Karl-Heinz Thiemer erster Ehrenstadtbrandinspektor

Dienst- und Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt mit Ständiger Wache

Zu Beginn der – nach Zustimmung aller aktiven Feuerwehrkräfte –  öffentlich stattfindenden Dienstversammlung der Feuerwehr begrüßte Oberbürgermeister Sebastian Remelé Herrn Stadtbrandrat Martin Schneierund neben den aktiven Mitgliedern der Schweinfurter Wehr auch Sicherheitsreferent Jan von Lackum, Vertreter des Technischen Hilfswerks und der Hilfsorganisationen sowie weitere anwesende Gäste.

Der Oberbürgermeister dankte den anwesenden Feuerwehrdienstleistenden für ihr berufliches und ehrenamtliches Engagement und betonte, welch hohen Stellenwert die Feuerwehr für die Bürger der Stadt habe. Auch in der Verwaltung und im Stadtrat ist man sich der Leistungen der Feuerwehr bewusst, wie sich nicht nur in den jährlichen Beschaffungen für die Feuerwehr zeige.

Besondere Ehre wurde Karl-Heinz Thiemer zuteil, der im vergangenen Jahr aus Altersgründen das Amt als stellvertretender Kommandant und Stadtbrandinspektor an Florian Körblein übergeben hatte. Er wurde im Rahmen der Dienstversammlung zum Ehrenstadtbrandinspektor ernannt. Damit möchte man seitens der Stadt Schweinfurt die außerordentlichen Verdienste Thiemers um die Feuerwehr und den Brandschutz der Stadt Schweinfurt würdigen. Thiemer ist der erste ausgeschiedene Stadtbrandinspektor in der Geschichte der Stadt Schweinfurt, der seinen Titel ehrenhalber weiterführen darf; die bisherigen Ehrentitelträger stammten allesamt aus den Reihen der Stadtbrandräte. In seinem Jahresbericht ließ Schneier die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. Die Indienststellung zweier baugleicher Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, die Beschaffung neuer Garderobenspinde für die Freiwillige Feuerwehr um auch hier die Schwarz/Weiß-Trennung aus Hygienegründen einführen zu können, sowie die sukzessive Erneuerung der Ladetechnik in den Fahrzeughallen konnten als wesentliche Investitionen erwähnt werden.

Einsatztechnisch bewegte man sich mit 1.173 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (1.128). Die Gesamtzahl unterteilt sich in 322 Brandeinsätze, 491 technische Hilfeleistungen, 36 Einsätze mit ABC-Gefahrstoffen, 202 Sicherheitswachen bei Veranstaltungen sowie 122 sonstige Tätigkeiten. Dabei konnten 52 Personen gerettet werden. Mit enthalten in diesen Zahlen sind auch acht Einsätze bei denen die Feuerwehr als First Responder zur Ergänzung des Rettungsdienstes tätig war.

Überregional Schlagzeilen machte ein Einsatz im März, bei dem im Rahmen einer gerichtlichen Maßnahme in einer Wohnung mehrere Behältnisse einer hochexplosiven Substanz entdeckt wurden. Hier stellte die Feuerwehr Schweinfurt einen örtlichen Einsatzleiter zur Koordinierung der umfangreichen Einsatzmaßnahmen und sicherte die Entschärfung vor Ort ab.

Größere Brandereignisse im letzten Jahr waren ein Müllbunkerbrand im April, der sich über mehrere Stunden hingezogen hatte und auch den Einsatz der Feuerwehren aus Sennfeld und Grafenrheinfeld zur Unterstützung notwendig machte sowie der Vollbrand einer Wohnung am Bergl kurz nach den Weihnachtsfeiertagen.

Der Großteil dieser Einsätze wurde durch die hauptamtlichen Kräfte abgedeckt, die ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden der Schweinfurter Wehr mussten 79mal mit ausrücken. Diese werden immer dann alarmiert, wenn die Einsatzmittel des ersten Löschzuges nicht ausreichen oder sich schon bei der Notrufaufnahme abzeichnet, dass mit einem erhöhten Kräfteansatz gearbeitet werden muss, wie zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand oder einem Gefahrgutunfall.

Auch bei den beiden Unwettern im Mai und August, bei denen innerhalb kürzester Zeit mehrere Einsätze bei der Integrierten Leitstelle aufgelaufen waren, sowie den 202 Sicherheitswachen sind die ehrenamtlichen Kräfte stets mit eingebunden.

Auch das Jahr 2019 bleibt ereignisreich

Für das Jahr 2019 werfen einige Ereignisse auch schon ihre Schatten voraus, wie Schneier zum Ende seines Berichts bemerkte. Eine neue Drehleiter wird derzeit ausgeliefert, ein Kommandowagen sowie ein Mannschaftstransportwagen sind für die Jahresmitte avisiert. Darüber hinaus befinden sich ein Tanklöschfahrzeug sowie ein Abrollbehälter Gefahrgut in der Ausschreibungsphase. Schneier dankte der Stadt Schweinfurt für die gute Ausstattung der Schweinfurter Wehr.

