Spezielle Bereiche der Anästhesiologie

Assistenzärztinnen aus Tansania am Uniklinikum Würzburg weitergebildet

Fast einen Monat lang wurden zwei Assistenzärztinnen aus Würzburgs Partnerstadt Mwanza/Tansania am Uniklinikum Würzburg in speziellen Bereichen der Anästhesiologie weitergebildet.

Das Bugando Medical Centre (BMC) ist die Partnerklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) in Würzburgs Partnerstadt Mwanza/Tansania. „Zur Vervollständigung der anästhesiologischen Facharztweiterbildung im BMC laden wir von Zeit zu Zeit Assistenzärztinnen und -ärzte des letzten Weiterbildungsjahres zu uns ein. Hier können sie Erfahrungen in Anästhesiebereichen sammeln, die in ihrem Heimatkrankenhaus nicht so stark vertreten sind, wie zum Beispiel Regionalanästhesie, Kinderanästhesie sowie die Anästhesie bei Herz- oder Gehirnoperationen“, sagt Dr. Daniel Röder. Jüngst organisierte der Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie die Hospitation von Dr. Debora Madyedye und Dr. Fatma Said am UKW. Die beiden Assistenzärztinnen waren vom 4. bis 31. Mai 2019 in Würzburg und gewannen viele wertvolle Eindrücke aus dem Arbeitsalltag der hiesigen Anästhesie-Ärztinnen und -Ärzte der entsprechenden Klinikbereiche.

Erfahrungen und Erkenntnisse der Gäste

„Wir wurden am Uniklinikum sehr freundlich empfangen“, berichtete Dr. Debora Madyedye am Ende ihres Würzburgaufenthalts und fuhr fort: „Die Kollegen waren sehr hilfsbereit und haben uns über viele vor Ort bereits etablierte Maßnahmen informiert, wie zum Beispiel das postoperative Schmerzmanagement oder die Prämedikation von Kindern. Auch wir am BMC sollten den Patienten, insbesondere den Kindern, noch häufiger durch entsprechend beruhigende Medikamente die Angst vor ihrer Operation nehmen.“ Eine weitere Erkenntnis von Dr. Madyedye aus der Hospitation: „Wir werden künftig am BMC noch deutlich mehr Patienten vor der Operation visitieren – das ist in unserem System leider nicht verpflichtend.“ Ihre Kollegin Dr. Said lobte: „Das UKW ist ein großes Klinikum mit vielen Studierenden, aber es ist nie überfüllt. Jeder Student hat genug Gelegenheit, am Patienten zu lernen. Für mich persönlich war es unter anderem wertvoll, neue Eingriffe kennenzulernen, wie beispielsweise offene Herzoperationen.“

Der Aufenthalt der beiden Ärztinnen wurde finanziert von der Initiative „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung getragen wird. Hintergrund der Anästhesie-Weiterbildungsinitiative ist, die Anzahl der Anästhesie-Fachärzte in Tansania zu erhöhen. Aktuell findet man im gesamten Land nicht mehr als 25 ausgebildete Anästhesist/innen, die meisten Narkosen werden dort von Pflegekräften durchgeführt. Auch am Bugando Medical Centre arbeiten lediglich zwei fest angestellte Fachärzte für Anästhesiologie.

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