Auswertung der IHK zeigt:

Immer weniger Unternehmer in Mainfranken

Wie eine Analyse der IHK Würzburg-Schweinfurt zeigt, ist die Zahl der Unternehmensinhaber in Mainfranken rückläufig – zugleich werden sie immer älter. In die Erhebung sind die Daten von über 58.000 Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region eingeflossen. „Der demographische Wandel schlägt demnach auch auf dem Chefsessel langsam aber sicher voll durch“, kommentiert der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders die Statistik.

Die Auswertung der Daten von Betriebsinhabern oder persönlich haftenden beziehungsweise alleinvertretenden Gesellschaftern von insgesamt 58.524 mainfränkischen Unternehmen zeigt ein klares Bild: Auf Basis der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung des Bayerischen Landesamtes für Statistik erwartet die IHK für die kommenden 20 Jahre einen Rückgang von rund 5.000 Unternehmern in der Region – dies entspricht einem Minus von 8,3 Prozent. „Diese Zahlen zeigen eindeutig, dass wir ohne eine Änderung der Gründungspolitik – etwa durch verbesserte Rahmenbedingungen oder eine zielgerichtete Unterstützung für Unternehmertum in seiner ganzen Breite – immer mehr Unternehmer und Betriebe in der Region verlieren“, so Genders. Fehlende Unternehmen würden sich dann negativ auf Steuereinnahmen, Arbeitsplatzangebote oder das Image der Region auswirken.

Der Blick in die Regionen zeige, dass insbesondere in den Landkreisen Bad Kissingen, Main-Spessart und Rhön-Grabfeld mit einem überproportionalen Schwund an Unternehmern zu rechnen sei. Immer vorausgesetzt, es komme nicht zu entsprechenden politischen Gegenmaßnahmen.

Unternehmerinnen überproportional betroffen

Aktuell sind rund 30 Prozent der Personen an der Unternehmensspitze weiblich (17.757), etwa 70 Prozent (40.767) sind männlich. Während in der demographischen Prognose die Zahl der männlichen Inhaber um 6,5 Prozent sinkt, wird für Unternehmerinnen ein Rückgang um 10,2 Prozent erwartet. „Für die kommenden Jahre ist also mit einem Rückgang an weiblichem Unternehmertum zu rechnen – und zwar ausschließlich in Folge der Demographie. Umso wichtiger ist es, auf die besonderen Herausforderungen von Frauen bei der Gründung einzugehen“, betont Genders. Die IHK habe daher schon vor mehr als zehn Jahren mit der BusinessClass ein Netzwerk für Unternehmerinnen und Gründerinnen geschaffen, um die Besonderheiten von Frauen mit Führungsverantwortung in der Wirtschaft zu thematisieren.

Generationenwechsel wird drängender

„Die Herausforderung der Unternehmensübergabe ist drängend“, so Genders weiter. Bereits heute kommen laut Zahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) auf jeden potenziellen Übergeber statistisch nur 0,6 potenzielle Nachfolger. Ein Trend, der sich auch in Mainfranken – die aktuelle Gründungsdynamik vorausgesetzt – weiter verschärfen wird, wie neue Daten der IHK Würzburg-Schweinfurt zeigen: Liegt der Anteil der Über-60-Jährigen in der Gesamtheit aller betrachteten Unternehmen in Mainfranken heute bei 24,0 Prozent, so steigt dieser in Folge der demographischen Prognose bis Ende der 2030er Jahre auf dann 27,1 Prozent. Bereits heute sind 53,3 Prozent der Unternehmensinhaber zudem bereits über 50 Jahre alt.

„Je älter die Unternehmerschaft, desto gravierender die Herausforderung Generationenwechsel. Es gilt, die Weichen schon heute richtig zu stellen – zum Beispiel durch die Förderung von Unternehmertum –, um die berufliche Selbstständigkeit zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Wir müssen den Gründerspirit in der schulischen Bildung verankern und das Image des Unternehmers in der Gesellschaft aufwerten“, fordert Genders. Neben der Förderung von potenziellen Nachfolgern müsse die Politik zugleich auf die potenziellen Übergeber stärker als bislang eingehen, um diese beim Generationenwechsel zu begleiten. Die IHK bietet bei der Unternehmensnachfolge ein umfangreiches Service-Paket (www.wuerzburg.ihk.de/nachfolge).

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Aktuell sind rund 30 Prozent der Personen an der Unternehmensspitze weiblich (17.757), etwa 70 Prozent (40.767) sind männlich. Während in der demographischen Prognose die Zahl der männlichen Inhaber um 6,5 Prozent sinkt, wird für Unternehmerinnen ein Rückgang um 10,2 Prozent erwartet. „Für die kommenden Jahre ist also mit einem Rückgang an weiblichem Unternehmertum zu rechnen – und zwar ausschließlich in Folge der Demographie. Umso wichtiger ist es, auf die besonderen Herausforderungen von Frauen bei der Gründung einzugehen“, betont Genders. Die IHK habe daher schon vor mehr als zehn Jahren mit der BusinessClass ein Netzwerk für Unternehmerinnen und Gründerinnen geschaffen, um die Besonderheiten von Frauen mit Führungsverantwortung in der Wirtschaft zu thematisieren.

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