J. Oppmann

Mainfrankens älteste Sektkellerei ist umgezogen

Foto J.Oppmann
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Foto Elmar Behringer
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Fast 150 Jahre lang war die Sektkellerei J. Oppmann an der Würzburger Martin-Strasse zuhause. 1865 gründete Josef Oppmann, der Sohn eines fränkischen Winzers, dort das Unternehmen, nachdem er seine Lehrjahre in der Champagne verbracht hatte. Jetzt ist das Traditionsunternehmen an einen neuen Standort umgezogen.

Doch „wer auf Traditionen setzt, muss auch für das Neue offen sein“, sagt Albert Friedrich, der seit 22 Jahren als Vorstand die Geschicke von Bayerns einziger und ältester Sektkellerei mit Vollsortiment leitet. Auf mehr als 3,2 Millionen Euro beliefen sich die Investitionen für den neuen Firmensitz im Würzburger Gewerbegebiet Ost, der nach neuesten Technik- und Umweltstandards geplant und gebaut wurde.

Mit den Jahren waren die Gebäude am bisherigen Standort in der Martin-Luther-Straße zu klein geworden, die Arbeitsbedingungen für die 20 Mitarbeiter gestalteten sich mitunter schwierig. Das lag vor allem daran, dass die historische Bausubstanz im Krieg zerstört und die Kellerei dann 1947 und 1948 wieder mit den damals vorhandenen Mitteln aufgebaut wurde. In den Jahrzehnten danach folgten dann weitere Umbauten.

Die neue Sektkellerei J. Oppmann ist nun in einjähriger Bauzeit an der Straße „Im Kreuz“ entstanden und ausschließlich von regionalen Firmen erbaut worden. Auf dem 6600 qm großen Gelände sind ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude mit Verkaufsraum und die neue Produktions- und Lagerhalle entstanden. Vor allem der Auszug der riesigen Gär- und Lagertanks aus der Martin-Luther-Straße hatte den Würzburger Bürgern spektakuläre Eindrücke verschafft: Damit ein riesiger Kran die Tanks anheben und auf einen Tieflader heben konnte, mussten Teile des Daches am alten Firmensitz abgedeckt werden.

Investition in eine sichere Zukunft

Mit dem Neubau schafft das Unternehmen in einem hart umkämpften Markt eine sichere Perspektive für die Zukunft.

„Wir haben die neue Sektkellerei ganz nach der Effizienz der Produktionswege geplant, was eine große Herausforderung auch an unseren Kellermeister war“, erklärt Vorstand Albert Friedrich.

War in den Betriebsräumen an der Martin-Luther-Straße noch auf drei Ebenen produziert worden, spielt sich das prickelnde Geschehen jetzt auf einer Etage ab. Auch das umständliche Rangieren der LKWs bei der An- und Ablieferung gehört nun auf dem großzügigen Firmengelände der Vergangenheit an.

Umwelt-Aspekte spielten eine besondere Rolle beim Neubau: „Wir hoffen, mit der energieeffizienten Ausrichtung einen großen Teil der benötigten Wärme gewinnen zu können“, sagt Friedrich. So werde die Abwärme, die bei der Kühlung der Sektflaschen entsteht, zur Beheizung der Verwaltungsräume genutzt. 40.000 Euro wurden allein investiert, um die Produktionsräume optimal zu isolieren. Die Belastbarkeit der Dachkonstruktion wurde so ausgelegt, dass dort später eine Photovoltaikanlage montiert werden kann.

Ein wichtiger Aspekt war schließlich eine wesentlich bessere logistische Anbindung durch die Verlagerung des Unternehmens ins Gewerbegebiet Würzburg Ost, das mit etwa 90 Hektar eines der beiden größten Industrie- und Gewerbegebiete der Stadt ist. Dort sind in der Nachbarschaft unter anderem der Science-Park mit Hightechunternehmen und Spezialdienstleistern sowie das Würzburger Innovations- und Gründerzentrum entstanden.

Hochwertige Ausgangsprodukte sind das A und O

Mit einer Jahresproduktion von ca. 1,5 Millionen Flaschen und ca. fünf Millionen Euro Umsatz im Jahr zählt die fränkische Sektkellerei zu den kleineren Herstellern in Deutschland. Traditionsbewusstsein und Leidenschaft für hochwertige Sekte prägen auch im neuen Ambiente die Philosophie des Unternehmens. Den Wahlspruch „Sekt aus bestem Haus“ nimmt man auch weiterhin wörtlich.

