährige Ehrensache. Begonnen hat ihre Heimatspielkarriere 1969 bei den Althäusern. Davon hat sie ein Bild in ihrem Album. Viele Jahre hat sie dann mit ihrem Mann bei den Schnittern getanzt. Dieser Formation gehört ihre ganze Leidenschaft. Sie ist stolz, dass ihre Töchter die Tradition fortführen.

Erst wenn sie ihr erstes Enkelkind bekommt, wechselt sie wieder zu den Althäusern, hatte sie im Freundeskreis angekündigt. Vor zwei Jahren war es soweit. Jetzt marschiert sie mit Enkel Moritz wieder in der Gruppe derer mit, die vor dem Kanonendonner aus den Ortsteilen in die Stadt flüchten. Und ihr Mann ist auch ganz froh. „Er wollte auch nicht mehr so rumhüpfen.“

„Wir sind sehr froh, dass immer wieder neue Mitglieder zu uns stoßen“, unterstreicht Claudia Kind, 1. Vorstand der Münnerstädter Heimatspielgemeinde e. V. Wer Interesse hat, das Heimatspiel zu unterstützen, meldet sich bitte unter Tel. 09733 3330.

Jedes Kostüm ist katalogisiert

Ausgeklügeltes Logistiksystem: Die Münnerstädter Heimatspieler besitzen rund 380 Kostüme

Wenn sich die Schnitter im Kreis drehen und die bunten Röcke fliegen und wenn sich die hübsche Ottilie in ihrem prachtvollen Kleid über den armen Michel in seiner Rüstung beugt, dann sind es wohl vor allem die Kostüme, die für eine farbenprächtige Szenerie beim Münnerstädter Heimatspiel sorgen. Verwaltet werden die wertvollen Kleidungsstücke mit strenger Hand von Claudia Skuppin.

Im Jahr 2006 fing für die gebürtige Mürschterin ihre Karriere als Kostümverwalterin an. „Meine Tochter wollte bei den Schnittern mittanzen und wir haben mit viel Aufwand ein Kostüm gesucht“, erinnert sich die Mutter von zwei Töchtern. Das muss doch einfacher gehen, hatte sich die Bürokauffrau damals gedacht. Und damit war die Idee einer Kostümkartierung geboren. 

Wieviel Arbeit das Erfassen, Sortieren und Dokumentieren von so vielen Kleidungsstücken und Zubehör macht, hatte sie sich nicht träumen lassen. Doch mit viel Fleiß und tatkräftigen Helfern wurde der Überblick Jahr für Jahr besser. „Jetzt ist der ganze Bestand von Hemden und Blusen, Hosen und Kleidern bis hin zu Pferdedecken, Säbeln und Rechen erfasst. Im Rahmen der Neuorganisation der Vorstandsaufgaben hat sie vor zwei Jahren die komplette Verantwortung für die Kostüme vom damaligen Vorstand Bruno Eckert übernommen.

Jedes Kostüm steckt in einem Sack mit Spielergruppe und Nummer, einem Foto des Trägers, dessen Name und Größe. Seitdem funktioniert die Kostümausgabe deutlich schneller, der Bestand bleibt erhalten und bei Bedarf ist für neue Spielerinnen und Spieler rascher ein passendes Kleidungsstück gefunden.

„Aufwändig wird es für die neuen Darsteller, vor allem für die Solisten“, erzählt Claudia Skuppin. „Mir ist es wichtig, dass die Spieler ein Kostüm bekommen, das ihnen gut passt und in dem sie sich wohlfühlen. Nur dann bleiben sie auch bei den Heimatspielern“, weiß sie aus Erfahrung.

Ein strenger Blick auf die Kosten

Kostüme hat sie genügend im Fundus, aber es muss halt passen. Viele Stücke stammen aus den 1960er oder 1970er Jahren, da waren die Menschen deutlich kleiner, zeigt sich immer wieder bei den Anproben. Doch mit gutem Gedächtnis und sicherem Griff muss Claudia Skuppin nur wenige Säcke aus dem Archiv ziehen, bis das Richtige gefunden ist.

Ergänzt wird der Fundus nur mit strengem Blick auf die Kosten. Manches schneidert sie selbst. Oder sie sucht im Internet nach Schnäppchen. Schwieriger geworden ist es, seit die letzte Schneiderin in Münnerstadt in Ruhestand gegangen ist. Da haben die Heimatspieler immer preiswert Änderungen vornehmen lassen können. Jetzt nimmt Claudia Skuppin selbst Nadel und Faden in die Hand. Und wenn jetzt größere Anpassungen oder Reparaturen notwendig sind, übernehmen das Schneiderinnen aus der Region.

Dass sie selbst - ebenso wie ihre große Familie - mitspielt, ist für die 56-Jährige Ehrensache. Begonnen hat ihre Heimatspielkarriere 1969 bei den Althäusern. Davon hat sie ein Bild in ihrem Album. Viele Jahre hat sie dann mit ihrem Mann bei den Schnittern getanzt. Dieser Formation gehört ihre ganze Leidenschaft. Sie ist stolz, dass ihre Töchter die Tradition fortführen.

Erst wenn sie ihr erstes Enkelkind bekommt, wechselt sie wieder zu den Althäusern, hatte sie im Freundeskreis angekündigt. Vor zwei Jahren war es soweit. Jetzt marschiert sie mit Enkel Moritz wieder in der Gruppe derer mit, die vor dem Kanonendonner aus den Ortsteilen in die Stadt flüchten. Und ihr Mann ist auch ganz froh. „Er wollte auch nicht mehr so rumhüpfen.“

„Wir sind sehr froh, dass immer wieder neue Mitglieder zu uns stoßen“, unterstreicht Claudia Kind, 1. Vorstand der Münnerstädter Heimatspielgemeinde e. V. Wer Interesse hat, das Heimatspiel zu unterstützen, meldet sich bitte unter Tel. 09733 3330.

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