Erfolgsprojekt

Die Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Würzburg – eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Am 1. Mai 2015 startete die Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Würzburg. Ende dieses Jahres läuft die Förderperiode aus, der bayerische Landtag hat die Weiterführung um fünf Jahre bereits beschlossen.

Damit Stadt und Landkreis auch weiterhin eine gemeinsame Gesundheitsregionplus bilden, dafür wurden im Juli die ersten Weichen im Kreistag gestellt. Einstimmig wurde die Absicht erklärt, sich auch weiterhin am Erfolgsprojekt zu beteiligen.

Auch für die Stadt Würzburg betont Sozialreferentin Dr. Hülya Düber: "Die Gesundheitsregionplus ist eine ganz wichtige Einrichtung und wir sind dankbar für die Förderung durch den Freistaat Bayern. Die Stadt Würzburg wird selbstverständlich auch weiterhin die erforderlichen Mittel für die Weiterführung bereitstellen."

Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Zentraler Bestandteil der bisherigen Förderung war der Aufbau einer Geschäftsstelle, welche als operative Steuerungs- und Managementeinheit fungiert und am Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Würzburg angesiedelt wurde. Die Anstellung des Ge-schäftsstellenleiters Christian Kretzschmann erfolgte über das Landratsamt Würzburg. Stadt und Landkreis Würzburg bilden dabei eine von mittlerweile 50 Gesundheitsregionenplus in ganz Bayern.

Die Zuwendung der Gelder erfolgt in Form einer Projektförderung als Anteilfinanzierung in Höhe von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens aber in Höhe von 50.000 Euro je Jahr. 30 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben teilen sich zu gleichen Teilen die Stadt Würzburg und der Landkreis Würzburg. Konkret entsprach dies jeweils ca. 9.500 Euro für die Stadt und den Landkreis pro Jahr.

Vernetzung, Koordination und Unterstützung

Seit Projektstart initiierte die Geschäftsstelle drei Sitzungen des Gesundheitsforums sowie 28 Arbeitsgruppensitzungen in den zu bearbeitenden Themenfeldern Gesund-heitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsversorgung. Auch die Vorbereitung, Moderation und Nachbearbeitung oblag dabei der Geschäftsstelle. Vier Praktikant*innen unterstützten die Geschäftsstelle im Laufe der Jahre dabei; sie waren jeweils für ein Praxissemester über das Landratsamt angestellt.

Über weitere Projektförderungen konnten zwei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen im Rahmen von Kooperationsverträgen mit der Hochschule für Angewandte Wissen-schaften Würzburg – Schweinfurt angestellt werden. Neben vier Vorträgen auf wissenschaftlichen Fachtagungen erschien zudem eine Publikation in der Fachzeitschrift „Das Gesundheitswesen“.

Zu den wichtigsten Projekten der vergangenen Jahre zählten:

· Erster Gesundheitsbericht Stadt und Landkreis Würzburg

· Homepage mit Anbieterdatenbank: www.gesundheitsregionplus-wuerzburg.de

· Bestands- und Bedarfserhebung an Schulen

· Studierendengesundheit in Würzburg

· Fachtag "Kultursensible Gesundheit - Wissen, Austausch, Bedarf"

· Geburtshilfe in Stadt und Landkreis Würzburg

· Netzwerk Krisen nach der Geburt

· Musiktherapie zur Prävention psychischer Beeinträchtigungen bei Geschwis-tern krebskranker Kinder

· Hausarztbefragung zur Nachfolgeregelung

· Veranstaltung "Hausärztliche Versorgung"

· "Erfolgsfaktor Gesundheit“ 3. Fachveranstaltung für Arbeitgeber

· "Erfolgsfaktor Gesundheit“ 4. Fachveranstaltung für Arbeitgeber

· Das neue Präventionsgesetz: Chancen und Risiken für Prävention und Ge-sundheitsförderung

· „Aktiv gegen Depression“ Ausstellung zur Schwerpunktkampagne

· Ausstellung "Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“

· Ausstellung und Vortragswoche zur psychischen Kindergesundheit

Insgesamt wurden externe Gelder in Höhe von 247.081,85 Euro eingeworben. Da-von wurden seitens der Geschäftsstelle 82.186,20 Euro selbst verwaltet.

Aufgebaute Netzwerke erhalten

„In den vergangenen vier Jahren wurden interkommunale, intersektorale sowie interprofessionelle Strukturen und Netzwerke innerhalb der Stadt und des Landkreises aufgebaut und etabliert, weswegen ein Fortführen des Projektes Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis sinnvoll erscheint“, so Geschäftsstellenleiter Kretzschmann. Zudem werden die zurzeit bearbeiteten Themen voraussichtlich auch nach Projektende 2019 nicht final abgeschlossen sein und bedürfen weiterer Zuwendung.

