Kunst, Konsum oder Kabbala

Kunst, Konsum oder Kabbala

Verena Rempel, Jahrgang 1976, wurde mit der Debütanten- und Katalogförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst 2008 ausgezeichnet. Sie zeigt in der dazu gehörigen Einzelausstellung Fotografie, Installation und Objekte zum Thema „Fama“.

Die junge Würzburger Künstlerin kann auf eine umfassende Ausbildung verweisen,

die an der Berufsfachschule für Holzbildhauer und Schnitzer in Oberammergau begann, nach Wien führte, wo sie ein Diplomstudium in Bildhauerei und in Medienkunst abschloss, und schließlich in Berlin von einem Masterstudiengang in Kulturmanagement abgerundet wurde. Diese vielseitige Bildung und ihre Begabung verliehen der jungen Künstlerin eine unangestrengte Souveränität und einen freien Blick, die es ihr erlaubten Kunst als Summe aus Kreativität, Fleiß und Enthusiasmus zu begreifen. Mit großer Klarheit sah sie die Notwendigkeit der Verankerung von Kunst in Gesellschaft, Tradition und in die eigene Existenz.

Das Doppeldeutige und Hintergründige der aktuellen Ausstellung wird schon im Titel deutlich. Fama ist ein Gerücht vom Hörensagen, dessen Wahrheitsgehalt zweifelhaft

bleibt, so wie Glaubenssätze von Religionen für Nichtgläubige oft fragwürdig sind und deshalb zur Quelle von Entfremdung werden.

Angeregt durch ihre Reisen in die Länder des Balkans, wo Religion wieder eine wichtige Rolle auf dem Weg zu einer neuen Identität spielt, setzt sich Verena Rempel mit der Bildwelt von Katholizismus, Orthodoxie und Islam auseinander und überträgt sie in die westliche Lebenswirklichkeit, die einerseits durch die Abkehr von den traditionellen Kirchen, andererseits von der Sehnsucht nach Spiritualität geprägt ist. Sie ist ein Künstlerin, die auf der Suche nach dem ist, „was die Welt im Innersten zusammenhält“ und eine planende Analytikerin, die nichts dem Zufall überlässt. Mit Intuition und Ratio geht sie ein Bündnis ein und schafft so eine symbolische Bildwelt, die von einer Aura innerer Wahrheit erfüllt ist.

Liane Thau M.A., Kunsthistorikerin

kunstkraempel(at)web.de

Ausstellungsdaten „Fama“:

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Vorwort von Liane Thau M.A.

Begrüßung:

Johannes Engels, Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Würzburg

Dorette Riedel, Leiterin der BBK-Galerie

Einführung:

Liane Thau M.A., Kunsthistorikerin

Vernissage: Freitag, 9.1.2009 um 19.00 Uhr

Künstlercafe: Sonntag, 18.1.2009 von 15.00 - 18.00 Uhr

Finissage: Sonntag, 1.2. 2009 von 15.00 - 18.00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 9.1.2009 – 1.2.2009

BBK-Galerie im Kulturspeicher Würzburg

Veitshöchheimer Strasse 5

97080 Würzburg

Tel: 0931/50612

www.bbk-unterfranken.de

Öffnungszeiten: MI/DO/FR/SO 11-18 Uhr, SA 13-20 Uhr

Pressegespräch mit der Künstlerin in der Ausstellung am Mittwoch, den

7.1.2009 um 12.00 Uhr oder nach Vereinbarung

Ansprechpartnerinnen: Dorette Riedel, Leiterin BBK-Galerie Tel: 0931/3058538

Verena Rempel, Künstlerin Tel: 0931/30170072 oder 0176/21010654

Mail: verenarempel@web.de

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