Blick auf ein Pandemie-geprägtes Jahr

"Das Handwerk braucht Unterstützung.“

Am 25. Juni 2021 tagte die 128. ordentliche Vollversammlung der Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg. In seinem Bericht ging Handwerkskammer-Präsident Walter Heußlein unter anderem auf die Auswirkungen der Corona-Krise und die Folgen für das Handwerk ein. Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul präsentierte den – ebenfalls durch die Pandemie beeinflussten - Geschäftsbericht 2020. Einstimmig entlasteten die Mitglieder der Vollversammlung Präsidium, Vorstand und Geschäftsführung.

„Die Pandemie sorgte und sorgt noch immer für Produktionsausfälle und bringt Lieferketten völlig durcheinander. Durch fehlende Rohstoffe geraten Baumaßnahmen ins Stocken. Viele unserer Handwerksbetriebe sind von der Materialknappheit betroffen. Und diese Knappheit treibt die Preise und drückt auf die Erträge der Betriebe“, analysierte Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, die derzeitige Lage im unterfränkischen Handwerk.

Belange der Betriebe umfassend vertreten

Um die unterfränkischen Handwerksbetriebe in der noch anhaltenden Pandemie-Phase bestmöglich zu unterstützen hat die Handwerkskammer viel Energie investiert“, so Walter Heußlein. „Blickt man auf 15 Monate Corona-Krise zurück, können wir stolz auf die Leistungen unserer Handwerkskammer sein. In allen Aufgabenbereichen waren wir für unsere Mitgliedsbetriebe da. In dieser schwierigen Zeit war die politische Interessenvertretung mit die wichtigste Aufgabe, wir haben uns intensiv für die Forderungen des Handwerks engagiert. Dabei haben wir uns für eine schnellere Aufhebung der Einschränkungen eingesetzt, aber auch Vorschläge für handwerksfreundliche Verbesserungen vorgelegt.“

Ausbildungsmarkt im Blick

Wichtig für den Handwerkskammer-Präsident sind die Folgen der Pandemie auf den Ausbildungsmarkt. „Eines darf jetzt auf keinem Fall passieren: Die Corona-Krise darf nicht zu einer Misere für die berufliche Zukunft junger Menschen werden.“ Und auch dafür trete die Handwerkskammer unermüdlich ein, damit Ausbildung im Handwerk von jungen Menschen als eine gute berufliche Perspektive wahrgenommen wird.

Hans-Georg Häfner, Kreishandwerksmeister in der Region Haßberge, nahm in einem Wortbeitrag die Politik in die Pflicht: „Die politischen Akteure achten zu wenig auf die Ressource Mensch, die dem Handwerk in besonderem Maße fehlt. Hier muss einfach mehr getan werden. Das Handwerk braucht Unterstützung.“

Geschäftsbericht 2020 vorgelegt

„Der Geschäftsbericht 2020 ist zwangsläufig von der Corona-Pandemie geprägt, und auch 2021 wird noch stark im Zeichen von Corona stehen“, so Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken. Dennoch: Wirtschaftlich sei das Jahr 2020 für das unterfränkische Handwerk erneut ein gutes Jahr gewesen. „Für mich zeigt das eindeutig, wie effektiv im Handwerk gearbeitet wird“, so Ludwig Paul. Besonderes Augenmerk legte Ludwig Paul auf die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. So sei die Ausbildungsleistung 2020 deutlich zurück gegangen, „wir mussten ein Minus von 7,6 % verzeichnen. Das Minus liegt vor allem daran, dass potenzielle Bewerber zu zögerlich waren, in der Krisenzeit eine Ausbildung zu beginnen. Die Verunsicherung war greifbar!“

Wirtschaftliche Verluste für die Kammer

In eigener Sache berichtete Ludwig Paul über die coronabedingten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Handwerkskammer für Unterfranken. „Durch die Schließung unserer Bildungszentren in Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg musste die Kammer mit großen wirtschaftlichen Verlusten umgehen. Die Folge: Umfangreiche Sparmaßnahmen, die auch 2021 fortgesetzt werden.“ 

Einstimmige Beschlüsse

Die Vollversammlung beschloss zudem die Jahres- und Vermögensrechnung 2020, die wie alle Themen unter dem Eindruck der Corona-Pandemie stand. Zudem nahm sie den Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses an. Präsidium, Vorstand und Geschäftsführung wurden einstimmig entlastet. Die 128. Vollversammlung der Handwerkskammer für Unterfranken fasste außerdem Beschlüsse den Aus- und Weiterbildungsbereich betreffend.

Ehrungen ausgesprochen

Im Rahmen der Vollversammlung erhielten die ehemaligen, 2020 ausgeschiedenen, Vollversammlungsmitglieder Hermann-Josef Schlier, Metallbauermeister und Vorstandsmitglied der Handwerkskammer, und Werner Pietschker, Elektroinstallateur, für ihren großen Einsatz für das unterfränkische Handwerk das Goldene Siegel der Handwerkskammer überreicht. Präsident Walter Heußlein und Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul bedankten sich bei beiden für ihren unermüdlichen Einsatz.

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„Die Pandemie sorgte und sorgt noch immer für Produktionsausfälle und bringt Lieferketten völlig durcheinander. Durch fehlende Rohstoffe geraten Baumaßnahmen ins Stocken. Viele unserer Handwerksbetriebe sind von der Materialknappheit betroffen. Und diese Knappheit treibt die Preise und drückt auf die Erträge der Betriebe“, analysierte Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, die derzeitige Lage im unterfränkischen Handwerk.

Belange der Betriebe umfassend vertreten

Um die unterfränkischen Handwerksbetriebe in der noch anhaltenden Pandemie-Phase bestmöglich zu unterstützen hat die Handwerkskammer viel Energie investiert“, so Walter Heußlein. „Blickt man auf 15 Monate Corona-Krise zurück, können wir stolz auf die Leistungen unserer Handwerkskammer sein. In allen Aufgabenbereichen waren wir für unsere Mitgliedsbetriebe da. In dieser schwierigen Zeit war die politische Interessenvertretung mit die wichtigste Aufgabe, wir haben uns intensiv für die Forderungen des Handwerks engagiert. Dabei haben wir uns für eine schnellere Aufhebung der Einschränkungen eingesetzt, aber auch Vorschläge für handwerksfreundliche Verbesserungen vorgelegt.“

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Geschäftsbericht 2020 vorgelegt

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Wirtschaftliche Verluste für die Kammer

In eigener Sache berichtete Ludwig Paul über die coronabedingten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Handwerkskammer für Unterfranken. „Durch die Schließung unserer Bildungszentren in Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg musste die Kammer mit großen wirtschaftlichen Verlusten umgehen. Die Folge: Umfangreiche Sparmaßnahmen, die auch 2021 fortgesetzt werden.“ 

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Im Rahmen der Vollversammlung erhielten die ehemaligen, 2020 ausgeschiedenen, Vollversammlungsmitglieder Hermann-Josef Schlier, Metallbauermeister und Vorstandsmitglied der Handwerkskammer, und Werner Pietschker, Elektroinstallateur, für ihren großen Einsatz für das unterfränkische Handwerk das Goldene Siegel der Handwerkskammer überreicht. Präsident Walter Heußlein und Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul bedankten sich bei beiden für ihren unermüdlichen Einsatz.

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