Ausstellung "Lärmsanierung" im Würzburger Hauptbahnhof

Mainfrankens Bahnhöfe präsentieren ihre leise Seite

Information der Fahrgäste über die Lärmsanierungsmaßnahmen der DB sollen die Öffentlichkeit mit Hintergrundwissen vertraut machen.

"Mehr Fahrgäste für eine Schiene. Das heißt für uns, an die Menschen zu denken, die an der Schiene wohnen", formuliert es Peter Ludwig Maria Weber vom Bahnhofsmanagement Würzburg. "Denn der Schienenverkehr ermöglicht kein geräuschloses Fahren. Zugleich benötigen wir als Deutsche Bahn aber die Akzeptanz der Anwohner. Nur so können wir mehr Verkehr auf die klimafreundliche Schiene verlagern." Vor diesem Hintergrund ist die Ausstellung zu sehen, die derzeit im Würzburger Hauptbahnhof ihren Platz gefunden hat.

"Lärmvorsorge" als Aufgabe

Die Wanderausstellung zum Thema Lärmsanierung,sioll Passanten an Bahnhöfen quer durch die Republik über die Lärmsanierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn an bestehenden Schienenwegen informiert. Die Ausstellung macht dazu im Laufe des Jahres an verschiedenen großen Bahnhöfen in Deutschland Halt. Bisherige Ausstellungsorte waren: Köln, Essen, Wiesbaden und Saarbrücken. Von dort aus zieht sie nun vom 11.06. bis 15.07.2021 nach Würzburg. Im Anschluss wird sie in Bielefeld ausgestellt.

Der Schutz vor Verkehrslärm beim Neu- und Ausbau von Schienenwegen ist im Bundes-Immissionsschutzgesetz geregelt. Nach diesem ist bei dem Neubau oder einer wesentlichen Änderung sicherzustellen, dass kein Lärm verursacht wird, der sich nach dem Stand der Technik vermeiden lässt. "Hier spricht man von Lärmvorsorge", erklärt Weber. "Für existierende Strecken – dem Bestandsnetz – gilt das Gesetz aber nicht. Um die Lärmsituation auch hier zu verbessern, hat die Bundesregierung 1999 das freiwillige Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ ins Leben gerufen." Die Deutsche Bahn benötige die Akzeptanz der Anwohner. Nur so könne sie mehr Verkehr auf die klimafreundliche Schiene verlagern.

Bisher über 1,7 Milliarden Euro investiert

Seit Start des Lärmsanierungsprogramms haben der Bund und die DB bereits über 1,7 Milliarden Euro investiert und mehr als 2.000 Kilometer Strecke lärmsaniert. Die sanierten Kilometer entlasten mittlerweile die Ortsdurchfahrten von 1.300 Städten und Gemeinden bundesweit. Hinzu kommen 64.000 Wohneinheiten im Bundesgebiet, die bislang mit passiven Schallschutzmaßnahmen ausgestattet wurden. Allein im Jahr 2020 wurden über 75 Kilometer neue Schallschutzwände fertiggestellt und rund 146 Millionen Euro investiert.

Weber: "Insgesamt werden wir bis Ende 2030 die Hälfte der insgesamt lärmbelasteten Strecken – also 3.250 Streckenkilometer – durch Lärmschutzmaßnahmen vor Ort von Schienenverkehrslärm entlasten."

Was ist in der Ausstellung zu sehen?

An den Ausstellungsstücken angebracht sind Informationen rund um die Lärmsanierung allgemein sowie spezifische Infos zu dem aktuellen Standort.

Die informative Ausstellung besteht aus 2 Elementen:

Die Schallschutzwand hat ein Höhe von rund 200 cm und eine Breite von 250 cm.

Die Schallschutzstele

In einem in die Stele integrierten Bildschirm läuft eine Präsentation mit Informationen zur Lärmsanierung.

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Bisher über 1,7 Milliarden Euro investiert

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Weber: "Insgesamt werden wir bis Ende 2030 die Hälfte der insgesamt lärmbelasteten Strecken – also 3.250 Streckenkilometer – durch Lärmschutzmaßnahmen vor Ort von Schienenverkehrslärm entlasten."

Was ist in der Ausstellung zu sehen?

An den Ausstellungsstücken angebracht sind Informationen rund um die Lärmsanierung allgemein sowie spezifische Infos zu dem aktuellen Standort.

Die informative Ausstellung besteht aus 2 Elementen:

Die Schallschutzwand hat ein Höhe von rund 200 cm und eine Breite von 250 cm.

Die Schallschutzstele

In einem in die Stele integrierten Bildschirm läuft eine Präsentation mit Informationen zur Lärmsanierung.

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