Erklärte Kunst

Erklärte Kunst

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Rund um die Ausstellung des Rhöner Bildhauers Richard Mühlemeier im Kloster Wechterswinkel findet eine Vortragsreihe statt.

In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Schweinfurt ist es gelungen, eine umfassende Gesamtschau zahlreicher Exponate aus den Bereichen Plastik, Malerei und Grafik mit dem Titel „... und dann die Idee und die Sehnsucht noch einmal etwas Ganzes zu schaffen“ zu präsentieren. Fachreferenten beleuchten nun Leben und Werk des Künstlers, einem Schüler von Joseph Beuys, Rupprecht Geiger und Karl Fred Dahmen, unter aufschlussreichen Blickwinkeln.

Auftakt zur Vortragsreihe bildet am Freitag, 10. September, der Vortrag von Prof. Axel Kufus, Berlin, über das Thema „Standbein/Spielbein“. Kufus arbeitete in den Jahren 1979 bis 1982 mit Mühlemeier zusammen am Stengerts in Bischofheim in der Rhön. Nach seinem Ruf 1993 an die Bauhaus Universität Weimar für Produktdesign, leitet er seit 2004 an der Universität der Künste Berlin das Institut für Produkt und Prozessgestaltung. Er kennt wie kaum ein andere die künstlerische Intensionen Richard Mühlemeiers.

Am Freitag, 8. Oktober folgt der Vortrag des Kunstwissenschaftlers und Philosophen Hans-Jürgen Fliedner aus Coburg. Mühlemeier absolvierte einen Teil seines Kunststudiums an der Akademie der Bildenden Künste in Düsseldorf. In dieser Zeit revolutionierte gerade Joseph Beuys den Kunstbegriff. Fliedner reflektiert in seinen Erläuterungen „Joseph Beuys – die romantische Ironie und der erweiterte Kunstbegriff“ die Auswirkungen Beuysschen Kunsttheorie auf das Werk Mühlemeiers.

Der darauf folgende Vortrag am Freitag, 15. Oktober widmet sich dem Bronzeguss. Mühlemeier war nicht nur Bildhauer und Maler, sondern auch gelernter Bronzegießer. Bis zu seinem Ruf an die Holzschnitzschule in Bischofsheim 1977 leitete er eine Zeit lang die Kunstgießerei Kirchner in Ascholding bei München. Der Bildhauer Klaus Metz aus Langenleiten erläutert das Verfahren des Bronzegusses und schlägt einen Bogen zu dem Bronzegießer und Bildhauer Richard Mühlemeier.

Die Vortragsreihe schließt mit der Finissage am Sonntag, 31. Oktober. Andrea Brandl von der Kunsthalle Schweinfurt referiert über die Landschaftssicht Mühlemeiers unter dem Aspekt „Arkadien in Franken“. Anschließend wird in einer offenen Gesprächsrunde mit Weggefährten, Zeitgenossen und Gästen über die Retrospektive resümiert.

Alle Vorträge finden im Festsaal vom Kloster Wechterswinkel statt und beginnen jeweils um 19:30 Uhr, die Finissage dagegen beginnt bereits um 11 Uhr. In der Ausstellung ist ein umfassender, reich bebilderter 120seitiger Katalog erhältlich. Die Ausstellung ist Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 EURO (ermäßigt 1,50 EURO); Schüler haben freien Eintritt. Öffentliche Führungen finden am 26. September um 15 Uhr und am 17. Oktober um 16 Uhr statt. Terminvereinbarungen für Gruppen unter Tel. 09771/94 674. Weitere Informationen erteilt die Kulturagentur Rhön-Grabfeld, Tel. 09771/94 674, http://www.kulturagentur-rhoen-grabfeld.de/.

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