Nachhaltiges Speisenangebot im Rahmen des Bildungsauftrags

Umweltbildungsstätte Oberelsbach hat Bio-Zertifizierung erhalten

Seiner Vorbildfunktion als nachhaltig wirtschaftende Einrichtung kommt die Umweltbil-dungsstätte Oberelsbach einmal mehr nach. Soeben hat das Team von der bundesweit agierenden ÖkoP Zertifizierungs GmbH das begehrte BIO-Siegel erhalten.

„Die Bio-Zertifizierung ist die logische Folge unserer Ausrichtung“, betont Leiter Bernd Fischer. Die Philosophie und der Bildungsauftrag von Umweltbildungsstätte und UNESCO Biosphärenreservat sind auf konsequent nachhaltiges Handeln ausgelegt. „Von daher ist es eigentlich klar, dass wir nicht nur reden, sondern selbst Vorbild sind“, führt Fischer weiter aus. 

Von Anfang an wurde bei der Verpflegung der Schüler, Studenten und Erwachsenen in Kooperation mit der Dachmarke Rhön auf ein ökologisches und regionales Angebot geachtet. Schritt für Schritt hat das Team der Bildungseinrichtung Bio-Erzeugnisse aus der Region integriert. Die vierköpfige Küchenmannschaft bereitet pro Jahr rund 50.000 Essen in Bio-Qualität zu, ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen.

„Unsere Lieferanten kommen aus der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön“, erklärt Küchenleiterin Agnes Sitzmann. Der Biokäse zum Beispiel stammt aus Belrieth bei Meiningen, Wurst, Putenfleisch, Bier und Limonade aus Ostheim, Bio-Lamm und Bio-Eier aus Ginolfs, Bio-Schweinefleisch aus Oberweißenbrunn sowie Wein und Sekt aus Hammelburg. Das Rindfleisch hat die kürzesten Transportwege, weil es in Oberelsbach produziert wird. Ist etwas wirklich nicht in der Region zu bekommen, haben Produkte aus fairem Handel den Vorzug.

„Anfangs war es schwierig, Waren in Bio-Qualität aus der Region zu bekommen. Doch jetzt kommen immer mehr Produkte hinzu, weil die Hersteller unsere Nachfrage spüren“, freut sich Bernd Fischer. Beständig arbeitet das Team an der Verknüpfung von Herstellern, Händlern und Abnehmern wie der Umweltbildungsstätte. Dazu tragen zum Beispiel die Workshops für die Gastronomie bei. Hier erfahren Gastwirte und Hoteliers, wie sie Schritt für Schritt, ihr Angebot auf regionale Bio-Qualität umstellen und vielleicht sogar mit der Bio-Zertifizierung belohnt werden. „Mit der Bio-Zertifizierung unterstreichen wir unsere Glaubwürdigkeit und sind Ansporn für die Kollegen, es uns gleichzutun“, so Fischer zufrieden.

„Klar, die Küche muss sich komplett umgewöhnen, wenn es Bio sein soll“, berichtet Agnes Sitzmann aus ihrer Praxiserfahrung. „Schnell mal was im Supermarkt holen geht dann halt nicht mehr“. Doch mit geschickter Planung und Kreativität ist es nicht schwer, das Bio-Level zu halten, unterstreicht Kollege André Stumpf.

Reduzierter Fleischkonsum 

Eine große Rolle spielt in der Bio-Ausrichtung der Umweltbildungsstätte der reduzierte Fleischkonsum. Deshalb kommen regelmäßig vegetarische Gerichte. Das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Budget für den Wareneinkauf gut.

Groß ist die Freude, wenn die Gäste das Essen loben, insbesondere wenn Kinder begeistert Bio-Spaghetti und Bio-Tomatensoße in sich hineinschaufeln. Nicht selten kommt es vor, dass die Kinder zu Hause - gefragt nach ihren Erlebnissen – nur sagen: „Das Essen war super!“.

Dafür nehmen Agnes Sitzmann und André Stumpf gerne die Dokumentationspflicht in Kauf, die Grundlage für das jährlich kontrollierte Bio-Siegel ist. Nicht zuletzt macht es den Küchenexperten mehr Freude, hochwertige Produkte zu verarbeiten. Und sie schätzen den Kontakt zu ihren Lieferanten. „Wir wissen genau, woher unsere Produkte kommen und können sie unseren Gästen guten Gewissens servieren“, betont Andre Stumpf.

Auch Fachbetreuer Dr. Joachim Schneider kommt beim Thema Bio-Zertifzierung ins Spiel. Geschickt vernetzt der Pädagoge das gute Essen im Haus mit Programmen und Exkursionen über nachhaltige Ernährung und ökologische Landwirtschaft. In Bildungsmodulen wie „Brezel und Butter“ oder „Mit allerlei Ei“ erfahren Kursteilnehmer, wie die Bio-Produkte entstehen, woher sie kommen und wie sie verarbeitet werden.

