Schweinfurt erreicht Etappenziel

Stadt und Kreis bewerben sich um Qualitätssiegel

Auf ihrem Weg zum angestrebten Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ kommt die Region einen großen Schritt voran

Beim 2. Dialogforum in Grafenrheinfeld sprachen sich die beteiligten Akteure aus verschiedenen Bildungsbereichen in der Region Schweinfurt einstimmig für eine Bewerbung um das Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern" aus. Mit der Entscheidung des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus rechnen die Verantwortlichen bis zum Herbst.

„Heute ist ein wichtiges Etappenziel erreicht – und das ist schon ein großer Erfolg"; sagte Bernhard Butz. Der Leitende Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus war von der Präsentation der Ergebnisse und dem positiven Votum in der Kulturhalle sichtlich angetan. 2018 hatten  sich die kreisfreie Stadt Schweinfurt und der Landkreis Schweinfurt entschieden, eine Zertifizierung zum Qualitätssiegel „Bildungsregion Stadt und Landkreis Schweinfurt“ auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, für alle Bildungsempfänger einen qualitativen Mehrwert zu schaffen und sie mit passgenauen Bildungsangeboten zu versorgen.

Mehr als 200 Beteiligte entwickelten Ideen

Insgesamt 44 Handlungsempfehlungen sind in ursprünglich sechs Arbeitskreisen entstanden, woran über 200 Bildungsakteure, unter anderem Vertreter von Schulen, Kindertagesstätten, Jugendhilfen, außerschulischen Organisationen, der Wirtschaft und Politik, mitgewirkt hatten. „Sie haben mächtig gearbeitet und viele tolle Empfehlungen erarbeitet“, lobte Butz das Engagement. Dass während der Arbeitsphase mit der „Digitalen Bildungsregion“ noch eine siebte Themen-Säule entstanden ist, hält der Experte aus dem Kultusministerium für „richtig und wichtig“.

Demografischer Wandel und Digitalisierung im Blick

Mit den Projekten sollen mehr Bildungs- und Teilhabechancen ermöglicht sowie zugleich die Herausforderungen des demographischen Wandels und der Digitalisierung gemeistert werden, wie der Schweinfurter Landrat Florian Töpper in seinem Grußwort anmerkte.

Bildung gilt als harter Standortfaktor

Für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt genießt die Bildung einen hohen Stellenwert. Das betonten Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé und der Landrat gleichermaßen. „Bildung ist der einzige Rohstoff, den wir in der Region zu bieten haben und ein ganz großes Gut“, sagte Remelé. Die Berichte der Arbeitskreise zeigten, ergänzte Florian Töpper, „dass Bildung Attraktivitätsmerkmal, harter Standortfaktor und Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Region ist“.

Lob für gemeinsame Arbeit von Stadt und Kreis

Ein besonderes Lob dafür, dass sich Stadt und Landkreis gemeinsam um das Qualitätssiegel bewerben, kam von der Regierung von Unterfranken. Regierungsvizepräsident Jochen Lange nannte die Zweier-Initiative nicht selbstverständlich. „Aber es kann von Vorteil sein, Bildung gemeinsam zu denken“, meinte Lange. Das sah auch OB Remelé so, denn die Bürger würden diese Grenzen gar nicht sehen. Er sei beeindruckt von dem großen Gemeinschaftsgeist rund um die Initiative. Alle Redner dankten ausdrücklich den Teilnehmer für ihre Beteiligung.

Konzept baut auf fünf Säulen auf

Vor der Abstimmung hatten die Sprecher der sieben Arbeitskreise die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der knapp einjährigen Arbeit seit dem 1. Dialogforum im Juni 2018 präsentiert. Die „Bildungsregion Stadt und Landkreis Schweinfurt“ soll demnach auf folgenden Säulen fußen: Familie (Säule 0, spezifisch für Stadt und Landkreis Schweinfurt entwickelt), Übergänge organisieren und begleiten (1), Kooperationsausbau schulischer und außerschulischer Angebote (2), Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen (3), Bürgergesellschaft stärken (4), Demographischer Wandel (5) sowie die erst während der Arbeitsphase initiierte 6. Säule Digitale Bildungsregion.

Akteure wollen sich ausführlich vernetzen

Wichtige übergreifende Anliegen, so lautete der Grundtenor, sind die Transparenz und Vernetzung der Bildungsakteure sowie Bildungsangebote vor Ort zu schaffen, um ganzheitliche Bildungsangebote zu initiieren. Aufgeteilt auf sieben Arbeitskreise, hatten sich 220 Bildungsakteure mehrmals getroffen und dabei eine Vielzahl an Ideen entwickelt. 44 Handlungsempfehlungen sind daraus entstanden.

Entscheid bis zum Herbst erwartet

Mit dem positiven und einstimmigen Votum sprachen sich die Bildungsakteure am Ende des 2. Dialogforums für eine Bewerbung zur Bildungsregion aus. Geplant ist, in nächster Zeit die nötigen Unterlagen beim Staatsministerium für Unterricht und Kultur einzureichen. Nach einer Prüfungsphase ist mit dem endgültigen Entscheid bis zum Herbst 2020 zu rechnen.

