Unterfranken

Gute Infrastruktur mit Luft nach oben

vbw-Veranstaltung Infrastruktur in Unterfranken

Die Infrastruktur in Unterfranken ist gut, aber es besteht dennoch Luft nach oben. So lautete der Tenor bei der Veranstaltung „Infrastruktur für die Wirtschaft in Unterfranken“ der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in Würzburg.

„Wir sind hier bei der Infrastruktur gut aufgestellt“, sagte etwa Wolfgang Fieber, Vorstandsvorsitzender des vbw-Bezirks Unterfranken. Es gebe aber durchaus auch noch Luft nach oben, merkte er an. Fieber verwies dabei auf eine Umfrage des Verbandes, nach der die unterfränkischen Unternehmer die Infrastruktur in der Region mit 70,5 von 100 möglichen Punkten bewerten.  „Wir müssen immer besser werden, um vorne dabei zu bleiben“, betonte der vbw-Bezirksvorsitzende.

Dringenden Handlungsbedarf sah Fieber beim Thema Breitband-Versorgung. Nach wie vor gebe es bei der Verbreitung von schnellem Internet in Unterfranken weiße Flecken auf der Landkarte, sowohl bei erdgebundenen als auch bei mobilen Datenverbindungen. „Der Netzausbau muss gerade im ländlichen Raum weiter vorangetrieben werden“, so Fieber.

Noch einiges zu tun ist laut dem vbw-Bezirkschef auch bei der Verkehrsinfrastruktur.  So forderte er unter anderem, den sechsspurigen Ausbau der Autobahn A3 von Aschaffenburg bis Fürth sowie der Autobahn A7 zügig voranzutreiben. Außerdem müsse der Schienenverkehr zwischen Würzburg Hanau weiter verbessert werden.

Die Bedeutung der Verkehrslinien für den Wirtschaftsstandort unterstrich auch der CSU-Landtagsabgeordnete und Innenstaatssekretär der bayerischen Landesregierung, Gerhard Eck (CSU). „Eine moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist das Fundament für einen leistungsfähigen Wirtschaftsstandort“, so Eck. Die Gesellschaft habe sich Mobilität fast als Grundrecht auf die Fahne geschrieben, daher gelte es nun auch, die Weichen entsprechend zu stellen.

Bayern soll bis 2025 Gigabit-fähig werden

Bezogen auf die Forderung nach dem Ausbau schneller Internetleitungen verwies der Christsoziale auf die Pläne der Staatsregierung, bis zum Jahr 2022 rund 5,5 Milliarden in die digitale Infrastruktur stecken zu wollen. Zudem habe das Land eine zusätzliche Glasfaser-Offensive in die Wege geleitet. Diese habe zum Ziel, dass bis 2025 ganz Bayern über eine Gigabit-fähige Breitbandversorgung verfüge. In diesem Zusammenhang plädierten sowohl Eck als auch vbw-Bezirkschef Fieber für die Einführung leistungsfähiger E-Government-Lösungen. Sprich: Der staatliche Verwaltungsapparat soll so weit wie möglich digitalisiert werden, so dass Unternehmen und Bürger Behördengänge auch über das Internet erledigen können.

Für eine viele engere Vernetzung von Städten und ländlichem Raum sprach sich Iphofens Erster Bürgermeister Josef Mend aus. „Das Gebot der Stunde ist auf allen Ebenen eine stärkere Zusammenarbeit, um den ländlichen Raum zu stärken“, sagte Mend. Denn beispielsweise beim Thema Daseinsvorsorge gebe es bereits „absolutes Ungleichgewicht“ zwischen Zentrum und Peripherie. Ein konkretes Beispiel hierfür sei die Ärzteversorgung. Daneben forderte der Rathauschef auch eine „bessere und breitere Verteilung von Bildungseinrichtungen.“

Bildunterschrift: Die Teilnehmer der vbw-Veranstaltung (von links): CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck, vbw-Bezirkschef Wolfgang Fieber, Moderatorin Marlene Farrenkopf, Klaus Herzog (Oberbürgermeister von Aschaffenburg), Verena Müller-Drilling (Geschäftsführerin von Müller Feinblechbautechnik in Frammersbach), Josef Mend (1. Bürgermeister von Iphofen).

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Dringenden Handlungsbedarf sah Fieber beim Thema Breitband-Versorgung. Nach wie vor gebe es bei der Verbreitung von schnellem Internet in Unterfranken weiße Flecken auf der Landkarte, sowohl bei erdgebundenen als auch bei mobilen Datenverbindungen. „Der Netzausbau muss gerade im ländlichen Raum weiter vorangetrieben werden“, so Fieber.

Noch einiges zu tun ist laut dem vbw-Bezirkschef auch bei der Verkehrsinfrastruktur.  So forderte er unter anderem, den sechsspurigen Ausbau der Autobahn A3 von Aschaffenburg bis Fürth sowie der Autobahn A7 zügig voranzutreiben. Außerdem müsse der Schienenverkehr zwischen Würzburg Hanau weiter verbessert werden.

Die Bedeutung der Verkehrslinien für den Wirtschaftsstandort unterstrich auch der CSU-Landtagsabgeordnete und Innenstaatssekretär der bayerischen Landesregierung, Gerhard Eck (CSU). „Eine moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist das Fundament für einen leistungsfähigen Wirtschaftsstandort“, so Eck. Die Gesellschaft habe sich Mobilität fast als Grundrecht auf die Fahne geschrieben, daher gelte es nun auch, die Weichen entsprechend zu stellen.

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Für eine viele engere Vernetzung von Städten und ländlichem Raum sprach sich Iphofens Erster Bürgermeister Josef Mend aus. „Das Gebot der Stunde ist auf allen Ebenen eine stärkere Zusammenarbeit, um den ländlichen Raum zu stärken“, sagte Mend. Denn beispielsweise beim Thema Daseinsvorsorge gebe es bereits „absolutes Ungleichgewicht“ zwischen Zentrum und Peripherie. Ein konkretes Beispiel hierfür sei die Ärzteversorgung. Daneben forderte der Rathauschef auch eine „bessere und breitere Verteilung von Bildungseinrichtungen.“

Bildunterschrift: Die Teilnehmer der vbw-Veranstaltung (von links): CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck, vbw-Bezirkschef Wolfgang Fieber, Moderatorin Marlene Farrenkopf, Klaus Herzog (Oberbürgermeister von Aschaffenburg), Verena Müller-Drilling (Geschäftsführerin von Müller Feinblechbautechnik in Frammersbach), Josef Mend (1. Bürgermeister von Iphofen).

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