Als zukunftsgerichteter Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Schweinfurt stellt sich die Gründung der Kinderfeuerwehr dar, die ab September den „Dienstbetrieb" aufnehmen soll. Informationen dazu finden interessierte Eltern auf der Homepage der Feuerwehr Schweinfurt. Angesprochen sind alle Kinder ab 8 Jahren, die Interesse an der Feuerwehr haben. Spaß und Gemeinschaft sollen im Vordergrund stehen.

Der im letzten Jahr neu ernannte Jugendwart Tim Ullrich blickte ebenfalls auf eine positive Bilanz der Jugendfeuerwehr zurück. Trotz vier Abgängen und Übertritten in die Einsatzabteilung hat man zum Jahresende den Personalbestand mit 24 Jugendlichen konstant halten können. Vier Anwärter haben zusammen mit den aktiven Kameraden die Prüfung des Basismoduls der Truppausbildung erfolgreich abgeschlossen, ein Beweis für den hohen Ausbildungsstand auf den auch schon in der Jugendarbeit der Feuerwehr Schweinfurt Wert gelegt wird. Dem Vorgänger im Amt des Jugendwartes Peter Schmökel dankte Stadtbrandrat Schneier für seine bis dato geleistete Arbeit.

Vor der Dienstversammlung der aktiven Wehr begrüßte Vereinsvorstand Jochen Ankenbrand die anwesenden Gäste zur Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins und blickte auf das Vereinsjahr 2018 zurück. Man beteiligte sich an Festzügen im Landkreis und veranstaltete wieder einen mehrtägigen Ausflug, der diesmal Hamburg und die Nordseeküste zum Ziel hatte und lud Vereinsmitglieder und Gäste zu den traditionellen Veranstaltungen Florianstag im Mai sowie der Weihnachtsfeier ein.

Einige Vorstandsposten mussten an diesem Abend noch neu besetzt werden, da die Amtszeiten satzungsgemäß ausgelaufen waren. Dabei wurde der bisherige Vorstand Jochen Ankenbrand in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt wurden Schriftführer Norbert Holzheid, Kassier Udo Fischer, Beisitzer Michael Zapke sowie Vertrauensmann Michael Lamprecht.

Für langjährige Vereinsmitgliedschaft wurden geehrt: Wolfram Funke, Walter Magerhans (40 Jahre), Wolfgang Albert (30 Jahre), Sebastian Karbacher, Norbert Holzheid, Thomas Motschenbacher sowie Andreas Steger (20 Jahre).

Eine besondere Ehrung erhielt der frühere Stadtbrandrat Dieter Becker. Aufgrund seiner auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst weiterhin andauernden Tätigkeiten für das Vereinswesen der Feuerwehr wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Dies geschieht aus großer Dankbarkeit und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit, insbesondere die Aktivitäten rund um die Chronik der Feuerwehr Schweinfurt, die sich derzeit im Aufbau befindet.

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Der Oberbürgermeister dankte den anwesenden Feuerwehrdienstleistenden für ihr berufliches und ehrenamtliches Engagement und betonte, welch hohen Stellenwert die Feuerwehr für die Bürger der Stadt habe. Auch in der Verwaltung und im Stadtrat ist man sich der Leistungen der Feuerwehr bewusst, wie sich nicht nur in den jährlichen Beschaffungen für die Feuerwehr zeige.

Besondere Ehre wurde Karl-Heinz Thiemer zuteil, der im vergangenen Jahr aus Altersgründen das Amt als stellvertretender Kommandant und Stadtbrandinspektor an Florian Körblein übergeben hatte. Er wurde im Rahmen der Dienstversammlung zum Ehrenstadtbrandinspektor ernannt. Damit möchte man seitens der Stadt Schweinfurt die außerordentlichen Verdienste Thiemers um die Feuerwehr und den Brandschutz der Stadt Schweinfurt würdigen. Thiemer ist der erste ausgeschiedene Stadtbrandinspektor in der Geschichte der Stadt Schweinfurt, der seinen Titel ehrenhalber weiterführen darf; die bisherigen Ehrentitelträger stammten allesamt aus den Reihen der Stadtbrandräte. In seinem Jahresbericht ließ Schneier die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. Die Indienststellung zweier baugleicher Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, die Beschaffung neuer Garderobenspinde für die Freiwillige Feuerwehr um auch hier die Schwarz/Weiß-Trennung aus Hygienegründen einführen zu können, sowie die sukzessive Erneuerung der Ladetechnik in den Fahrzeughallen konnten als wesentliche Investitionen erwähnt werden.

