HWK-Vollversammlung

Außergewöhnliche Tagung des unterfränkischen Handwerker-Parlaments

Die 127. Vollversammlung der Handwerkskammer für Unterfranken tagte jetzt in Würzburg unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln. Mit den gefassten Beschlüssen stellt sich die Handwerkskammer für aktuelle und zukünftige Herausforderungen auf.

„Wir wissen, wie herausfordernd die besondere Situation der Corona-Krise ist und teilen die Sorgen mit allen Handwerkerinnen und Handwerkern“, leitete Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, seinen Bericht des Präsidenten während der 127. Vollversammlung am 26. November in Würzburg ein. Und Walter Heußlein wurde noch deutlicher: „Eines darf einfach nicht passieren – die Corona-Krise darf nicht zu einer Misere für die berufliche Zukunft junger Menschen werden.“

Mehr Unterstützung für Ausbildung gefordert

Er forderte die Handwerksbetriebe weiter auf, auszubilden und jungen Menschen eine berufliche Chance zu geben. Ein Minus von rund 5 % an neu eingetragenen Ausbildungsverträgen sei „unter den gegebenen Umständen ein hervorragendes Ergebnis unserer Ausbildungsbetriebe“. Der Handwerkskammer-Präsident blickte auch in die Zukunft und appellierte: „Das Ausbildungsengagement unserer Betriebe muss gesellschaftlich noch stärker unterstützt werden.“ Ohne qualifizierten Nachwuchs gebe es keine Zukunft für das regionale Handwerk.

Dr. Peter Stein, Ministerialrat im bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie dankte in seinem Grußwort dem Handwerk „für das, was in der Corona-Krise geleistet wurde“ und formulierte ein wichtiges Ziel: „Wir alle müssen gemeinsam versuchen, Insolvenzen von Betrieben abzuwenden.“

Beschlüsse der Vollversammlung

Der Haushalts- sowie der Stellenplan für das Jahr 2021 wurden einstimmig beschlossen. Aufgrund der Corona-Krise werde die Handwerkskammer für Unterfranken im Jahr 2021 einen Konsolidierungskurs fahren, bekräftigte Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul: „Die Folgen der Virus-Pandemie haben auch die Handwerkskammer stark getroffen. Geplante Einnahmen aus dem Weiterbildungsbereich sind weggefallen, Kurse mussten von der Teilnehmerzahl her halbiert werden, bei gleichbleibendem Personaleinsatz und Raumkosten. Dies müssen wir nun abfangen.“

Neue Regeln beim Berufen der Prüfungsausschüsse

Darüber hinaus fasste die 127. Vollversammlung einstimmige Beschlüsse, die den Aus- und Weiterbildungsbereich betreffen, beispielsweise zur Neuberufung ausgewählter Prüfungsausschüsse. Ebenfalls wurde die Fortschreibung über die überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen in der beruflichen Grundbildung beziehungsweise in der Fachstufe beschlossen.

Eine Beschlussvorlage zur Streichung der Altersgrenze in der Satzung der Handwerkskammer wurde mehrheitlich abgelehnt.

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Mehr Unterstützung für Ausbildung gefordert

Er forderte die Handwerksbetriebe weiter auf, auszubilden und jungen Menschen eine berufliche Chance zu geben. Ein Minus von rund 5 % an neu eingetragenen Ausbildungsverträgen sei „unter den gegebenen Umständen ein hervorragendes Ergebnis unserer Ausbildungsbetriebe“. Der Handwerkskammer-Präsident blickte auch in die Zukunft und appellierte: „Das Ausbildungsengagement unserer Betriebe muss gesellschaftlich noch stärker unterstützt werden.“ Ohne qualifizierten Nachwuchs gebe es keine Zukunft für das regionale Handwerk.

Dr. Peter Stein, Ministerialrat im bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie dankte in seinem Grußwort dem Handwerk „für das, was in der Corona-Krise geleistet wurde“ und formulierte ein wichtiges Ziel: „Wir alle müssen gemeinsam versuchen, Insolvenzen von Betrieben abzuwenden.“

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Der Haushalts- sowie der Stellenplan für das Jahr 2021 wurden einstimmig beschlossen. Aufgrund der Corona-Krise werde die Handwerkskammer für Unterfranken im Jahr 2021 einen Konsolidierungskurs fahren, bekräftigte Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul: „Die Folgen der Virus-Pandemie haben auch die Handwerkskammer stark getroffen. Geplante Einnahmen aus dem Weiterbildungsbereich sind weggefallen, Kurse mussten von der Teilnehmerzahl her halbiert werden, bei gleichbleibendem Personaleinsatz und Raumkosten. Dies müssen wir nun abfangen.“

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Darüber hinaus fasste die 127. Vollversammlung einstimmige Beschlüsse, die den Aus- und Weiterbildungsbereich betreffen, beispielsweise zur Neuberufung ausgewählter Prüfungsausschüsse. Ebenfalls wurde die Fortschreibung über die überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen in der beruflichen Grundbildung beziehungsweise in der Fachstufe beschlossen.

Eine Beschlussvorlage zur Streichung der Altersgrenze in der Satzung der Handwerkskammer wurde mehrheitlich abgelehnt.

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