Staatsregierung sichert Unterstützung zu

Conn Barracks können trotz Ankerzentrum Industriepark werden

Luftbild der Conn-Baracks im Landkreis Schweinfurt

Die Staatsregierung hat Stadt und Kreis Schweinfurt Unterstützung bei der Konversion der Conn Barracks zugesagt. Die Weiterentwicklung der ehemaligen US-Militäranlage zu einem Gewerbe- und Industriepark soll trotz der Einrichtung eines Ankerzentrums für Asylbewerber auf dem Gelände möglich bleiben.

Innenminister Joachim Herrmann und Staatssekretär Gerhard Eck versicherten bei einem kurzfristig angesetzten Gespräch mit politischen Vertretern aus der betroffenen Region, dass durch die Einrichtung des Ankerzentrums auf dem Areal keine Nachteile entstehen werden. Laut ihrer Aussage sollen die Conn Barracks mit maximal 1.500 Personen belegt werden, ausgelegt ist das Ankerzentrum auf bis zu 2.600 Plätze. Gleichzeitig soll dann die Gemeinschaftsunterkunft auf dem Gelände geschlossen werden. „Dies ist für uns ein ganz wesentlicher Punkt, denn somit ist die Zufahrt auf das Gelände und damit die Weiterentwicklung zu einem Gewerbe- und Industriepark möglich“, sagte Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé.

Zudem habe man vereinbart, dass innerhalb der nächsten acht Wochen die Flächen in den Conn Barracks endgültig definiert werden sollen. So könne die Staatsregierung bis spätestens zum 1. August eine Freigabeerklärung für die nicht benötigten Flächen beim Bundesamt für Immobilienaufgaben abgeben.

Ledward Barracks werden bis Juni 2019 geschlossen

„Außerdem haben wir die Zusage erhalten, dass die Staatsregierung uns beim Erwerb der Staatsflächen durch die Kommunen unterstützen wird“, erläuterte Frank Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt. Laut seiner Aussage soll es eine klare Trennung des Gebiets zwischen der vorläufigen Asylunterbringung und der Flächen für einen Gewerbepark geben.

Die noch bestehende Erstaufnahmeeinrichtung in den Ledward Barracks in Schweinfurt soll nach  Inbetriebnahme des Ankerzentrums Conn Barracks bis spätestens Ende Juni 2019 geschlossen werden.

Das Conn-Barracks-Gelände ist rund 201 Hektar groß und mit mehr als 150 Gebäuden bebaut. Neben einem direkten Anschluss an die Bundesstraße B303 und die Autobahn A71 verfügt die Anlage auch über einen direkten Gleisanschluss. Am US-Militärstandort Schweinfurt lebten in der Hochphase bis zu 11.000 Personen, darunter rund 6.000 Soldaten. Das US-Militär hat das Kasernengelände im September 2014 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben.

Bildunterschrift: Die Conn Barracks aus der Vogelperspektive.

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