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Überregional Schlagzeilen machte ein Einsatz im März, bei dem im Rahmen einer gerichtlichen Maßnahme in einer Wohnung mehrere Behältnisse einer hochexplosiven Substanz entdeckt wurden. Hier stellte die Feuerwehr Schweinfurt einen örtlichen Einsatzleiter zur Koordinierung der umfangreichen Einsatzmaßnahmen und sicherte die Entschärfung vor Ort ab.

Größere Brandereignisse im letzten Jahr waren ein Müllbunkerbrand im April, der sich über mehrere Stunden hingezogen hatte und auch den Einsatz der Feuerwehren aus Sennfeld und Grafenrheinfeld zur Unterstützung notwendig machte sowie der Vollbrand einer Wohnung am Bergl kurz nach den Weihnachtsfeiertagen.

Der Großteil dieser Einsätze wurde durch die hauptamtlichen Kräfte abgedeckt, die ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden der Schweinfurter Wehr mussten 79mal mit ausrücken. Diese werden immer dann alarmiert, wenn die Einsatzmittel des ersten Löschzuges nicht ausreichen oder sich schon bei der Notrufaufnahme abzeichnet, dass mit einem erhöhten Kräfteansatz gearbeitet werden muss, wie zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand oder einem Gefahrgutunfall.

Auch bei den beiden Unwettern im Mai und August, bei denen innerhalb kürzester Zeit mehrere Einsätze bei der Integrierten Leitstelle aufgelaufen waren, sowie den 202 Sicherheitswachen sind die ehrenamtlichen Kräfte stets mit eingebunden.

Auch das Jahr 2019 bleibt ereignisreich

Für das Jahr 2019 werfen einige Ereignisse auch schon ihre Schatten voraus, wie Schneier zum Ende seines Berichts bemerkte. Eine neue Drehleiter wird derzeit ausgeliefert, ein Kommandowagen sowie ein Mannschaftstransportwagen sind für die Jahresmitte avisiert. Darüber hinaus befinden sich ein Tanklöschfahrzeug sowie ein Abrollbehälter Gefahrgut in der Ausschreibungsphase. Schneier dankte der Stadt Schweinfurt für die gute Ausstattung der Schweinfurter Wehr.

Als zukunftsgerichteter Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Schweinfurt stellt sich die Gründung der Kinderfeuerwehr dar, die ab September den „Dienstbetrieb" aufnehmen soll. Informationen dazu finden interessierte Eltern auf der Homepage der Feuerwehr Schweinfurt. Angesprochen sind alle Kinder ab 8 Jahren, die Interesse an der Feuerwehr haben. Spaß und Gemeinschaft sollen im Vordergrund stehen.

Der im letzten Jahr neu ernannte Jugendwart Tim Ullrich blickte ebenfalls auf eine positive Bilanz der Jugendfeuerwehr zurück. Trotz vier Abgängen und Übertritten in die Einsatzabteilung hat man zum Jahresende den Personalbestand mit 24 Jugendlichen konstant halten können. Vier Anwärter haben zusammen mit den aktiven Kameraden die Prüfung des Basismoduls der Truppausbildung erfolgreich abgeschlossen, ein Beweis für den hohen Ausbildungsstand auf den auch schon in der Jugendarbeit der Feuerwehr Schweinfurt Wert gelegt wird. Dem Vorgänger im Amt des Jugendwartes Peter Schmökel dankte Stadtbrandrat Schneier für seine bis dato geleistete Arbeit.

Vor der Dienstversammlung der aktiven Wehr begrüßte Vereinsvorstand Jochen Ankenbrand die anwesenden Gäste zur Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins und blickte auf das Vereinsjahr 2018 zurück. Man beteiligte sich an Festzügen im Landkreis und veranstaltete wieder einen mehrtägigen Ausflug, der diesmal Hamburg und die Nordseeküste zum Ziel hatte und lud Vereinsmitglieder und Gäste zu den traditionellen Veranstaltungen Florianstag im Mai sowie der Weihnachtsfeier ein.

Einige Vorstandsposten mussten an diesem Abend noch neu besetzt werden, da die Amtszeiten satzungsgemäß ausgelaufen waren. Dabei wurde der bisherige Vorstand Jochen Ankenbrand in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt wurden Schriftführer Norbert Holzheid, Kassier Udo Fischer, Beisitzer Michael Zapke sowie Vertrauensmann Michael Lamprecht.

Für langjährige Vereinsmitgliedschaft wurden geehrt: Wolfram Funke, Walter Magerhans (40 Jahre), Wolfgang Albert (30 Jahre), Sebastian Karbacher, Norbert Holzheid, Thomas Motschenbacher sowie Andreas Steger (20 Jahre).

Eine besondere Ehrung erhielt der frühere Stadtbrandrat Dieter Becker. Aufgrund seiner auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst weiterhin andauernden Tätigkeiten für das Vereinswesen der Feuerwehr wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Dies geschieht aus großer Dankbarkeit und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit, insbesondere die Aktivitäten rund um die Chronik der Feuerwehr Schweinfurt, die sich derzeit im Aufbau befindet.

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