An Aufgaben besteht dabei kein Mangel: Zum einen stehen noch einige unbearbeitete Themen aus den unterschiedlichen Arbeitsgruppen auf der Warteliste. Zum anderen wurden und werden diese auch extern vorgegeben. So wurde die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus als zentrale Koordinierungsstelle zur Erstellung eines Hitzeaktionsplanes im Bereich „Klimawandel und Gesundheit“ von Landrat Eberhard Nuß beauftragt. Und der Themenbereich Pflege wird seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege in der neuen Förderperiode als neuer zu bearbeitender Schwerpunkt vorgegeben.

Wünschenswert wäre laut Kretzschmann für den neuen Förderzeitraum, dass bei der thematischen und inhaltlichen Ausrichtung und Begleitung eine engere politische Anbindung und Beteiligung der Entscheidungsträger in Stadt und Landkreis Würzburg erfolgen sollte. Zudem wäre ein Projektbudget für die Geschäftsstelle zur Durchführung kleiner und mittlerer Projekte erstrebenswert.

Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten und der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Würzburg gibt es unter www.gesundheitsregionplus-wuerzburg.de oder beim Geschäftsstellenleiter Christian Kretzschmann, Tel. 0931 8003-5944.

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Damit Stadt und Landkreis auch weiterhin eine gemeinsame Gesundheitsregionplus bilden, dafür wurden im Juli die ersten Weichen im Kreistag gestellt. Einstimmig wurde die Absicht erklärt, sich auch weiterhin am Erfolgsprojekt zu beteiligen.

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Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Zentraler Bestandteil der bisherigen Förderung war der Aufbau einer Geschäftsstelle, welche als operative Steuerungs- und Managementeinheit fungiert und am Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Würzburg angesiedelt wurde. Die Anstellung des Ge-schäftsstellenleiters Christian Kretzschmann erfolgte über das Landratsamt Würzburg. Stadt und Landkreis Würzburg bilden dabei eine von mittlerweile 50 Gesundheitsregionenplus in ganz Bayern.

Die Zuwendung der Gelder erfolgt in Form einer Projektförderung als Anteilfinanzierung in Höhe von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens aber in Höhe von 50.000 Euro je Jahr. 30 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben teilen sich zu gleichen Teilen die Stadt Würzburg und der Landkreis Würzburg. Konkret entsprach dies jeweils ca. 9.500 Euro für die Stadt und den Landkreis pro Jahr.

Vernetzung, Koordination und Unterstützung

Seit Projektstart initiierte die Geschäftsstelle drei Sitzungen des Gesundheitsforums sowie 28 Arbeitsgruppensitzungen in den zu bearbeitenden Themenfeldern Gesund-heitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsversorgung. Auch die Vorbereitung, Moderation und Nachbearbeitung oblag dabei der Geschäftsstelle. Vier Praktikant*innen unterstützten die Geschäftsstelle im Laufe der Jahre dabei; sie waren jeweils für ein Praxissemester über das Landratsamt angestellt.

Über weitere Projektförderungen konnten zwei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen im Rahmen von Kooperationsverträgen mit der Hochschule für Angewandte Wissen-schaften Würzburg – Schweinfurt angestellt werden. Neben vier Vorträgen auf wissenschaftlichen Fachtagungen erschien zudem eine Publikation in der Fachzeitschrift „Das Gesundheitswesen“.

Zu den wichtigsten Projekten der vergangenen Jahre zählten:

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· Homepage mit Anbieterdatenbank: www.gesundheitsregionplus-wuerzburg.de

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· Ausstellung "Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“

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Insgesamt wurden externe Gelder in Höhe von 247.081,85 Euro eingeworben. Da-von wurden seitens der Geschäftsstelle 82.186,20 Euro selbst verwaltet.

Aufgebaute Netzwerke erhalten

„In den vergangenen vier Jahren wurden interkommunale, intersektorale sowie interprofessionelle Strukturen und Netzwerke innerhalb der Stadt und des Landkreises aufgebaut und etabliert, weswegen ein Fortführen des Projektes Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis sinnvoll erscheint“, so Geschäftsstellenleiter Kretzschmann. Zudem werden die zurzeit bearbeiteten Themen voraussichtlich auch nach Projektende 2019 nicht final abgeschlossen sein und bedürfen weiterer Zuwendung.

An Aufgaben besteht dabei kein Mangel: Zum einen stehen noch einige unbearbeitete Themen aus den unterschiedlichen Arbeitsgruppen auf der Warteliste. Zum anderen wurden und werden diese auch extern vorgegeben. So wurde die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus als zentrale Koordinierungsstelle zur Erstellung eines Hitzeaktionsplanes im Bereich „Klimawandel und Gesundheit“ von Landrat Eberhard Nuß beauftragt. Und der Themenbereich Pflege wird seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege in der neuen Förderperiode als neuer zu bearbeitender Schwerpunkt vorgegeben.

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Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten und der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Würzburg gibt es unter www.gesundheitsregionplus-wuerzburg.de oder beim Geschäftsstellenleiter Christian Kretzschmann, Tel. 0931 8003-5944.

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