Innotreff

Mediation transparent

Foto Behringer

Ein Impulsvortrag über Sinn und Nutzen der außergerichtlichen Einigung, kurz Mediation, leitete den innotreff Sommer 2014 ein. Referent und Wirtschaftsjurist Oliver Dittmann erläuterte im Hofbräukeller Würzburg Zusammenhänge, Ablauf und die ganz eigene Dynamik der Mediation.

Mediation, darunter versteht man heute, Streitfälle konstruktiv zu lösen, anstatt sie eskalieren zu lassen. "Und dabei soll jeder gewinnen", so Dittmann. Voraussetzung sei allerdings, dass beide Seiten eine freiwillige Einigung anstreben.   

Entgegen einiger Vorurteile, sei die juristische Gewandtheit kein ausschlaggebender Faktor bzw. entscheidendes Kriterium für einen erfolgreichen Mediator, so Dittmann. Vielmehr setzte die Mediation auf einen ein Werkzeug-Koffer mit Kommunikationstechniken und psychologischen, vermittelnden Fähigkeiten. Die Anbahnung einer Mediation gehe in der Regel initiativ von den Konfliktparteien aus. Entscheidend für deren Gelingen sei aber ein sogenannter “weicher” Faktor: der Einigungswille der Parteien. Die Mediation führe statistisch in rund 80 Prozent der Fälle zu einem für beide Seiten verträglichen Ergebnis, so Dittmann.

Vorteile der Mediation

Die Vorteile der Mediation beschrieb Dittmann mit den Stichworten Kosten, Zeit und Zufriedenheit. Die Kosten der Mediation lägen selbst bei niedrigen Streitwerten weit unter den Kosten eines Gerichtsverfahrens. Dabei gelte der Grundsatz: Je höher der Streitwert, um so niedriger der Anteil der Meiationskosten. "Bei einer durchschnittlich 80-prozentigen Erfolgswahrscheinlichkeit ist die Mediation heute eine praktikable Alternative zum Gerichtsprozess", so Dittmann. Und auch zetlich sei die Mediation Gerichtsprozessen überlegen. Streitfälle, die vor Gericht nicht selten bis zu zwei Jahren dauern können, seien per Mediation oft in wenigen Wochen vom Tisch. 

Bei innerbetrieblichen Konflikten müsse sich der Mediator eher auf seine Schlichtungstätigkeit vorbereiten indem er sich mit dem Fall im Vorfeld differenziert im Vorfeld beschäftige. “Bei außergerichtlichen Sachen will ich gar nicht so viel wissen” sagt Dittmann. Es seien weniger die juristischen Implikationen, sondern vielmehr die handwerklichen Fähigkeiten eines Mediators, die zum Erfolg einer Mediation beitrügen.

Freundschaften erhalten

Und die Mediation könne Freundschaften erhalten, bzw. Feindschaften verhindern. Die Mediation sei jedenfalls  freiwillig und könne jederzeit von einer Parteien abgebrochen werden. Am Ende gebe es auf Wunsch auch einen gerichtsverwertbaren Titel, so es die Mandanten wünschten, so Dittmann. Bezahlt wird der Mediator bei der innerbetrieblichen Mediation übrigens vom Unternehmen. Außerbetrieblich werden Vereinbarungen mit beiden Parteien getroffen.

Zu guter Letzt: Bei der sogenannten "Shuttle Mediation" – dann wenn sich die Parteien überhaupt nicht mehr begegnen wollen – pilgert der Mediator räumlich zwischen den Parteien. Geeignete Schlichtungs-Locations sieht Dittmann übrigens in neutralen Orten,  wie zum Beispiel in in einem Seminarhotel.

Wer sich für eine Mediation entscheidet oder nähere Informationen möchte:

www.oliver-dittmann.de.

Zur Bildergalerie

text: uvo / eb

fotos: eb

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Ein Impulsvortrag über Sinn und Nutzen der außergerichtlichen Einigung, kurz Mediation, leitete den innotreff Sommer 2014 ein. Referent und Wirtschaftsjurist Oliver Dittmann erläuterte im Hofbräukeller Würzburg Zusammenhänge, Ablauf und die ganz eigene Dynamik der Mediation.

Mediation, darunter versteht man heute, Streitfälle konstruktiv zu lösen, anstatt sie eskalieren zu lassen. "Und dabei soll jeder gewinnen", so Dittmann. Voraussetzung sei allerdings, dass beide Seiten eine freiwillige Einigung anstreben.   

Entgegen einiger Vorurteile, sei die juristische Gewandtheit kein ausschlaggebender Faktor bzw. entscheidendes Kriterium für einen erfolgreichen Mediator, so Dittmann. Vielmehr setzte die Mediation auf einen ein Werkzeug-Koffer mit Kommunikationstechniken und psychologischen, vermittelnden Fähigkeiten. Die Anbahnung einer Mediation gehe in der Regel initiativ von den Konfliktparteien aus. Entscheidend für deren Gelingen sei aber ein sogenannter “weicher” Faktor: der Einigungswille der Parteien. Die Mediation führe statistisch in rund 80 Prozent der Fälle zu einem für beide Seiten verträglichen Ergebnis, so Dittmann.

Vorteile der Mediation

Die Vorteile der Mediation beschrieb Dittmann mit den Stichworten Kosten, Zeit und Zufriedenheit. Die Kosten der Mediation lägen selbst bei niedrigen Streitwerten weit unter den Kosten eines Gerichtsverfahrens. Dabei gelte der Grundsatz: Je höher der Streitwert, um so niedriger der Anteil der Meiationskosten. "Bei einer durchschnittlich 80-prozentigen Erfolgswahrscheinlichkeit ist die Mediation heute eine praktikable Alternative zum Gerichtsprozess", so Dittmann. Und auch zetlich sei die Mediation Gerichtsprozessen überlegen. Streitfälle, die vor Gericht nicht selten bis zu zwei Jahren dauern können, seien per Mediation oft in wenigen Wochen vom Tisch. 

Bei innerbetrieblichen Konflikten müsse sich der Mediator eher auf seine Schlichtungstätigkeit vorbereiten indem er sich mit dem Fall im Vorfeld differenziert im Vorfeld beschäftige. “Bei außergerichtlichen Sachen will ich gar nicht so viel wissen” sagt Dittmann. Es seien weniger die juristischen Implikationen, sondern vielmehr die handwerklichen Fähigkeiten eines Mediators, die zum Erfolg einer Mediation beitrügen.

Freundschaften erhalten

Und die Mediation könne Freundschaften erhalten, bzw. Feindschaften verhindern. Die Mediation sei jedenfalls  freiwillig und könne jederzeit von einer Parteien abgebrochen werden. Am Ende gebe es auf Wunsch auch einen gerichtsverwertbaren Titel, so es die Mandanten wünschten, so Dittmann. Bezahlt wird der Mediator bei der innerbetrieblichen Mediation übrigens vom Unternehmen. Außerbetrieblich werden Vereinbarungen mit beiden Parteien getroffen.

Zu guter Letzt: Bei der sogenannten "Shuttle Mediation" – dann wenn sich die Parteien überhaupt nicht mehr begegnen wollen – pilgert der Mediator räumlich zwischen den Parteien. Geeignete Schlichtungs-Locations sieht Dittmann übrigens in neutralen Orten,  wie zum Beispiel in in einem Seminarhotel.

Wer sich für eine Mediation entscheidet oder nähere Informationen möchte:

www.oliver-dittmann.de.

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