Dass das hohe Qualitätsniveau aus der Zeit des Gründers bis heute gehalten werden konnte, liegt neben handwerklichem Können und moderner Kellertechnik an den Grundprinzipien des Hauses J. Oppmann. So bezieht Vorstand Albert Friedrich die „Grundweine“ für seine Sektspezialitäten direkt vom Winzer, alle Weine werden vor Ort im Weingut von Vorstand und Kellermeister verkostet und persönlich ausgewählt.

J. Oppmann setzt auf Kunden, die hohe Qualität schätzen. Mit 14 Sekten und aromatisierten Cocktails wie Cassisco, Hugo und Sprizz orientiert sich das Unternehmen an den Vorlieben der Kunden. Mit diesem Angebot ist J. Oppmann die einzige verbliebene bayerische Sektkellerei mit Vollsortiment.

Verkostung und Events im „Neuen Oppmann‘s“

Wer die Sektspezialitäten kosten oder kaufen möchte, ist im „Neuen Oppmann’s“, einer Vinothek im Eingangsbereich des neuen Firmensitzes, herzlich willkommen. In einem modernen Ambiente aus Glas und edlen Hölzern können die Sekte nicht nur probiert werden. Dort sind auch Sekte in verschiedenen Sondergrößen und in exklusiven Geschenkpackungen erhältlich. Wer das Besondere sucht, wird dort fündig.

Im kommenden Jahr feiert Frankens älteste Sektkellerei ihren 150. Geburtstag. Dann wird im Neuen Oppmann’s sicher exklusiv gefeiert – mit prickelnden Schaumweinen so gut wie anno 1865.

 

BUs:

Vorstand Albert Friedrich (re) mit Kellermeister Josef Sauer (li) beim Anstoßen auf den gelungenen Umzug.

Das neue Gebäude der J. Oppmann AG im Gewerbegebiet Ost in Würzburg.

Die Neue Vinothek im Eingangsbereich lädt zum Verkosten und Einkaufen ein.

Fotos Oppmann / Elmar Behringer

www.oppmann.de

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Mainfrankens älteste Sektkellerei ist umgezogen

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Fast 150 Jahre lang war die Sektkellerei J. Oppmann an der Würzburger Martin-Strasse zuhause. 1865 gründete Josef Oppmann, der Sohn eines fränkischen Winzers, dort das Unternehmen, nachdem er seine Lehrjahre in der Champagne verbracht hatte. Jetzt ist das Traditionsunternehmen an einen neuen Standort umgezogen.

Doch „wer auf Traditionen setzt, muss auch für das Neue offen sein“, sagt Albert Friedrich, der seit 22 Jahren als Vorstand die Geschicke von Bayerns einziger und ältester Sektkellerei mit Vollsortiment leitet. Auf mehr als 3,2 Millionen Euro beliefen sich die Investitionen für den neuen Firmensitz im Würzburger Gewerbegebiet Ost, der nach neuesten Technik- und Umweltstandards geplant und gebaut wurde.

Mit den Jahren waren die Gebäude am bisherigen Standort in der Martin-Luther-Straße zu klein geworden, die Arbeitsbedingungen für die 20 Mitarbeiter gestalteten sich mitunter schwierig. Das lag vor allem daran, dass die historische Bausubstanz im Krieg zerstört und die Kellerei dann 1947 und 1948 wieder mit den damals vorhandenen Mitteln aufgebaut wurde. In den Jahrzehnten danach folgten dann weitere Umbauten.

Die neue Sektkellerei J. Oppmann ist nun in einjähriger Bauzeit an der Straße „Im Kreuz“ entstanden und ausschließlich von regionalen Firmen erbaut worden. Auf dem 6600 qm großen Gelände sind ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude mit Verkaufsraum und die neue Produktions- und Lagerhalle entstanden. Vor allem der Auszug der riesigen Gär- und Lagertanks aus der Martin-Luther-Straße hatte den Würzburger Bürgern spektakuläre Eindrücke verschafft: Damit ein riesiger Kran die Tanks anheben und auf einen Tieflader heben konnte, mussten Teile des Daches am alten Firmensitz abgedeckt werden.

