vbm sieht IG Metall in der Verantwortung

Ingrid Hunger: „Wir brauchen Planungssicherheit in diesen unsicheren Zeiten“

Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten im Rahmen des virtuellen Tarifkongresses des vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. die Herausforderungen an eine nachhaltige und sinnvolle Tarifpolitik sowie die Entwicklung der Tarifbindung in Bayern.

„Die Corona-Krise hat unseren Standort mit ungeahnter Wucht getroffen. Das hat auch die Tarifrunde 2020 maßgeblich beeinflusst und zu einem Krisenabschluss mit sehr kurzer Laufzeit geführt. Für den kommenden Tarifabschluss müssen wir Planungssicherheit für die Unternehmen über das Jahr 2021 hinaus schaffen. Langwierige Verhandlungen oder gar Arbeitskämpfe verbieten sich in diesen Corona-Krisen-Zeiten“, findet Ingrid Hunger, Vorsitzende der vbm Region Main und Spessart.

Tarifverträge sollen auch zu Krisenzeiten passen

Hunger wies darauf hin, dass der Tarifvertrag für jedes M+E-Unternehmen jeder Größe zu jeder Zeit passen muss, auch – wie aktuell – in Krisenzeiten: „Wir müssen die kommenden Verhandlungen vor dem Hintergrund sehen, dass uns die Auswirkungen der Corona-Pandemie bis weit in das Jahr 2021 beschäftigen werden. Der Rückgang der M+E Produktion um rund 24 Prozent binnen zwei Monaten belegt das eindrücklich.“ Gleiches gilt für die Auftragseingänge mit einem ähnlich starken Rückgang. Auch der Exportmotor stottert gewaltig: Allein im April liegt der Einbruch bei rund 52 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. „Das geht an die Substanz der Unternehmen. Die Liquidität ist bei vielen bereits aufgebraucht, das Überleben hängt von der weiteren konjunkturellen Entwicklung ab“, so Hunger.

"kurzarbeit rettet nicht alle Jobs"

Die Unternehmen haben durch das Instrument der Kurzarbeit Beschäftigung gehalten. Auf ansonsten betrieblich notwendige Entlassungen konnte verzichtet werden. „Das ist für alle Beteiligten in diesen schwierigen Zeiten eine gute Sache. Fakt ist aber, dass trotz Kurzarbeit nicht alle Jobs gerettet werden können“, erklärt Hunger und fügt hinzu: „Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt Unternehmen entlasten und Beschäftigungsimpulse schaffen. Die Sozialpartner können dazu in den Verhandlungen ab Dezember 2020 einen wichtigen Beitrag leisten.“

Der vbm sieht die IG Metall in der Pflicht, Verantwortung für den Standort zu übernehmen. „Die Unternehmen haben sich ihren Beschäftigten gegenüber solidarisch gezeigt, jetzt wünschen wir uns das auch von der IG Metall. Wir brauchen eine Tarifpolitik, die auch in konjunkturell unsicheren Phasen tragfähig ist. Hier müssen geeignete Kompromisse gefunden werden“, wünscht sich Hunger.

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