Über die Bildungsangebote und Lieferanten der Umweltbildungsstätte Oberelsbach informiert die Website rhoeniversum.de. Weiterhin dokumentieren Schautafeln wie der ökologische Fußabdruck oder der Bildungspart „Ernährung“ über die ganzheitliche Nahrungskette. Das Team steht für Fragen von Gästen, Herstellern und Gastronomen zur Verfügung. „Sicherlich sind wir eines der ersten Schullandheime mit Bio-Zertifizierung“, mutmaßt Bernd Fischer. „Vielleicht ist unsere Auszeichnung Inspiration für die Kollegen.“ In-nerhalb der rhöniversum-Gruppe ist die Bio-Botschaft angekommen. Auch das Schullandheim Bauersberg und das Schullandheim und Jugendhaus Thüringer Hütte wirtschaften nachhaltig mit regionalen Erzeugern.

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„Die Bio-Zertifizierung ist die logische Folge unserer Ausrichtung“, betont Leiter Bernd Fischer. Die Philosophie und der Bildungsauftrag von Umweltbildungsstätte und UNESCO Biosphärenreservat sind auf konsequent nachhaltiges Handeln ausgelegt. „Von daher ist es eigentlich klar, dass wir nicht nur reden, sondern selbst Vorbild sind“, führt Fischer weiter aus. 

Von Anfang an wurde bei der Verpflegung der Schüler, Studenten und Erwachsenen in Kooperation mit der Dachmarke Rhön auf ein ökologisches und regionales Angebot geachtet. Schritt für Schritt hat das Team der Bildungseinrichtung Bio-Erzeugnisse aus der Region integriert. Die vierköpfige Küchenmannschaft bereitet pro Jahr rund 50.000 Essen in Bio-Qualität zu, ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen.

„Unsere Lieferanten kommen aus der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön“, erklärt Küchenleiterin Agnes Sitzmann. Der Biokäse zum Beispiel stammt aus Belrieth bei Meiningen, Wurst, Putenfleisch, Bier und Limonade aus Ostheim, Bio-Lamm und Bio-Eier aus Ginolfs, Bio-Schweinefleisch aus Oberweißenbrunn sowie Wein und Sekt aus Hammelburg. Das Rindfleisch hat die kürzesten Transportwege, weil es in Oberelsbach produziert wird. Ist etwas wirklich nicht in der Region zu bekommen, haben Produkte aus fairem Handel den Vorzug.

„Anfangs war es schwierig, Waren in Bio-Qualität aus der Region zu bekommen. Doch jetzt kommen immer mehr Produkte hinzu, weil die Hersteller unsere Nachfrage spüren“, freut sich Bernd Fischer. Beständig arbeitet das Team an der Verknüpfung von Herstellern, Händlern und Abnehmern wie der Umweltbildungsstätte. Dazu tragen zum Beispiel die Workshops für die Gastronomie bei. Hier erfahren Gastwirte und Hoteliers, wie sie Schritt für Schritt, ihr Angebot auf regionale Bio-Qualität umstellen und vielleicht sogar mit der Bio-Zertifizierung belohnt werden. „Mit der Bio-Zertifizierung unterstreichen wir unsere Glaubwürdigkeit und sind Ansporn für die Kollegen, es uns gleichzutun“, so Fischer zufrieden.

„Klar, die Küche muss sich komplett umgewöhnen, wenn es Bio sein soll“, berichtet Agnes Sitzmann aus ihrer Praxiserfahrung. „Schnell mal was im Supermarkt holen geht dann halt nicht mehr“. Doch mit geschickter Planung und Kreativität ist es nicht schwer, das Bio-Level zu halten, unterstreicht Kollege André Stumpf.

Reduzierter Fleischkonsum 

Eine große Rolle spielt in der Bio-Ausrichtung der Umweltbildungsstätte der reduzierte Fleischkonsum. Deshalb kommen regelmäßig vegetarische Gerichte. Das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Budget für den Wareneinkauf gut.

Groß ist die Freude, wenn die Gäste das Essen loben, insbesondere wenn Kinder begeistert Bio-Spaghetti und Bio-Tomatensoße in sich hineinschaufeln. Nicht selten kommt es vor, dass die Kinder zu Hause - gefragt nach ihren Erlebnissen – nur sagen: „Das Essen war super!“.

Dafür nehmen Agnes Sitzmann und André Stumpf gerne die Dokumentationspflicht in Kauf, die Grundlage für das jährlich kontrollierte Bio-Siegel ist. Nicht zuletzt macht es den Küchenexperten mehr Freude, hochwertige Produkte zu verarbeiten. Und sie schätzen den Kontakt zu ihren Lieferanten. „Wir wissen genau, woher unsere Produkte kommen und können sie unseren Gästen guten Gewissens servieren“, betont Andre Stumpf.

Auch Fachbetreuer Dr. Joachim Schneider kommt beim Thema Bio-Zertifzierung ins Spiel. Geschickt vernetzt der Pädagoge das gute Essen im Haus mit Programmen und Exkursionen über nachhaltige Ernährung und ökologische Landwirtschaft. In Bildungsmodulen wie „Brezel und Butter“ oder „Mit allerlei Ei“ erfahren Kursteilnehmer, wie die Bio-Produkte entstehen, woher sie kommen und wie sie verarbeitet werden.

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