Investition in eine sichere Zukunft

Mit dem Neubau schafft das Unternehmen in einem hart umkämpften Markt eine sichere Perspektive für die Zukunft.

„Wir haben die neue Sektkellerei ganz nach der Effizienz der Produktionswege geplant, was eine große Herausforderung auch an unseren Kellermeister war“, erklärt Vorstand Albert Friedrich.

War in den Betriebsräumen an der Martin-Luther-Straße noch auf drei Ebenen produziert worden, spielt sich das prickelnde Geschehen jetzt auf einer Etage ab. Auch das umständliche Rangieren der LKWs bei der An- und Ablieferung gehört nun auf dem großzügigen Firmengelände der Vergangenheit an.

Umwelt-Aspekte spielten eine besondere Rolle beim Neubau: „Wir hoffen, mit der energieeffizienten Ausrichtung einen großen Teil der benötigten Wärme gewinnen zu können“, sagt Friedrich. So werde die Abwärme, die bei der Kühlung der Sektflaschen entsteht, zur Beheizung der Verwaltungsräume genutzt. 40.000 Euro wurden allein investiert, um die Produktionsräume optimal zu isolieren. Die Belastbarkeit der Dachkonstruktion wurde so ausgelegt, dass dort später eine Photovoltaikanlage montiert werden kann.

Ein wichtiger Aspekt war schließlich eine wesentlich bessere logistische Anbindung durch die Verlagerung des Unternehmens ins Gewerbegebiet Würzburg Ost, das mit etwa 90 Hektar eines der beiden größten Industrie- und Gewerbegebiete der Stadt ist. Dort sind in der Nachbarschaft unter anderem der Science-Park mit Hightechunternehmen und Spezialdienstleistern sowie das Würzburger Innovations- und Gründerzentrum entstanden.

Hochwertige Ausgangsprodukte sind das A und O

Mit einer Jahresproduktion von ca. 1,5 Millionen Flaschen und ca. fünf Millionen Euro Umsatz im Jahr zählt die fränkische Sektkellerei zu den kleineren Herstellern in Deutschland. Traditionsbewusstsein und Leidenschaft für hochwertige Sekte prägen auch im neuen Ambiente die Philosophie des Unternehmens. Den Wahlspruch „Sekt aus bestem Haus“ nimmt man auch weiterhin wörtlich.

Dass das hohe Qualitätsniveau aus der Zeit des Gründers bis heute gehalten werden konnte, liegt neben handwerklichem Können und moderner Kellertechnik an den Grundprinzipien des Hauses J. Oppmann. So bezieht Vorstand Albert Friedrich die „Grundweine“ für seine Sektspezialitäten direkt vom Winzer, alle Weine werden vor Ort im Weingut von Vorstand und Kellermeister verkostet und persönlich ausgewählt.

J. Oppmann setzt auf Kunden, die hohe Qualität schätzen. Mit 14 Sekten und aromatisierten Cocktails wie Cassisco, Hugo und Sprizz orientiert sich das Unternehmen an den Vorlieben der Kunden. Mit diesem Angebot ist J. Oppmann die einzige verbliebene bayerische Sektkellerei mit Vollsortiment.

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Wer die Sektspezialitäten kosten oder kaufen möchte, ist im „Neuen Oppmann’s“, einer Vinothek im Eingangsbereich des neuen Firmensitzes, herzlich willkommen. In einem modernen Ambiente aus Glas und edlen Hölzern können die Sekte nicht nur probiert werden. Dort sind auch Sekte in verschiedenen Sondergrößen und in exklusiven Geschenkpackungen erhältlich. Wer das Besondere sucht, wird dort fündig.

Im kommenden Jahr feiert Frankens älteste Sektkellerei ihren 150. Geburtstag. Dann wird im Neuen Oppmann’s sicher exklusiv gefeiert – mit prickelnden Schaumweinen so gut wie anno 1865.

 

BUs:

Vorstand Albert Friedrich (re) mit Kellermeister Josef Sauer (li) beim Anstoßen auf den gelungenen Umzug.

Das neue Gebäude der J. Oppmann AG im Gewerbegebiet Ost in Würzburg.

Die Neue Vinothek im Eingangsbereich lädt zum Verkosten und Einkaufen ein.

Fotos Oppmann / Elmar Behringer

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