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81 Prozent der unterfränkischen Firmen würden sich wieder hier ansiedeln

81 Prozent der unterfränkischen Firmen würden sich wieder hier ansiedeln

Brossardt: „Handlungsbedarf bei Bürokratieaufwand, Verfügbarkeit von Fachkräften und im Bereich Cyber-Crime“.

Die Unternehmen in Unterfranken bestätigen ihrem Regierungsbezirk eine sehr gute Standortqualität – in einigen Feldern sehen sie aber Handlungsbedarf. Das geht aus einer aktuellen Standortstudie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hervor, für die 143 Unternehmen in Unterfranken befragt wurden und rund 1.000 bayernweit. „81 Prozent der hier ansässigen Unternehmen würden sich unserer Befragung nach wieder in Unterfranken ansiedeln. Damit bleibt die Standortloyalität der unterfränkischen Unternehmen im Vergleich zur Vorjahreserhebung auf einem konstant hohen Niveau“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Verbesserungsbedarf beim Steuersystem

Besonders positiv bewerten die Firmen die Leistungsfähigkeit ihrer Zulieferer vor Ort (Note 2,2) und lokaler Kooperationsunternehmen und -institute (Note 2,2). Den größten Verbesserungsbedarf sehen die unterfränkischen Firmen im Bereich Cyber-Crime (Note 3,7), aber auch in der Ausgestaltung des derzeitigen Steuersystems (Note 3,7), beim Abbau der Bürokratie (Note 3,7) sowie der fehlenden Unterstützung durch die Politik bei der Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte (Note 3,7). 

Nach einzelnen Maßnahmen gefragt, erwarten 83,9 Prozent der unterfränkischen Unternehmen von der Politik eine Fortführung der Breitbandinitiative. 84 Prozent wünschen sich eine Intensivierung der Forschung zur IT-Sicherheit und 86 Prozent konkrete Hilfestellungen für Unternehmen bei der Abwehr von Cyber-Gefahren. „Die Themen Digitalisierung und digitale Sicherheit sind von großer Bedeutung und werden es auch in den nächsten Jahren bleiben. Eine breite Mehrheit der Unternehmen wünscht sich zudem im Ausbau der Infrastruktur insgesamt weitere staatliche Aktivitäten“, so Brossardt. Darüber hinaus wünschen sich 86,8 Prozent konkrete Hilfestellungen durch die Politik bei der Sicherstellung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung. 84,7 Prozent fordern eine Vereinfachung des Steuersystems.

Staat muss handeln

„Die seit Jahren sehr hohen Zufriedenheits- und Loyalitätswerte sprechen für sich. Dieses gute Ergebnis muss aber Tag für Tag neu erarbeitet werden, insbesondere auch durch den Staat, der die richtigen Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften bieten muss“, so Brossardt.

Seit 2013 lässt die vbw regelmäßig für ihre Studie „Standort Bayern – Unternehmerperspektiven“ Firmenvertreter zu wichtigen Standortfaktoren befragen. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort Bayern und zeigen den Handlungsbedarf in den einzelnen Bereichen auf.

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