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Schweinfurt erreicht Etappenziel

Stadt und Kreis bewerben sich um Qualitätssiegel

Auf ihrem Weg zum angestrebten Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ kommt die Region einen großen Schritt voran

Beim 2. Dialogforum in Grafenrheinfeld sprachen sich die beteiligten Akteure aus verschiedenen Bildungsbereichen in der Region Schweinfurt einstimmig für eine Bewerbung um das Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern" aus. Mit der Entscheidung des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus rechnen die Verantwortlichen bis zum Herbst.

„Heute ist ein wichtiges Etappenziel erreicht – und das ist schon ein großer Erfolg"; sagte Bernhard Butz. Der Leitende Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus war von der Präsentation der Ergebnisse und dem positiven Votum in der Kulturhalle sichtlich angetan. 2018 hatten  sich die kreisfreie Stadt Schweinfurt und der Landkreis Schweinfurt entschieden, eine Zertifizierung zum Qualitätssiegel „Bildungsregion Stadt und Landkreis Schweinfurt“ auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, für alle Bildungsempfänger einen qualitativen Mehrwert zu schaffen und sie mit passgenauen Bildungsangeboten zu versorgen.

Mehr als 200 Beteiligte entwickelten Ideen

Insgesamt 44 Handlungsempfehlungen sind in ursprünglich sechs Arbeitskreisen entstanden, woran über 200 Bildungsakteure, unter anderem Vertreter von Schulen, Kindertagesstätten, Jugendhilfen, außerschulischen Organisationen, der Wirtschaft und Politik, mitgewirkt hatten. „Sie haben mächtig gearbeitet und viele tolle Empfehlungen erarbeitet“, lobte Butz das Engagement. Dass während der Arbeitsphase mit der „Digitalen Bildungsregion“ noch eine siebte Themen-Säule entstanden ist, hält der Experte aus dem Kultusministerium für „richtig und wichtig“.

Demografischer Wandel und Digitalisierung im Blick

Mit den Projekten sollen mehr Bildungs- und Teilhabechancen ermöglicht sowie zugleich die Herausforderungen des demographischen Wandels und der Digitalisierung gemeistert werden, wie der Schweinfurter Landrat Florian Töpper in seinem Grußwort anmerkte.

Bildung gilt als harter Standortfaktor

Für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt genießt die Bildung einen hohen Stellenwert. Das betonten Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé und der Landrat gleichermaßen. „Bildung ist der einzige Rohstoff, den wir in der Region zu bieten haben und ein ganz großes Gut“, sagte Remelé. Die Berichte der Arbeitskreise zeigten, ergänzte Florian Töpper, „dass Bildung Attraktivitätsmerkmal, harter Standortfaktor und Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Region ist“.

Lob für gemeinsame Arbeit von Stadt und Kreis

Ein besonderes Lob dafür, dass sich Stadt und Landkreis gemeinsam um das Qualitätssiegel bewerben, kam von der Regierung von Unterfranken. Regierungsvizepräsident Jochen Lange nannte die Zweier-Initiative nicht selbstverständlich. „Aber es kann von Vorteil sein, Bildung gemeinsam zu denken“, meinte Lange. Das sah auch OB Remelé so, denn die Bürger würden diese Grenzen gar nicht sehen. Er sei beeindruckt von dem großen Gemeinschaftsgeist rund um die Initiative. Alle Redner dankten ausdrücklich den Teilnehmer für ihre Beteiligung.

Konzept baut auf fünf Säulen auf

Vor der Abstimmung hatten die Sprecher der sieben Arbeitskreise die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der knapp einjährigen Arbeit seit dem 1. Dialogforum im Juni 2018 präsentiert. Die „Bildungsregion Stadt und Landkreis Schweinfurt“ soll demnach auf folgenden Säulen fußen: Familie (Säule 0, spezifisch für Stadt und Landkreis Schweinfurt entwickelt), Übergänge organisieren und begleiten (1), Kooperationsausbau schulischer und außerschulischer Angebote (2), Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen (3), Bürgergesellschaft stärken (4), Demographischer Wandel (5) sowie die erst während der Arbeitsphase initiierte 6. Säule Digitale Bildungsregion.

Akteure wollen sich ausführlich vernetzen

Wichtige übergreifende Anliegen, so lautete der Grundtenor, sind die Transparenz und Vernetzung der Bildungsakteure sowie Bildungsangebote vor Ort zu schaffen, um ganzheitliche Bildungsangebote zu initiieren. Aufgeteilt auf sieben Arbeitskreise, hatten sich 220 Bildungsakteure mehrmals getroffen und dabei eine Vielzahl an Ideen entwickelt. 44 Handlungsempfehlungen sind daraus entstanden.

Entscheid bis zum Herbst erwartet

Mit dem positiven und einstimmigen Votum sprachen sich die Bildungsakteure am Ende des 2. Dialogforums für eine Bewerbung zur Bildungsregion aus. Geplant ist, in nächster Zeit die nötigen Unterlagen beim Staatsministerium für Unterricht und Kultur einzureichen. Nach einer Prüfungsphase ist mit dem endgültigen Entscheid bis zum Herbst 2020 zu rechnen.

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