Benefiztag und Mitarbeitercent

1.500 Euro für den inklusiven Gnadenhof „Gut Harmony“ in Veitshöchheim

„Eine stattliche Spende für die Hilfe von Mensch und Tier“, konnte Landrat Eberhard Nuß im Namen der gesamten Belegschaft des Landratsamtes an Nicole Kanclerski für ihren inklusiven Gnadenhof „Gut Harmony“ in Veitshöchheim überreichen.

Die 1.500 Euro stammen zum einen aus der Aktion Restcent, bei der zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes monatlich den Betrag hinter dem Komma ihres Monatsgehalts spenden. Zum anderen kommt das Geld aus einem Benefiztag im Juli, an dem die Redaktion der Mitarbeiterzeitschrift „EinBlick“ einen Bücherflohmarkt für den guten Zweck organisiert hatte. Der Personalrat rundete den Benefiztag mit Grillaktionen und einem Veggie-Buffet ab.

Das Projekt, das die drei Jobcenter-Mitarbeiterinnen Dorothea Schmidt, Miriam Grünbeck und Ilse Fischer zur Spende vorgeschlagen hatten, ist dabei ein ganz besonderes: das „Gut Harmony“ ist bundesweit der erste und einzige inklusive Gnadenhof. Nicht nur Menschen mit Handicap kümmern sich dort um die Tiere, auch Langzeit-Arbeitssuchende sind als Ein-Euro-Jobber dort beschäftigt. Zurzeit arbeiten vier Ein-Euro-Jobber aus dem Jobcenter auf dem Gnadenhof. Und immer wieder beschäftigt Nicole Kanclerski auch Menschen, die Sozialstunden ableisten.

Aktuell beherbergt das „Gut Harmony“ sechs Pferde (ein weiteres kommt demnächst dazu), drei deutsche Edelziegen, einen Frischling, zwei ehemalige Therapieschweine sowie einige Hasen. Der Gnadenhof nimmt auch hilfebedürftige Wildvögel auf. Falken, Bussarde und Eulen waren schon zu Gast. „Tiere in Not bekommen bei uns ein Zuhause“, berichtet Nicole Kanclerski. Über das Engagement der Ein-Euro-Jobber ist sie besonders froh: „Meist kommen diese Helfer viel häufiger zum Arbeiten, als es mit dem Jobcenter vereinbart ist. Zwischen den Helfern und den Tieren entstehen oft tiefe Bindungen“.

Finanziell eine One-Woman-Show

Finanziell ist das „Gut Harmony“ eine One-Woman-Show: Seit 2006 betreibt Nicole Kanclerski den Gnadenhof, 2016 gründete sie den Verein „Gut Harmony e.V.“. Bis auf einige Spenden finanziert sie den inklusiven Gnadenhof aus eigener Tasche. So kommt der „warme Regen“ aus dem Landratsamt zur rechten Zeit: Die Spende soll für eine Photovoltaik-Anlage verwendet werden, denn aktuell gibt es auf dem Gnadenhof keinen Strom. Auch fließendes Wasser steht noch auf der Wunschliste von Nicole Kanclerski. Mit dem Aufbau der Photovoltaik-Anlage gibt es künftig Strom am Gnadenhof, was den Arbeitsalltag der Helfer*innen deutlich erleichtert.

Stand Nicole Kanclerski zu Beginn häufig noch selbst in den Ställen und auf der Koppel, ist sie heute eher mit der Organisation des Gnadenhofes beschäftigt. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Altersklassen, die auf dem Hof tätig sind und die Verschiedenartigkeit ihrer Helfer*innen ist dabei eine ihrer zentralen Herausforderungen, der sich die Vereinsgründerin mit dem großen Herzen sehr gern stellt: „Als junge Frau wollte ich gerne Sozialpädagogik studieren, mein Lebensweg ist jedoch anders verlaufen. Ich bin dankbar dafür, dass ich mir diesen Traum von sozialpädagogischer Arbeit mit dem Gnadenhof doch noch erfüllen konnte“, so Kanclerski.

Landrat Eberhard Nuß zeigte sich stolz, den inklusiven Gnadenhof im Landkreis Würzburg zu wissen: „Dieses Projekt ist ein Gewinn für Mensch und Tier. Ich freue mich sehr, dass sich unsere Belegschaft in einer Abstimmung dafür ausgesprochen hat, das Gut Harmony zu unterstützen“.

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Finanziell ist das „Gut Harmony“ eine One-Woman-Show: Seit 2006 betreibt Nicole Kanclerski den Gnadenhof, 2016 gründete sie den Verein „Gut Harmony e.V.“. Bis auf einige Spenden finanziert sie den inklusiven Gnadenhof aus eigener Tasche. So kommt der „warme Regen“ aus dem Landratsamt zur rechten Zeit: Die Spende soll für eine Photovoltaik-Anlage verwendet werden, denn aktuell gibt es auf dem Gnadenhof keinen Strom. Auch fließendes Wasser steht noch auf der Wunschliste von Nicole Kanclerski. Mit dem Aufbau der Photovoltaik-Anlage gibt es künftig Strom am Gnadenhof, was den Arbeitsalltag der Helfer*innen deutlich erleichtert.

Stand Nicole Kanclerski zu Beginn häufig noch selbst in den Ställen und auf der Koppel, ist sie heute eher mit der Organisation des Gnadenhofes beschäftigt. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Altersklassen, die auf dem Hof tätig sind und die Verschiedenartigkeit ihrer Helfer*innen ist dabei eine ihrer zentralen Herausforderungen, der sich die Vereinsgründerin mit dem großen Herzen sehr gern stellt: „Als junge Frau wollte ich gerne Sozialpädagogik studieren, mein Lebensweg ist jedoch anders verlaufen. Ich bin dankbar dafür, dass ich mir diesen Traum von sozialpädagogischer Arbeit mit dem Gnadenhof doch noch erfüllen konnte“, so Kanclerski.

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