Informationsaustausch

Robotersteuerung mittels Gedankenkraft: Chinesische Delegation besucht FHWS

Vertiefung von Forschung und Lehre des Instituts für Medizintechnik und der Shenzhen Technology University.

Auf der von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) im Januar 2019 organisierten Konferenz „1st International Roboticist Forum“ präsentierte das Institut für Medizintechnik Schweinfurt (IMES) zukunftsweisende Mensch-Maschine-Schnittstellen für Roboteranwendungen und Applikationen für den Bereich der Pflege. In einem anschließenden Besuch der chinesischen Gäste im Institut für Medizintechnik wurden Ideen zu möglichen Kooperationen zwischen der Shenzhen Technology University und dem IMES ausgetauscht.

Stehen neuartige Robotertechniken und Industrie 4.0 im Gegensatz zu technischen Assistenzsystemen für schwerstbehinderte Menschen? Mit einem klaren Nein antwortete Professor Dr. Walter Kullmann, Leiter des Instituts für Medizintechnik Schweinfurt (IMES) an der Schweinfurter Hochschule. Beispielhaft zeigte das Institut eigene Entwicklungen zur Steuerung von Roboter-Prototypen mittels Gedankenkraft. Mit Hilfe der gleichen Technik können vollständig gelähmte und in ihren eigenen Körper eingeschlossene Locked-In-Patienten, die keinerlei Muskelbewegungen mehr ausführen und auch nicht sprechen können, mit ihren Mitmenschen kommunizieren.

Daneben zeigte das Institut auf der Konferenz Mensch-Maschinen-Schnittstellen zur Steuerung von Rollstühlen für behinderte Menschen mittels schwachen Muskelsignalen am Armgelenk, durch Änderung der Blickrichtung des Auges und mittels Gesichtsgesten.

Interesse an Zusammenarbeit mit dem Schweinfurter Medizintechnik-Institut

Im Bereich Intelligente Software-Entwicklungen für medizinische Anwendungen präsentierte das IMES neuartige, schnelle Algorithmen für die hochauflösende medizinische Bildgebung bei der Magnetresonanztomographie.

Fasziniert von den interessanten Forschungsergebnissen des Medizintechnik-Instituts, so Kullmann, besuchte die chinesische Robotiker-Delegation von der Partneruniversität Shenzhen Technology University das Hochschulinstitut zu einem vertiefenden Informationsaustausch. Hier konnten die Gäste einen digitalen, augengesteuerten Kommunikationsassistenten für schwerstbehinderte, gelähmte Patienten, mit dem diese frei ihren Willen äußern und damit ihre Lebensqualität beträchtlich steigern können, selbst testen.

Weitere Schwerpunkte bildeten Diskussionen über neuartige Mensch-Maschine-Schnittstellen für die kollaborative Zusammenarbeit von Mensch und Robotik-Systemen sowie für Anwendungen in der Pflege von schwerbehinderten Menschen. Es wurden viele Synergieeffekte zwischen der Entwicklung und der Anwendung von Robotik-Systemen in der industriellen Umgebung und in der Medizin und Pflege aufgezeigt.

Insbesondere Mitarbeiter des Kollegs für Gesundheitswissenschaften der chinesischen Partneruniversität Shenzhen Technology University zeigten Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Schweinfurter Medizintechnik-Institut. Es wurde der Aufbau von so genannten „Twin-Labs“, medizintechnische Zwillingslaboratorien in Shenzheng und Schweinfurt, diskutiert. Mit derartigen Institutionen könnte die internationale Kooperation effektiv und praxisnah intensiviert werden. Chinesische und deutsche Studierende sowie Mitarbeiter und Dozenten könnten auf diese Weise ihre interdisziplinären Erfahrungen in Forschung und Lehre vertiefen und ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern.

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Daneben zeigte das Institut auf der Konferenz Mensch-Maschinen-Schnittstellen zur Steuerung von Rollstühlen für behinderte Menschen mittels schwachen Muskelsignalen am Armgelenk, durch Änderung der Blickrichtung des Auges und mittels Gesichtsgesten.

Interesse an Zusammenarbeit mit dem Schweinfurter Medizintechnik-Institut

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Weitere Schwerpunkte bildeten Diskussionen über neuartige Mensch-Maschine-Schnittstellen für die kollaborative Zusammenarbeit von Mensch und Robotik-Systemen sowie für Anwendungen in der Pflege von schwerbehinderten Menschen. Es wurden viele Synergieeffekte zwischen der Entwicklung und der Anwendung von Robotik-Systemen in der industriellen Umgebung und in der Medizin und Pflege aufgezeigt.

Insbesondere Mitarbeiter des Kollegs für Gesundheitswissenschaften der chinesischen Partneruniversität Shenzhen Technology University zeigten Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Schweinfurter Medizintechnik-Institut. Es wurde der Aufbau von so genannten „Twin-Labs“, medizintechnische Zwillingslaboratorien in Shenzheng und Schweinfurt, diskutiert. Mit derartigen Institutionen könnte die internationale Kooperation effektiv und praxisnah intensiviert werden. Chinesische und deutsche Studierende sowie Mitarbeiter und Dozenten könnten auf diese Weise ihre interdisziplinären Erfahrungen in Forschung und Lehre vertiefen und ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern.

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