IHK-Umfrage zum „Mobilen Arbeiten“

„Homeoffice“ in Mainfranken fest etabliert

Wie eine aktuelle Umfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt zeigt, bieten rund 94 Prozent der befragten Unternehmen in Mainfranken „Mobiles Arbeiten“ an.In Folge der Corona-Pandemie haben viele Firmen ihr Angebot noch einmal deutlich ausgebaut.

Seit Beginn der Corona-Pandemie heißt es für viele Arbeitnehmer: „Homeoffice“ statt Büro – und angesichts der dritten Pandemie-Welle wird das aller Voraussicht nach auch noch eine Weile so bleiben. Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat ihre Mitgliedsunternehmen befragt, ob und wie sie „Mobiles Arbeiten“ anbieten und welche Erfahrungen sie bislang damit gemacht haben.    

Schutz der Mitarbeiter prägt Verhalten

Aus den Ergebnissen ergibt sich folgendes Stimmungsbild: Die mainfränkischen Unternehmen kommen ihrer Verantwortung für den Schutz der Mitarbeiter nach. Mobilarbeit ist im Großteil der Unternehmen etabliert und wurde angesichts der Pandemie noch einmal deutlich ausgeweitet. „Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass die Unternehmen Homeoffice-Tätigkeiten fest in den unternehmerischen Alltag integriert haben. Die Betriebe ermöglichen ihren Beschäftigten dort mobiles Arbeiten, wo es auch umsetzbar ist“, erklärt Dr. Sascha Genders, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt.  

„Mobiles Arbeiten“ etabliert und ausgeweitet

Über hundert Unternehmen aller Größen und Branchen haben an der Befragung teilgenommen, davon 30 Prozent aus dem produzierenden Gewerbe und 70 Prozent aus dem Dienstleistungssektor. 94 Prozent der Betriebe, die an der Umfrage teilgenommen haben, bieten „Homeoffice“-Möglichkeiten an. Die Anzahl mobiler Arbeitsplätze im Verhältnis zur Gesamtbeschäftigtenzahl beträgt dabei im Durchschnitt 42 Prozent.  

Viele Firmen hatten schon vor der Krise Modelle fürs mobile Arbeiten

„Mobiles Arbeiten“ betrifft überwiegend die Unternehmensbereiche „Verwaltung“, „Vertrieb“ sowie „Geschäftsführung“. Nur rund ein Drittel der Firmen hat das mobile Arbeiten angesichts von Corona neu etabliert. In etwa zwei Dritteln der Betriebe konnten Arbeitnehmer auch schon vor der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten, wobei neun von zehn dieser Firmen ihr „Homeoffice“-Angebot nun noch einmal deutlich ausgeweitet haben.   

Kosten als Hindernis

Nur sechs Prozent der befragten Firmen bietet kein „Mobiles Arbeiten“ an. Bei der Hälfte jener Unternehmen kann die Arbeit nicht von zu Hause aus verrichtet werden. Beim Rest sind die Kosten, um „Homeoffice“ anbieten zu können, zu hoch (33 Prozent) oder sie geben an, dass Mitarbeiter nicht von zu Hause aus arbeiten möchten (17 Prozent).  

Gesundheitsschutz im Mittelpunkt  

Angesichts des derzeitigen Infektionsrisikos will rund ein Viertel aller Befragten mit dem Homeoffice-Angebot vor allem das Ansteckungsrisiko minimieren, um so die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Langfristig betrachtet wollen die Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern (17 Prozent), Pendelzeiten reduzieren (14 Prozent) und als Arbeitgeber attraktiver werden (12 Prozent). Dafür nehmen sie auch Nachteile wie erhöhten Abstimmungsbedarf, erschwerte Personalführung oder Investitionskosten in Hardware (45 Prozent) und Software (30 Prozent) in Kauf. Als Nachteile des „Homeoffice“ nennen einige Betriebe ferner die Ungleichbehandlung jener Mitarbeiter, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Auch zwischenmenschliche Aspekte – etwa der Teamzusammenhalt und Kreativitätsprozesse – litten unter dem mobilen Arbeiten, außerdem steige das Risiko der Vereinsamung.  

Auch künftig fest eingeplant

„Acht von zehn Betrieben wollen laut unserer Umfrage auch zukünftig Formen des mobilen oder hybriden Arbeitens anbieten. Wichtig wäre es daher, über weitere Unterstützungsmaßnahmen für derartige Arbeitsmodelle nachzudenken – beispielsweise hinreichende steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten oder Zuschüsse für die benötigten Investitionskosten“,  fordert Genders daher.     

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Auch künftig fest eingeplant

„Acht von zehn Betrieben wollen laut unserer Umfrage auch zukünftig Formen des mobilen oder hybriden Arbeitens anbieten. Wichtig wäre es daher, über weitere Unterstützungsmaßnahmen für derartige Arbeitsmodelle nachzudenken – beispielsweise hinreichende steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten oder Zuschüsse für die benötigten Investitionskosten“,  fordert Genders daher.     

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